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Provinzstudientag der Don Bosco Familie in München

Veröffentlicht am: 15. Januar 2018

München – „Wir sind einfach eine große Familie“, sagt Luise Schwegler aus Buxheim. Vor zwölf Jahren schloss sie sich den Salesianischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Don Boscos (SMDB) an. Und als Familienmitglied sei es selbstverständlich, auch beim Familientreffen dabei zu sein. „Zum Studientag muss man einfach fahren“, sagt sie. Rund 100 Männer und Frauen der Don Bosco Familie sind am 13. Januar in München im Salesianum zu ihrem Provinzstudientag zusammengekommen. Thema war: „Don Bosco im Spannungsfeld gesellschaftlicher Umbrüche“. Zur Don Bosco Familie zählen neben den SMDB etwa die Salesianer Don Boscos (SDB), die Don Bosco Schwestern (FMA) und die Vereinigung der Ehemaligen.

Hauptreferent des Tages war P. Dr. Karl Bopp SDB. Er stellte zunächst die historischen Hintergründe der Zeit Don Boscos dar. Der heilige Ordensgründer lebte im 19. Jahrhundert in einem Italien, das auf dem Weg war, sich aus mehreren Staaten heraus zu einem Land zu vereinen (Risorgimento). Ebenso musste die Kirche sich aufstellen in einer Zeit mit neuem philosophischen und wissenschaftlichen Denken und einem säkularen Staat. „Don Bosco war Kind seiner Zeit“, erklärte P. Bopp. „Es war eine sehr bewegte Zeit, in der Don Bosco versucht hat, den richtigen Weg zu finden“, fasst P. Heinz Menz (Aschau-Waldwinkel), Moderator des Tages und Beauftragter der Don Bosco Familie in Deutschland, zusammen. Don Bosco gründete einen eher an bürgerlichen Strukturen orientieren Orden sowie katholische Jugendeinrichtungen. Er wollte, dass aus den jungen Leuten „rechtschaffene Bürger und gute Christen“ werden. „Christentumsgeschichte ist immer eng verbunden mit Gesellschaftsgeschichte“, führte P. Bopp in Bezug auf die heutige Zeit aus. Auch heute gelte es, sich den Herausforderungen der Zeit – etwa veränderten Familienbildern oder den Umgang mit Geflüchteten – zu stellen. Heute wie vor 200 Jahren sei aber nach wie vor gemeinsam, dass „wir glauben, dass Jugendliche eine bessere Zukunft verdienen“. Bestärkt von der Frohen Botschaft, dem Evangelium Christi.
So erklärte auch die Provinzleiterin der Don Bosco Schwestern, Sr. Maria Maul, dass „wir immer mehr selbst Friedenshilfe werden sollen in unserem persönlichen Umfeld“.
 
„Es geht um geistige Weiterbildung im Sinne Don Boscos“, beschreibt Sr. Felizitas Hanßen FMA den Studientag. Seit 15 Jahren ist sie regelmäßig dabei. Die Familie Don Boscos liegt ihr am Herzen. Schon ihre Eltern waren Mitarbeiter, ihre Mutter sogar die erste SDMB in Moers, erzählt sie stolz. Auch für Hans Borchardt SDB aus Aschau am Inn gehört der jährliche Studientag zu einer wichtigen Tradition. „Ich bin von Anfang an dabei“, berichtet er. „Ich freue mich immer.“ Er treffe dabei immer viele Bekannte und auch neue Leute. Es entstünden „nette Gespräche und ein schöner Gedankenaustausch“.
 
Melanie Engelhardt aus Regensburg ist zum ersten Mal beim Provinzstudientag dabei. Seit Juli letzten Jahres arbeitet die junge Frau in einer Wohngruppe. Sie könne beim Studientag Impulse für ihre Arbeit mitnehmen. „Und ich treffe hier viele neue Leute, die mich willkommen heißen“, sagt sie. Ein Familientreffen.
Weitere Informationen zur Don Bosco Familie gibt es unter: www.donbosco.de/Ueber-uns/Don-Bosco-Familie.

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Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin geboren. Sein berühmtes Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die Grundhaltung seines Lebens und seiner erzieherischen und pastoralen Tätigkeit. Dabei hat Don Bosco, selbst aus einer ärmlichen Familie stammend, mit seiner „Pädagogik der Vorsorge“ besonders die benachteiligten und ausgegrenzten jungen Menschen im Blick.

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"Als Ordensmann habe ich die Freiheit und die Zeit, ganz für die Jugendlichen da zu sein." Am 09. Juni 2018 hat Mike Goldsmits in der Klosterkirche des Bergklosters Heiligenstadt seine Ewigen Gelübde als Salesianer Don Boscos abgelegt.

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