Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Für ein gutes Schulklima – gegen Mobbing: MOBBEN STOPPEN

Veröffentlicht am: 03. Dezember 2011

„Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat gemeinsam mit dem Landesschülerrat Bayern zwölf Schulen im Wettbewerb MOBBEN STOPPEN ausgezeichnet, die besonders nachhaltige, kreative und engagierte Projekte und Konzepte gegen Mobbing entwickelt und umgesetzt haben. „Schule muss ein Ort sein, an dem Kinder und Jugendliche angstfrei lernen, leben und aufwachsen können. Der Landesschülerrat hat mit MOBBEN STOPPEN einen Wettbewerb initiiert und durchgeführt, bei dem Schüler für Schüler eintreten und sich für ein Miteinander in gegenseitiger Anerkennung und Achtung stark machen“, so Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.
David Rappenglück, Landesschülersprecher, beschrieb die Zielsetzung des Landesschülerrates folgendermaßen: „Ziel des Wettbewerbes MOBBEN STOPPEN ist es, offen mit dem Thema Mobbing umzugehen. Wir möchten, dass auf diese Problematik, welche es an allen Schulen gibt, aufmerksam gemacht und darüber offen geredet wird. Nur so kann eine dauerhafte Lösung für das Problem des Mobbing gefunden werden.“ (Pressebericht Kultusministerium).
Diesen Grundgedanken hat das Sonderpädagogische Förderzentrum in Pfaffendorf aufgegriffen und in einem Anti-Mobbing-Tag umgesetzt.
Vertrauenslehrer und Schulmediator Christian Schad organisierte in Zusammenarbeit mit den Brose Baskets, der Polizei aus Ebern, Mitarbeiter des JHZ Pfaffendorf und dem MiB (Medienpädagogischer informationstechnischer Berater) der Schule, Herrn Geyer, den Anti-Mobbing-Tag am Sonderpädagogischen Förderzentrum (SFZ) Pfaffendorf.
Die Schülermitverwaltung äußerte in der zweiten Klassensprecherversammlung, dass sie mehr Verantwortung in den Schulpausen übernehmen könnten, damit es friedlicher auf dem Pausenhof zugeht. So wurde die Idee geboren, dass wir an unserer Schule Streitschlichter ausbilden. Im Januar begann die theoretische Ausbildung mit einem dreitägigen „Trainingslager“ für die potentiellen Kandidaten. Anschließend trafen sich die Streitschlichter wöchentlich, um ihre Kenntnisse und Fähigkeiten weiter zu schulen. Während dieser Zeit zeigte es sich für die Schüler immer mehr, dass Streitschlichter zwar gut und wichtig sind, aber dies alleine nicht ausreicht. Auf Initiative der Schulsprecherin Jenny Freibott, die auch 2. stellvertretende Regionalschulsprecherin ist, wurde das Projekt „Mobben Stoppen“ an der Schule vorgestellt. In zwei folgenden Klassensprecherversammlungen wurden zuerst Ideen in den einzelnen Klassen gesammelt, im Plenum zusammengetragen und von der Schülermitverwaltung Aufgaben verteilt.
In der Vorbereitung unseres Anti- Mobbing- Tages nahmen einige Lehrer und Erzieher gemeinsam an einer Einführung des „No Blame Approaches“ und „Streitschlichtungstages“ in Heilbronn teil. Ein wesentlicher Bestandteil für unseren Anti- Mobbing- Tag war, dass hier Schule und Heim eng zusammengearbeitet haben und sich auch für die Zukunft unterstützen.
Damit unser Anti- Mobbing- Tag einen gewissen Rahmen erhielt, stellten wir hier unsere ersten ausgebildeten Streitschlichter den Schülern vor. Ebenso wurden sie für ihre Leistung und die Bereitschaft als Mediatoren, die Schule zu einem gewaltfreieren Ort zu machen, geehrt. Anschließend ging es für die Schüler klassenweise in die einzelnen Workshops. So präsentierte die Polizei aus Ebern im Rahmen des PIT- Projektes (Prävention im Team) für die Klassen 5 und 6, Fallbeispiele und Verhaltensmöglichkeiten. Gleichzeitig wurden die Klassen 7 und 8 durch unseren MiB Bernd Geyer in das Themengebiet Cyber- Mobbing eingeführt. Die Streitschlichter stellten zusammen mit ihren Ausbildern Helga Söllner und Christian Schad die Ausbildung vor und zeigten anhand von konstruierten Fällen, wie eine Streitschlichtung abläuft. Außerdem konnten sich interessierte Schüler bereits für die Ausbildung der Streitschlichter im neuen Schuljahr bewerben und wurden von den aktuellen Streitschlichtern hierzu auf Eignung getestet. Der Erlebnispädagoge Matthias Kropp leitete in der Zwischenzeit einen Sinnesparcours, in dem es besonders darum ging, sich auf jemanden anderes zu verlassen, wenn man z.B. „blind“ einen Hindernislauf absolvieren musste. Ebenso wurden die Sinne geschärft als es darum ging, in Fühlboxen, Gegenstände und Ähnliches zu ertasten. Besonders erfreulich war es, dass die Brose Baskets, wir sind seit dem Schuljahr 2009/ 2010 Partnerschule, sich bereit erklärten, uns hierbei mit einem Teambuilding- Projekt zu unterstützen. Abgerundet wurde unser Anti- Mobbing- Tag durch Schautafeln und Plakaten zu „Was ist Mobbing?“ und „Wie kann ich Mobbing vermeiden?“, die von Schülern der 7. und 8. Jahrgangsstufe angefertigt wurden. Hierbei erhielt jeder Schüler einen Fragebogen, den er mit Hilfe der Plakate ausfüllen konnte. Aufgrund des großen Zuspruches von Seiten der Schüler, werden wir nun jedes Jahr, neben der Streitschlichterausbildung, einen Anti- Mobbing- Tag durchführen, um das „WIR“- Gefühl an der Schule und im Heim noch zu verstärken!

 

(Christian Schad)

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