Jubiläumsfest: 100 Jahre Pfarrei St. Wolfgang

Veröffentlicht am: 23. November 2016

München – 100 Jahre – und kein bisschen alt: Mit einem zweiwöchigen Festprogramm hat die Münchner Pfarrei St. Wolfgang, die seit 1945 von Salesianern Don Boscos geleitet wird, im Oktober ihren 100. Geburtstag gefeiert. Das Angebot an Veranstaltungen und Aktivitäten zum Jubiläum hielt dabei, was es versprochen hatte: St. Wolfgang präsentierte sich trotz „betagten Alters“ als junggebliebene und aktive Gemeinde, familiennah und zukunftsorientiert – und doch ihre geschichtlichen Wurzeln nicht aus dem Blick verlierend.

So stand der Heilige Wolfgang als Patron im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Gleich zum Auftakt des zweiwöchigen Festprogramms Mitte Oktober führte es die Gemeindemitglieder bei einer Wallfahrt zu seiner Grabstätte nach Regensburg. In St. Emmeran feierten sie an seinem Grab einen Gottesdienst, bevor es zu einer gemeinsamen Stadtführung durch Regensburg ging.

Ein Fußballturnier, eine Stadtteilführung durch Haidhausen, Theateraufführungen, ein Begegnungscafe, Kirchenführungen, ein Podiumsgespräch zum Thema „Den Glauben im Heute leben“, die Pfarrverbandswallfahrt nach St. Wolfgang, Dorfen und Maria Thalheim, ein „Markt der Möglichkeiten“ sowie das große Pfarrfest mit Bier- und Weinverkostung sowie einem muskalischen Auftritt des Kabarettisten Andre Hartmann sorgten in den folgenden beiden Wochen für ein abwechslungsreiches, kreatives und informatives Programm für Jung und Alt.

Dass St. Wolfgang nicht nur gesellig und kulturell interessiert ist, sondern vor allem auch musikalisch einiges „drauf“ hat, bewiesen einmal mehr die verschiedenen Chöre und Orchester unter Leitung von Dekanatsmusikdirektor Stefan Ludwig beim großen Jubiläumskonzert. Zur Aufführung kamen Werke von Parry, Rutter und Vaughan Williams sowie das Requiem von M. Duruflé. Auf großen Anklang stieß auch der Herbstball der D’Woifgangler, bei dem Live-Band „Double Time“ zum Tanz aufspielte.

Extra zum Fest hatte ein Redaktionsteam unter der Leitung von Andreas Schaumberger eine Festschrift erstellt. Sie gewährt nicht nur Einblicke in ein großes Stück Zeit- und Kirchengeschichte, die eng mit der Entstehung der Pfarrei St. Wolfgang einhergeht, sondern zeigt auf beeindruckende Weise die Vielfalt kirchlichen Lebens in Haidhausen auf. Ergänzend dazu war in den vergangenen Wochen eine weitere Jubiläumspublikation von Johann Baier erschienen, die den Blick auf die Pfarreien in Haidhausen vor dem Hintergrund sozialer, kultureller und politischer Veränderungen eines Stadtviertels nach 1850 wirft. Fest- und Jubiläumsschrift wurden beim großen Jugend- und Familiengottesdienst am „mittleren Festwochen-Sonntag“ und einem anschließenden Weißwurstfrühstück im Pfarrsaal vorgestellt und präsentiert.

Während der Heilige Wolfgang seine Gemeinde durch die beiden Festwochen geleitet hatte, stand zum Abschluss ein „echter“ Wolfgang am Altar. Die Sonne strahlte vom blauen Herbsthimmel als Weihbischof Wolfgang Bischof die Festgemeinde besuchte und mit ihr den Festgottesdienst anlässlich ihres Patroziniums feierte.

In seiner Predigt würdigte der Münchner das Wirken des heiligen Wolfgangs. Er habe durch sein Leben und Wirken versucht, „für die Menschen seiner Zeit, dass Jesus bei ihnen zu Gast sein kann“. Genau das spüre er heute auch im Pfarrverband Haidhausen: „Hier wird viel unternommen, um Barrieren abzubauen und auf die Menschen zuzugehen. Dafür ein herzliches vergelt’s Gott!“, dankte der Weihbischof. Auf ein weiteres Jahrhundert St. Wolfgang!

kh

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