Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

„Aufwind“: Innovationsprojekt der Offenen Jugendarbeit und aufsuchenden Jugendsozialarbeit

Veröffentlicht am: 20. November 2008

Anfang 2008 wurde am Jugendpastoralinstitut ein neues Projekt aus der Taufe gehoben. Das Innovationsprojekt „Aufwind“ will die bestehenden Offenen Jugendeinrichtungen der Salesianer Don Boscos (Chemnitz, Köln, Trier, Essen, Heiligenstadt, Jünkerath, Berlin) und den Jugendtreff „Prinz Franz“ in Kempten (unter Trägerschaft des Kath. Jugendsozialwerkes München e. V.) mit einer Kombination von festen und flexiblen Hilfeformen konzeptionell so aufstellen, dass sie der „neuen Jugendnot“ in ihrem sozialräumlichen Umfeld gerecht werden können. Dafür sollen die Mitarbeiter/innen qualifiziert und das zu entwickelnde Konzept durch wissenschaftliche Vertiefung begründet werden.
Hintergrund und Motivation ist die gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklung, die eine große Zahl von jugendlichen Modernisierungsverlierern mit nur wenig Chancen auf berufliche und soziale Integration ‚produziert’. Die OJA muss sich eindeutiger als Repräsentant der Jugendlichen und jungen Erwachsenen positionieren, die in der Gesellschaft keine Stimme haben.
Ein wichtiger Teil des Projektes ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter/innen in den Einrichtungen für diese Zielgruppe, was durch das Studium aktueller Ergebnisse aus der Jugendforschung und durch Erkundungen vor Ort geschehen soll. In Zusammenarbeit mit der Seminargruppe unter Leitung von Frau Tratberger-Zenker an der KSFH Benediktbeuern wurde im November ein empirisches Forschungsprojekt durchgeführt. 21 Studierende besuchten die acht beteiligten Einrichtungen in ganz Deutschland und versuchten mit Jugendlichen im Sozialraum in Kontakt zu kommen. Die Methode der ethnografischen Feldforschung wird dabei kombiniert mit einer leitfadengestützten Befragung. Ziel ist, ein möglichst umfangreiches, wenn auch subjektives Bild über die Nöte der jungen Menschen zu bekommen, um auf die neuen, multiplen Notlagen Jugendlicher angemessen, verlässlich, verbindlich und flexibel reagieren zu können.
Regelmäßige Studientagungen mit Vertretern der Partnereinrichtungen dienen der Vermittlung inhaltlicher Impulse, regen den kollegialen Austausch an und fördern eine kontinuierliche Weiterarbeit an den Konzepten in den Einrichtungen.
Am 16. und 17. November 2009 wird das Projekt mit einem Symposium in Benediktbeuern abgeschlossen und die Ergebnisse einem (Fach-)Publikum präsentiert.
(Angelika Gabriel)

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