Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Ein Don Bosco Fest der besonderen Art

Veröffentlicht am: 02. Februar 2010

Sannerz – Bei der Feier zu Ehren Don Boscos am Freitag, 29. Januar 2010, wurde im Jugendhilfezentrum Don Bosco Sannerz dem Gründer der Bewegung Johannes Bosco gedacht.
Um 11.30 Uhr war Schul- und Dienstschluss – alle trafen sich zum gemeinsamen Festessen, anschließend wurde Gottesdienst gefeiert und natürlich galt es wie immer die neuen Gesellen zu ehren: Jerome Sacher und Matthias Jaletzki hatten schon ihre Prüfung bestanden, auf das Ergebnis der Köche musste bis nach 16.00 Uhr gewartet werden.
Besonders war in diesem Jahr, dass sich die „Gruppe 2“ nach dem Umzug in das neue Gebäude umbenannte. Die Jugendlichen und ihre Erzieher hatten sich im Vorfeld mit dem Leben Don Boscos, seinen Begleitern und Begegnungen beschäftigt. Ihre Wahl fiel auf den Namen Magone, nachdem Mateusz, ein Jugendlicher aus der Gruppe, im Gottesdienst von Michele Magone – Bandenchef in Turin – berichtet hatte. Der Junge war kriminell, ging keiner Schlägerei aus dem Weg und schlug sich mit Diebstahl durchs Leben. Die Begegnung mit Johannes Bosco, der ihm andere Perspektiven für sein Leben aufzeigte und einen Wohn- und Werkstattplatz vermittelte, veränderte sein Leben. Doch war er auch zu alledem bereit! Mateusz und seine Mitbewohner finden den Namen passend, denn im Jugendhilfezentrum Don Bosco wird auch ihnen eine Chance geboten – unter der Voraussetzung, dass die Jugendlichen es wollen.
Mit einer spontanen Spendenaktion setzten Mitarbeiter und Jugendliche ein Zeichen der Solidarität mit den Erdbebenopfern in Haiti. Die Jungen der Gruppe Savio hatten sich die Homepage der Salesianer angesehen und erfuhren, dass in Port au Prince alle drei Einrichtungen der Salesianer durch das Erdbeben zerstört waren. Besonders geschockt waren sie von der Nachricht, dass sich 500 Schüler auf einmal unter den einstürzendem Gebäude begraben wurden. „Da müssen wir was tun“, meinte Mehmet und so wurde eine Spendenaktion im Gottesdienst durchgeführt. „Wir können nur helfen die Not zu lindern, an Aufbau ist noch gar nicht zu denken“, erklärt P. Harings die Situation vor Ort. Mitarbeiter und Jugendliche waren von den Schilderungen sehr betroffen und zeigten große Spendenbereitschaft. Einige Jugendliche bedauerten, dass gerade Monatsende sei und fragten, ob sie nächste Woche noch was spenden könnten. Einer gab sprichwörtlich den „letzten Pfennig“, indem den Inhalt seines Geldbeutels in die Spendenbox leerte. Nach der Auszählung kam der stolze Betrag von 516€ zusammen.

Beeindruckt hörten die Gottesdienstteilnehmer von der Aktion „Lichter erhellen die Nacht“, die von der Kirchengemeinde am gleichen Abend veranstaltet wurde. Eine Prozession führte an den Weihküppel, wo 500 Lichter zum Gedenken an die verschütteten Jugendlichen in der Don Bosco Einrichtung angezündet wurden.
(rk)