Rund 800 Kinder und Jugendliche bei Pfingstfestival in Calhorn

Veröffentlicht am: 13. Juni 2019

Calhorn - Seit 1975 verwandelt sich das Gelände des Hauses Don Bosco in Calhorn an den Pfingstfeiertagen in eine große Zeltstadt. Auch in diesem Jahr nahmen am Messdienerfestival rund 800 Kinder und Jugendliche aus dem Oldenburger Münsterland, dem Emsland, aus den neuen Bundesländern und dem Rheinland teil. Oft werden jährlich wiederkehrende Veranstaltungen im Laufe der Zeit immer weniger besucht – und schließlich ganz aufgegeben. Beim Messdienerfestival in Calhorn ist das anders. Die Teilnehmerzahl hat sich über die Jahre hinweg eher gesteigert.

Einer der Gründe dürfte sein, dass die Mehrzahl der teilnehmenden Gruppen schon seit vielen Jahren dabei ist: Man sieht Freunde wieder und lernt neue kennen. Einige der Teilnehmer sind heute selbst Eltern, waren aber schon als Kind beim Messdienerfestival dabei. Vielleicht ist es aber auch die Aussage von Teilnehmern, dass hier eine lebendige Kirche gelebt wird, mit Sport, Spiel, Gesang und Spaß in lockerer Atmosphäre und froher Gemeinschaft und der Möglichkeit, ein tolles Programm mitzugestalten.

Das diesjährige Festival stand unter dem Leitsatz „Gott vertrauen“. Zu den Höhepunkten zählten die Gottesdienste, bei denen sich rund 1.000 Besucher vor der Altarinsel versammelten. Der Festgottesdienst am Pfingstsonntag wurde von dem Salesianerpater Simon Härting gehalten, der den Leitsatz in den Mittelpunkt seiner Predigt stellte: „Wer Pfingsten ernst nehmen will, der darf, frei nach Papst ­Johannes XXIII., den eigenen Vogel nie mit dem Heiligen Geist verwechseln.” Gott zu vertrauen, brauche den Beitrag eines jeden. Nur Menschen mit Charakter ­könnten Gott vertrauen. „Kirche muss heute den jungen Menschen die Chance geben, ihren eigenen Charakter in Glaube und Gemeinschaft zu leben.” Wo Menschen aufmerksam werden aufeinander, dort wächst Vertrauen. Gottvertrauen ist auch eine Frage der Aufmerksamkeit auf mich und die anderen.“
Musikalisch begleitete die Pfingsthelferband den Gottesdienst. Im Anschluss wies der Leiter des Hauses, P. Elmar Koch, unter großem Beifall darauf hin, dass das Pfingstfestival auch im kommenden Jahr stattfindet.

Das Lagerprogramm begann mit einem Malwettbewerb, in dem die einzelnen Gemeinden Wappen mit dem Motto des Festivals anfertigten, die an der Altarinsel angebracht wurden. Das Programm des bunten Abends traf ganz den Geschmack der Kinder und Jugendlichen: Poetry-Slammer, Rapper und Songwriter Marco Michalzik und Manuel Steinhoff mit Ikarus und die Spitzenband „Eleven One“ begeisterten die Besucher.

Großes Treiben herrschte am Nachmittag des ersten Pfingsttages auf dem Platz der Jugendbildungsstätte. Beim Spiel ohne Grenzen gab es Geschicklichkeits‑ und Unterhaltungsspiele sowie Verkaufsstände, und viele Erwachsene nutzten die Möglichkeit zu einem gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen. Am Abend sorgte eine Talent-show für Unterhaltung. Das Team der Pfingsthelfer, das aus rund 60 Personen besteht, hatte auch in diesem Jahr die Veranstaltung vorbildlich vorbereitet und mit einem vielfältigen Programm für jede Menge „Action“ gesorgt.

Bei der Siegerehrung für den Don-Bosco-Pokal holte sich bei der Gruppe der Jungen bis zwölf Jahre die Mannschaft St. Bartholomäus Essen den Sieg, bei der Gruppe ab 13 Jahren, die Gruppe St. Petrus aus Lastrup, bei den Mädchen bis 13 Jahre das Team aus Freren und über 13 Jahre die Mannschaft Abraham/Esterwegen.

Mit großer Spannung war die Öffnung eines Pakets erwartet worden, das am Pfingstsonntag auf die Gläubigen herabgelassen wurde. Es beinhaltete Plakate mit den sieben Gaben des Heiligen Geistes und bunte Bänder, die von der Altarinsel in die Menge gezogen wurden und von denen jeder ein Stück mit auf den Heimweg bekam. Die musikalische Begleitung übernahm am zweiten Festtag  die Gruppe „MuSiTas“ aus Hemmelte. Nach dem Gottesdienst, Mittagessen und Reisesegen traten die Jugendlichen und Kinder die Heimfahrt in die einzelnen Kirchengemeinden an.

Clemens Sperveslage