Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Freiwillige sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft

Veröffentlicht am: 17. Dezember 2009

Bonn – Zum internationalen Tag des Freiwilligen am 5.12 hat der Leiter des Freiwilligendienstes „Don Bosco Volunteers“ Br. Jean Paul Muller SDB auf den gesellschaftlichen Nutzen von Auslandsaufenthalten hingewiesen. Die Arbeitserfahrung in einem Entwicklungsland schärfe das Bewusstsein für soziale Probleme in der Einen Welt und vor der eigenen Haustür.
Br. Muller möchte den Einsatz bewusst als Lernerfahrung verstanden wissen: „Anders als bei der Entsendung von Fachkräften schicken wir junge Menschen vor allem zum Zuhören und Zeit haben in unsere Projekte. Durch die Konfrontation mit Armut und sozialen Problemen, aber auch mit Lebensfreude und Unbeschwertheit trotz materieller Not, erwerben die jungen Menschen wichtige Schlüsselqualifikationen, die sie fürs Leben stark machen. Ihr Engagement führen sie auch in Deutschland fort.“ Franziska beispielsweise hat nach ihrem einjährigen Freiwilligendienst in Gabun mit ihren Freunden von dort und aus Deutschland den Newsletter „Nachbarschaft“ gestartet - ein Forum um die Menschen beider Kulturkreise einander näherzubringen.
Auch der Einsatz junger Menschen aus Entwicklungsländern in Deutschland müsse möglich sein, die Freiwilligendienste sollen nicht als Einbahnstraße belassen werden, mahnt Br. Muller an. Hier sei, was die finanzielle Förderung durch das Entwicklungshilfeministerium angeht, noch viel zu tun. Große Fortschritte habe man mit Hilfe der Weltwärts-Förderung in der Vorbereitungszeit und der Begleitung während des Einsatzes gemacht: Besonders das Praktikum, das Don-Bosco-Volontäre in einem deutschen Don Bosco Jugendzentrum absolvieren, helfe trotz kultureller Unterschiede enorm. Dank des Einsatzes neuer Medien wie Internet-Blogs und Skype sei der Kontakt zu den jungen Menschen im Projekt einfacher geworden.
Nun gehe es darum, Strukturen vor Ort für die Arbeit mit Freiwilligen zu stärken. Br. Muller verweist auf die Ausbildung von Mentoren, um eine qualifizierte Betreuung sicherzustellen und Frust im Projekt zu vermeiden: „Wichtig ist für uns als Entsendeorganisation vor allem, ansprechbar zu sein, notfalls auch mitten in der Nacht. Alle Freiwilligen haben unsere Handynummern, die auch an die Eltern weitergegeben werden, wenn es vor Ort wirklich Probleme gibt. Neun Monate Vorbereitungszeit sind zwar lang, doch wie bei einer Schwangerschaft ist man nie auf alles vorbereitet“ Das kann Hannah (19) aus Aachen nur bestätigen. Im indischen Chennai fuhr sie letzte Woche mit 20 Kleinkindern zur Impfung ins Krankenhaus. „Da die Spritzen in die Beine gesetzt wurden und die Kinder am nächsten Tag nicht laufen konnten, musste ich sie den ganzen nächsten Tag zum Essen, ins Bett und auf die Toilette tragen“, erinnert sie sich. Ob ihr Berufswunsch – Lehrerin – einem Jahr Praxis in Indien stand hält, wird sich zeigen. „In jedem Fall möchte ich später etwas mit Kindern machen. Mit denen ist kein Tag wie der andere.“
(uf)

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