Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Große Begeisterung beim Don Bosco Fest im Jubiläumsjahr in Waldwinkel

Veröffentlicht am: 02. Februar 2010

Aschau-Waldwinkel – Am Freitag, 29. Januar 2010, feierten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Don Bosco-Jugendwerke von Mettenheim und Waldwinkel sowie die Jugendlichen des Berufsbildungswerkes ihr Fest zu Ehren Don Boscos, dem auch diese Einrichtungen letztlich ihre Existenz verdanken.
P. Claudius Amann, Direktor des Klosters Benediktbeuern, hatte den Vorsitz bei der Eucharistiefeier und hielt auch die Predigt, wobei er auf die Sehnsucht der Menschen nach Liebe und Beständigkeit einging, welche u. a. in den modernen Schlagern ihren Ausdruck finden. Das Motiv des bei Jugendlichen bekannten Musik-Videoclips von Cassandra Steen und Adel Tawil „Ich bau‘ eine Stadt für Dich aus Glas, Gold und Stein“ findet sich bereits im Kapitel der Offenbarung des hl. Johannes: „In dieser Stadt stehen die Tore offen und die Straßen, die hinaus führen, führen auch wieder hinein.“ P. Claudius führte nach eingespielten und in den Kirchenraum übertragenen Musikpassagen weiter aus, dass eben auch eine Beziehung nicht auf einer „Einbahnstraße“ aufbauen könne. Der Chor des Berufsbildungswerkes unter der Leitung von Clara Grünzweig umrahmte den Gottesdienst mit modernen geistlichen Liedern, die zum Großteil von Kathi Stimmer-Salzeder stammen.
Zum Festgottesdienst am Sonntag, 31. Januar, dem eigentlichen Gedenktag des Turiner Heiligen, kam der Salzburger Erzbischof Dr. Alois Kothgasser. Vor seiner Ernennung zum Bischof von Innsbruck 1997 war er Professor und Rektor der Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern. Einer seiner Schüler war damals auch Direktor P. Bernhard Stiegler, für den er 1990 die Primizpredigt gehalten hatte.
Bei seiner Predigt erzählte der Salesianerbischof einige Episoden und Ereignisse aus seinem geistlichen Lebensweg. Das Studium absolvierte Kothgasser in der Heimat Don Boscos, in Turin, bevor er als Lehrer der Theologie an die päpstliche Universität der Salesianer nach Rom kam und dort eine internationale Hörerschaft hatte. 1982 wurde er dann als Professor für Dogmatik nach Benediktbeuern gerufen, wo er bis zu seiner Bischofsweihe den deutschsprachigen Ordensnachwuchs und auch zahlreiche Laientheologen mitprägte. Im Jahre 2002 hatte ihn das Salzburger Domkapitel zum Nachfolger von Erzbischof Eder gewählt und so zog er von Innsbruck nach Salzburg um.
Erzbischof Kothgasser nahm auch Bezug auf die historischen Verbindungen zwischen der hiesigen Kirchenlandschaft mit der Salzburger Diözese, welche er als langjähriger „Wahloberbayer“ mit großem Interesse erkunde. Die Begeisterung für Don Bosco und den von ihm gegründeten Orden fand Kothgasser bereits als Schüler im Gymnasium in Unterwaltersdorf bei Wien. Die zahlreichen Gottesdienstbesucher konnten sich davon überzeugen, dass Kothgasser auch als Erzbischof diese Begeisterung noch immer in sich trägt und prägt.
Nach dem Festgottesdienst waren alle Besucher in den großen Speisesaal des Berufsbildungswerkes zum Bayerischen Buffet eingeladen. Die Jugendblaskapelle von Aschau sorgte während der Begegnung mit dem Erzbischof und während des Essens für festliche Stimmung.
Um 13.15 Uhr fand im Don Bosco Saal ein Festakt mit kleinen Theatereinlagen, einer Fotoschau mit Bildern von damals bis heute (dargeboten von Johannes Borchardt) und einer Videoaufzeichnung (ausgestrahlt auf RTL am 18. Dez., über Don Bosco und das Wirken der Salesianer heute) statt.
Das Salesianische Jugendhilfswerk „Waldwinkel“ wurde vor 60 Jahren gegründet und so war das diesjährige Don Bosco Fest quasi die Auftaktveranstaltung zur Jubiläumsfeier.
(pbs)