Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Haiti: Hilfe aus ganz Deutschland

Veröffentlicht am: 08. Februar 2010

Bonn/Port-au-Prince – Drei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti leisten die Salesianer Don Boscos vielfältige Hilfen für die Menschen in Not. Regelmäßige Hilfsgütertransporte zwischen La Vega/Dominikanische Republik und Port-au-Prince wurden eingerichtet. Die Menschen, die ihre Familien, ihre Häuser und ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, sind dringend auf die Hilfsgüter angewiesen. Inzwischen werden die Lieferungen der Salesianer auch in der Cité Soleil, dem größten Slum der Hauptstadt, verteilt. 3500 Menschen haben auf dem Don Bosco Gelände in Thorland nahe Port-au-Prince in Zelten Unterschlupf gefunden. Weitere Zelte werden in den nächsten Tagen geliefert, um noch mehr Menschen Schutz zu bieten. Hier erschweren Lieferengpässe die Beschaffung.

Auch der Unterricht hat in den Trümmern provisorisch wieder begonnen. Den Kindern und Jugendlichen wird damit ein Stück Alltag zurückgegeben. Da alle Schulmaterialien zerstört oder geplündert wurden, sendet Don Bosco Bonn 900 „Schools in a box“ – Schulmaterialien wie Stifte, Blöcke, etc. für je einen Lehrer und 40 Schüler nach Haiti. Eine solche Box kostet rund 55 Euro und bildet die Basis für den Schulunterricht. Dieser ist besonders wichtig, um den traumatisierten Kindern wieder einen strukturierten Alltag zu geben.

Ein italienisches Marineschiff mit einer Krankenstation und 200 Experten für Bau und Infrastruktur an Bord ist zudem in der Hauptstadt angekommen. Sobald sich die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser normalisiert hat, soll der Übergang von der Direkthilfe zum Wiederaufbau erfolgen.

Die Solidarität der Menschen in Deutschland mit den Opfern der Erdbebenkatastrophe ist weiterhin ungebrochen. Dennoch belaufen sich grobe Schätzungen der Salesianer auf Kosten in Höhe von mindestens 50 Millionen Euro, sollten die Don Bosco Strukturen wieder genauso aufgebaut werden. Jeder Euro zählt!

Hier finden Sie einige Beispiele der geleisteten Unterstützung:
• Ein Friseursalon in Essen hat an zwei Montagen (normalerweise Ruhetag) das Ladenlokal geöffnet und den Erlös für die Opfer in Haiti gespendet.

• Zahlreiche Schulen haben Kuchenverkäufe organisiert und Gelder gesammelt. Besonders erwähnen möchten wir hier die Christopherusschule in Bonn Tannenbusch. Die Förderschule für körperliche und motorisch eingeschränkte Kinder war eine der ersten Schulen, die ihre Unterstützung zusagten.

• Im Werner von Siemens Gymnasium Weissenburg gibt es in der Mensa eine Woche lang kreolische Küche. Außerdem kann man bei einem Haiti-Quiz auf der Homepage der Schule mitmachen.

• Die Mambofactory aus Augsburg hat eine Tanzmatinee veranstaltet und Sammelbüchsen in der Stadt aufgestellt. Eine Bonner Skatrunde hat ihre Skatkasse zugunsten der Menschen in Haiti aufgelöst.

All diese Aktivitäten und Solidaritätsaktionen sind nicht nur eine wichtige finanzielle Hilfe für den Wiederaufbau, sondern sie geben den Menschen in Port-au-Prince auch neue Kraft. Ganz herzlichen Dank allen Unterstützern!

Das Bonner Hilfswerk ruft weiterhin zu Spenden für die Opfer der Katastrophe auf:

Don Bosco Jugend Dritte Welt e.V.
Konto 870 005
Sparda-Bank West
BLZ 370 605 90
Stichwort: Haiti

(as)