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Seligsprechungsverfahren für P. Lunkenbein eröffnet

Veröffentlicht am: 02. Februar 2018

Meruri (Brasilien) – Mit nur 37 Jahren ist 1976 der deutsche Salesianer Don Boscos und Missionar in Brasilien P. Rudolf Lunkenbein ermordet worden. Am 31. Januar 2018 wurde nun der Prozess zu seiner Seligsprechung in Meruri in Brasilien mit einem Gottesdienst eröffnet.

Bischof José Luft aus dem Bistum Barra do Garças stand der Eucharistiefeier vor. Sie fand statt an dem Denkmal an der Stelle, an der P. Lunkenbein erschossen wurde. Gemeinsam mit dem Salesianer soll auch der Indigene Simão Bororo seliggesprochen werden, der mit ihm starb.

Lunkenbein gilt als „Indianerpater“, der sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung eingesetzt hatte. Geboren wurde er 1939 in Döringstadt bei Bamberg, besuchte später das Progymnasium der Salesianer Don Boscos in Buxheim und ging mit 19 Jahren zum ersten Mal als Missionar nach Brasilien. Zur Vollendung seines Theologiestudiums kam er 1965 nach Benediktbeuren. Nach seiner Priesterweihe 1969 kehrte der Salesianer Don Boscos nach Brasilien zurück, wurde Missionar beim indigenen Volk der Bororos.

1973 wurde er in den brasilianischen „Missionsrat für Indianerfragen“ gewählt. 1975 wurde P. Lunkenbein Mitglied der staatlichen Indianerschutzbehörde. Er bemühte sich insbesondere um die Rückgabe von Land, das der indigenen Bevölkerung zur Bereicherung von Großgrundbesitzern genommen worden war. Als es zur Abtretung des Landes und Vermessung kommen sollte, erschoss der Anführer der Großgrundbesitzer den Priester sowie den Indigenen Simão Bororo. Seither gilt P. Lunkenbein als Märtyrer und Glaubenszeuge.

Lunkenbein quer

„Ich bin zum Dienen gekommen und dafür zu sterben.“

„Es kann kein besseres Geschenk für Don Bosco geben am Tag seines Festes: Ein Missionar der Salesianer Don Boscos und ein indigener Gläubiger, die gemeinsam auf den Weg gehen“, sagte Postulator P. Pierluigi Cameroni.  

Bei der Feier vertrat P. Bruno Pedron, Bischof von Ji- Paraná alle Salesianischen Bischöfe in Brasilien. Ebenso kamen zur Eröffnung des Seligsprechungsverfahren der Provinzial von Campo Grande, P. Gildásio Mendes dos Santos, Vertreter der Brasilianischen Bischofskonferenz und des Missionsrats für Indianerfragen sowie der staatlichen Indianerschutzbehörde und zahlreiche Mitglieder der Don Bosco Familie und Indigene des Volks der Bororo.

Auf dem Grab P. Lunkenbeins steht in portugiesischer, deutscher und indigner Sprache: „Ich bin zum Dienen gekommen und dafür zu sterben.“ Es ist eine Bezugnahme auf seinen Primizspruch nach Mt. 20,28.

red/ANS

 

Weitere Informationen zum Seligsprechungsverfahren P. Lunkenbeins gibt es etwa hier:

Salesianischer Informationendienst (Englisch): http://bit.ly/LunkenbeinANS

Bistum Rondonópolis-Guiratinga (Portugiesisch): www.diocesederondonopolis.org.br

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