Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Bildung schützt Menschenrechte: Bonner Hilfswerk fordert gezielte Menschenrechtsarbeit im Bildungssektor

Veröffentlicht am: 10. Dezember 2008

Zum internationalen Tag der Menschenrechte fordert das Bonner Kinderhilfswerk Don Bosco JUGEND DRITTE WELT gezielte Menschenrechtsarbeit im Bildungssektor. „Der Hauptgrund, warum Menschenrechte weltweit immer noch missachtet werden, ist fehlende Bildung“, so Salesianerbruder Jean Paul Muller, Vorstandsmitglied von JUGEND DRITTE WELT. „Menschenrechtserziehung muss Bestandteil jeder Bildungsmaßnahme sein. Nur so können die Rechte junger Menschen gestärkt, geschützt und eingefordert werden.“Um die Einhaltung der Menschenrechte, insbesondere der Kinderrechte steht es katastrophal: 170 Millionen Kinder arbeiten weltweit unter ausbeuterischen Bedingungen. 150 Millionen sind chronisch unterernährt. 300.000 Kinder werden als Kindersoldaten missbraucht. 15.000 Kinder sterben täglich weil sie arm sind und 121 Millionen Kinder im Grundschulalter gehen nicht zur Schule.Weltweit setzen sich Don Bosco Einrichtungen für die Einhaltung von Kinder- und Jugendrechten ein. In 1700 Schulen und Berufsbildungszentren lernen benachteiligte Kinder in 128 Ländern. „Vorreiter in der Menschenrechtsarbeit sind die Don Bosco Programme in Indien“, so Muller, „Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Bewusstseinsbildung geben Salesianer Don Boscos dort den kastenlosen, ihrer Rechte beraubten Menschen, eine Stimme. Von öffentlichen Stellen fordern sie die Einhaltung der Menschenrechte für Angehörige aller Kasten ein.“Kinder und Jugendliche werden in den Schulen und Jugendzentren in Menschenrechten geschult und gestärkt. Ein neuer und erfolgreicher Ansatz sind die Kinderparlamente, die die Salesianer Don Boscos in Zusammenarbeit mit Don Bosco JUGEND DRITTE WELT in mehreren indischen Bundesstaaten ins Leben gerufen haben. In 75 Parlamenten treffen sich wöchentlich je 30 Kinder und Jugendliche um aktuelle Probleme anzugehen. Sie tauschen sich aus und suchen nach Möglichkeiten, ihre Rechte einzufordern. Dabei fühlen sie sich verantwortlich für alle Belange des Dorfes. „Allein dadurch, dass die „Minister“ der Kinderparlamente (Mädchen und Jungen im Alter von 10 – 15 Jahren) vor Bürgermeistern und Schulräten das Recht auf Bildung einfordern, gibt es in hunderten Schulen wieder regelmäßigen Unterricht und haben schon über 100 Kinderarbeiter den Weg zurück in die Schule gefunden“, erklärt Muller. Die Erfolge strahlen auch auf die Erwachsenen aus. Sie sehen, dass ihre Kinder etwas bewirken wenn sie ihre Probleme selbst in die Hand nehmen.„Initiativen, wie diese zeigen, dass die Einhaltung der Menschenrechte über Bildungsarbeit nachhaltig gestärkt wird“, so Muller. Um den Menschenrechtsansatz zu vertiefen und noch gezielter in die Arbeit der Salesianer Don Boscos einfließen zu lassen, treffen sich im Januar 2009 mehr als 300 Vertreter von Don Bosco Einrichtungen weltweit und Menschenrechtsexperten in Rom zum internationalen Kongress „Preventive System and Human Rights“. Die Vereinten Nationen schenken der Bildungsarbeit im Bereich Menschenrechte im nächsten Jahr besondere Beachtung: Sie haben das Jahr 2009 zum Internationalen Jahr des Menschenrechtslernens ausgerufen.(Quellen für Statistische Angaben: UNICEF, WHO, ILO, UNHCR, amnesty international)weitere Informationen unter www.jugend-dritte-welt.de(Annegret Spitz)

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