Salesianer Don Boscos weiten Nothilfe in Pakistan aus

Veröffentlicht am: 26. August 2010
Salesianer Don Boscos weiten Nothilfe in Pakistan aus

Bonn/Pakistan, 24. August 2010: Nachdem die Hilfsmaßnahmen für Flutopfer in der Nähe der pakistanischen Stadt Quetta vergangene Woche bereits angelaufen sind, weiten die Salesianer Don Boscos ihre Hilfe nun auf die Region Sindh aus. Salesianerpater Miguel, der in Lahore die Don Bosco Berufsschule leitet, koordiniert die Hilfsmaßnahmen von dort aus. „Viele unserer Internatsschüler kommen aus der Region Sindh. Ihre Eltern sind nun Opfer der Flutkatastrophe. Sie haben alles verloren. Einige von ihnen haben sich auf Bäume retten können und warten dort immer noch auf Hilfe“, berichtet P. Miguel, der bei den geplanten Nothilfemaßnahmen auf die Erfahrungen bei der Katastrophenhilfe nach dem Erdbeben in Pakistan 2005 zurückgreifen kann. Einige der Schüler hätten das Internat bereits panisch verlassen, um ihre Familien in den überfluteten Dörfern aufzusuchen.
Ein 50-köpfiges Team, bestehend aus Lehrern, Ausbildern und Jugendlichen der Don Bosco Berufsschule, begleitet von Sicherheitskräften der Pakistanischen Armee, ist mit mehreren Lastwagen auf dem Weg in die Region Sindh, um dort 150 Tonnen Lebensmittel und Medizin persönlich an die Flutopfer zu verteilen.
In Quetta hat das Nothilfeteam der Salesianer währenddessen erste Hilfsgüter – Lebensmittel und Medikamente – an die Opfer der Flutkatastrophe, die in das Umland der Stadt geflohen sind, verteilt. Zwölf junge Helfer geben unter der Anleitung von zwei pakistanischen Ordensangehörigen des Don Bosco Learnings Centers, in Begleitung von Sicherheitskräften, täglich Hilfsgüter an mehrere hundert Familien aus. Doch immer mehr Flüchtlinge erreichen die Region. „Wir haben den Vorteil, dass wir über unsere Auszubildenden und Mitarbeiter/innen im Berufsbildungszentrum viele Familien und Verantwortliche in den Dörfern persönlich kennen. Somit finden wir viele Möglichkeiten das Mehl, Speiseöl und auch die Medikamente an die notleidenden Menschen weiterzugeben“, so P. Zago, der Leiter von Don Bosco Quetta. Einige kleinere Privatinitiativen hätten ihre Hilfe aufgeben müssen, da sie keinen Nachschub an Lebensmitteln hatten oder ihre Sicherheit gefährdet war. Angesichts der Menschenmassen, die verzweifelt auf Wasser und Lebensmittel für sich und ihre Familien warten, sei eine friedliche Verteilung der Hilfsgüter ohne Begleitung von Sicherheitskräften kaum möglich.

Von Quetta und Lahore aus wollen die Salesianer Don Boscos mehrere tausend Familien mindestens einen Monat lang versorgen. Don Bosco Bonn leistet dabei finanzielle Unterstützung und ist dafür auf Spenden angewiesen. 100 Euro sichern die Versorgung einer neunköpfigen Familie für einen Monat mit Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten.

Spendenkonto: Don Bosco Jugend Dritte Welt, Kontonr. 322 460 508, Postbank Köln, BLZ 370 100 50, Stichwort: Nothilfe Pakistan.