Ein Ort des Erinnerns restauriert

Veröffentlicht am: 18. August 2020

Ensdorf – Es steht eine unscheinbare Gedächtniskapelle an der östlichen Klostermauer. Sie wurde 1952 für die von 1939-1945 gefallenen und vermissten Salesianer im Kloster Ensdorf errichtet. Noch sehr präsent waren damals die Wunden, die der Krieg gerissen hatte. Aus dem Noviziatshaus Ensdorf waren insgesamt 149 Salesianer als "gefallen" oder "vermisst" gemeldet. Darunter 27 Priester, 54 Kleriker, 64 Laienbrüder und 4 Novizen.
75 Jahre nach Kriegsende wurde das Denkmal nun einer grundlegenden Sanierung unterzogen und der Umgriff von Bewuchs befreit. Nun strahlt sie wieder in neuen Farben und lädt zum Erinnern ein.

Provinzial P. Gesing segnete die Kapelle und konstatierte, dass man nur noch wenig von denen wisse, die in den Wirren des Krieges nicht mehr heimgekommen sind. Ihnen ein ehrendes Andenken zu bewahren und damit auch zu friedlichem Miteinander, Toleranz und gegenseitigem Verständnis aufzurufen, sei die Aufgabe der Gedächtniskapelle in der heutigen Zeit.

Neben der Herz-Jesu-Figur ziert nun ein modernes Bild der Amberger Künstlerin Evelyn Mulzer den Raum.

Text und Fotos: Jürgen Zach