„Es ist ein Freudentag!“ – Abschlussfeier im Berufsbildungs- und Jugendwerk Aschau am Inn

Veröffentlicht am: 24. Juli 2020

Aschau am Inn – Erleichtert, glücklich und auch ein bisschen stolz nahmen die 42 Absolventinnen und Absolventen des Berufsbildungswerks Aschau am Inn am Freitag (24. Juli) ihre Zeugnisse entgegen. Auch wenn die Abschlussfeier aufgrund von Corona in zwei Zeremonien aufgeteilt werden musste, im mit Sonnenblumen geschmückten Speisesaal stattfand und es nicht wie sonst, einen morgendlichen Dankesgottesdienst gab, war es für die jungen Menschen und ihre Angehörigen ein ganz besonderer Moment.

„Es ist ein Freudentag“, sagte P. Heinz Menz, Direktor der Salesianergemeinschaft in Aschau, in seiner Rede und wünschte den Absolventinnen und Absolventen, dass sie die Freude an dem, was sie tun, nicht verlieren, sich auch für andere freuen und in Zukunft zufrieden und glücklich in ihrem Beruf und Privatleben sein können. Er sei beeindruckt, wie sie ihr Leben in die Hand genommen hätten und habe sich selbst sehr gefreut, als einer der jungen Männer zu ihm sagte: „Ich habe viel gelernt und bin sehr dankbar dafür!“

Gesamtleiter Peter Konietzko war sich ebenfalls sicher, dass mit der abgeschlossenen Ausbildung viele Hürden genommen und der Grundstein für ein gelingendes Leben gelegt wurde. „Macht was draus“, gab er den jungen Menschen mit auf den Weg.

Wie wichtig die abgeschlossene Ausbildung und die Zeit im Berufsbildungswerk Aschau für die Auszubildenden selbst war, zeigte sich nicht nur an den glücklichen Gesichtern. „Ich habe die Zeit und die Chance genutzt, um mich zu verändern“, erzählt einer der Absolventen. Der Frust über sein bisheriges Leben hätte ihn lange Zeit fest im Griff gehabt: Depressionen, falsche Freunde und immer wieder Ärger gehörten zu seinem Alltag. „In Aschau wurde mir zum ersten Mal gesagt, dass ich Potential hätte andere Jugendliche auch positiv zu beeinflussen – das gab mir zu denken.“

Glückliche Gesichter und Freude über die abgeschlossene Ausbildung

Dass ein erfolgreiches Ausbildungsende auch für die Mitarbeiter und alle an dem Abschluss direkt oder indirekt Beteiligten etwas ganz Besonderes ist, zeigten auch die Worte von Herrn Bürgermeister Christian Weyrich, Frau Elfriede Geisberger vom Jugendamt Mühldorf und Herr Michael Rumpff von der IHK, die ebenfalls zur Feier kamen.

So gab Bürgermeister Christian Weyrich den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg, dass er als Bürgermeister wisse, dass das Lernen eine lebenslange Angelegenheit ist und er auch täglich neues dazu lerne, sie sich aber in Aschau schon ein gutes Fundament aufgebaut hätten. Frau Elfriede Geisberger vom Jugendamt Mühldorf wünschte allen viel Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Corona habe gezeigt, was alles möglich sei, wenn man auf seine innere Stärke vertraue. Schulleiter Alfred Hiermannsperger überreichte nicht nur die Zeugnisse und gab den Besten ein Büchergeschenk, sondern wies die jungen Leute darauf hin, dass der Abschluss der Start in ein neues Leben sei und sie mit allen nötigen Zutaten ausgestattet wurden.

 

 

Dieses Jahr haben 24 junge Männer und 18 junge Frauen des Berufsbildungswerks Don Bosco Aschau am Inn ihre Abschlussprüfungen in den Bereichen Elektrotechnik, Holztechnik, Metalltechnik, Wirtschaft und Verwaltung (Lager, Büro, IT, Verkauf), Ernährung und Hauswirtschaft (Küche, Hotel), Agrarwirtschaft (Gärtnerei, Landschaftsbau) und Maurer erfolgreich abgeschlossen. Außerdem beendeten im Jugendwerk Mettenheim am Donnerstag (23. Juli) 40 Jugendliche und in Waldwinkel 35 Jugendliche ihre berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen. Die meisten werden im August eine Ausbildung beginnen.

Dass die jungen Menschen sich auch weiterhin mit ihren Fragen an die Mitarbeiter wenden können ist selbstverständlich, wie auch Peter Konietzko nochmal betonte. Außerdem werden die gut ausgebildeten Fachkräfte im Rahmen der Nachbetreuung und in Kooperation mit den Partnern der Arbeitsagenturen weiterhin begleitet und dabei unterstützt, auf dem Arbeitsmarkt durchzustarten und sich gesellschaftlich gut zurechtzufinden.

Text: RefÖA/PJ, Fotos: Gabriele Reindl