Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Drei Tage voller Zufriedenheit: Zwölf neue Don Bosco Auszubildende mit Ausbildern an der Wegscheide

Veröffentlicht am: 28. November 2016

Sannerz - Kassim zieht am Ende der drei Tage an der Wegscheide ein knappes, aber präzises Fazit: „Drei Tage voller Zufriedenheit.“ Er sprach damit den meisten der jungen Menschen sowie den Ausbildern aus dem Herzen. Als die zwölf Auszubildenden, ihre Ausbilder, Clarissa Deuker vom Pädagogischen Dienst und Heiko Schreiber als Leiter der Beruflichen Bildung am Montagvormittag auf der Wegscheide eintrafen, war die Stimmung noch sehr verhalten und eher mit einer Prise Skepsis versehen. „Was wird da denn gemacht“, diese Frage stellten nicht nur die jungen Flüchtlinge, die sich unter vertrauensbildenden Maßnahmen rein gar nichts vorstellen konnten. Auch für die Ausbilder und Clarissa Deuker ist es jedes Jahr wieder spannend, wie sich die Gruppe entwickeln wird: „Das Zusammensein und miteinander etwas Tun und Erleben ist ganz was Besonderes“, beschreibt Rolf Weber stellvertretend für die Ausbilder die Dynamik der Maßnahme.

Nach der Vorstellungsrunde wurde gemeinsam gekocht und gegessen und als Aufwärmtraining ein Sportturnier veranstaltet. Ausbilder und Jugendliche bildeten gemischte Mannschaften und konnten ihre Fähigkeiten in Darts, Tischkicker und Nageln unter Beweis stellen. Nach dem Abendessen schauten sich alle noch einen Film an, dann wurde die Nachtruhe eingeläutet. Am zweiten Tag hatte das Wetter ein Einsehen, so dass die geplante Wanderung in die Haselruh stattfinden konnte. Im Bad Orber Herbstwald wurden verschiedene Vertrauensspiele geübt und es wurden die Sinne geschärft. Das forderte zum einen eine hohe Konzentration, machte aber auch ordentlich Spaß. Für abends wurde der Grill in Gang gesetzt und Salate vorbereitet. Auch Pater Christian Vahlhaus, Einrichtungsleiter des Jugendbildungszentrums, ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe zu besuchen. Er brachte Simon Härting, ebenfalls Salesianer und Mitarbeiter einer Wohngruppe, mit. Toll war, dass sich auch die anderen Ausbilder der Werkstätten beim abendlichen Grillfest einfanden und so ein besseres Kennenlernen in gemütlicher, ungezwungener Atmosphäre möglich war. „Wir haben Lagerfeuer gemacht und Musik gehört, das war toll“, schwärmt Leon, der gerne noch einen Tag verlängert hätte.

Am dritten Tag war Alexander Geist vom "Team Ropes" mit von der Partie. Zum Thema Teamfindung und Vertrauen leitete er kooperative Spiele und Aufgaben an, die von jeweils gemischten Teams erfüllt werden sollten. So Manchem ging die Düse, als eine Leiter zu erklettern war, die in freier Bahn von den anderen gehalten wurde. Team und Gemeinschaftsgeist wurde deutlich durch die Hochseilaktion „fliegende Treppenstufen“ geschult: Nur wenn alle mithelfen, können die Stationen bewältigt werden, alleine geht nichts. Ein bisschen Akrobatik und war schon nötig, um sich vom sinkenden Schiff (ein schwingende Liane) auf Rettungsboote in Sicherheit zu bringen. Auch das war nur im Team zu schaffen. Doch in den nächsten zwei bis drei Jahren sind Vertrauen, Teamgeist und Gemeinschaft bedeutende Grundlagen, um durchzuhalten und zum Erfolg zu kommen – für alle Beteiligten.

Zum Abschluss waren alle noch gemeinsam Essen und Borislav, der zunächst mit großen Bedenken mitgefahren war, meinte positiv überrascht und guter Laune: „Die Leute kann man so ganz anders kennenlernen wie bei der Arbeit.“ Zurück in Sannerz ist auch Clarissa Deuker mehr als zufrieden: „Das hat allen gut getan, Ausbildern und Auszubildenden gleichermaßen. So kann es weitergehen, dann kriegen wir auch Durchhänger in den Griff.“

Regina Kriegsmann

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