Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

„Ich nehme die Herausforderung an“ – Heiko Schreiber wird Leiter der Beruflichen Bildung im Jugendhilfezentrum Sannerz

Veröffentlicht am: 02. Februar 2010

Sannerz – Daniel Meitzner überraschte Mitte Januar seine Mitarbeiter und Auszubildenden mit der Nachricht, dass er zum 01. Februar 2010 Leiter der Don Bosco Einrichtung in Pfaffendorf wird. Bereits vor Weihnachten hatte ihn der Provinzial der Salesianer in Deutschland, P. Grünner, für diese Aufgabe angefragt.
Zunächst bat sich Meitzner Bedenkzeit aus. Die Aufgabe reizte ihn zwar, doch für eine Familie mit zwei Kinder bedeutet ein Umzug von Fulda nach Pfaffendorf eine große Umstellung. Er meldete sich beim Einrichtungsleiter P. Harings im Jugendhilfezentrum mit den Worten „Ich nehme die Herausforderung an“ zurück.
Nachdem Meitzner in seiner Heimat Thüringen in einem Projekt für Schulverweigerer mitgearbeitet hatte, ist er nun seit knapp vier Jahren in Sannerz. Dazu meint der gelernte Sozialpädagoge: „Nun kehre ich in ein mir bekanntes Feld zurück.“ Das Jugendhilfezentrum Dominikus Savio in Pfaffendorf besteht zum einen aus einem Heilpädagogischen Heim mit einer Tagesstätte und zum anderen aus einem Sonderpädagogischen Förderzentrum mit schulvorbereitenden Einrichtungen und einer Grund- und Hauptschule zur Erziehungshilfe.
Die vakante Stelle des Leiters Berufliche Bildung im Jugendhilfezentrum Don Bosco Sannerz übernimmt Heiko Schreiber. Der Tischlermeister arbeitet dort seit neun Jahren als Ausbilder in der Schreinerei. Zudem ist er Lehrbeauftragter an den Beruflichen Schulen in Schlüchtern und wird überwiegend im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und im ersten Ausbildungsjahr der Tischler eingesetzt. Schreiber hat erst vor einem Jahr praxisbegleitend einen Meistertitel als Drechsler erworben. In der Holzwerkstatt vermittelt er den Jugendlichen Grundkenntnisse – und damit eine zusätzliche Qualifikation. Im Sommer 2009 nahm er die inzwischen bundesweit anerkannte Ausbildung als Berufspädagoge in Angriff. In diesem Rahmen werden beispielsweise Konzepte zur Bearbeitung von Drogen- und Alkoholproblematik am Arbeitsplatz entwickelt. Schreiber bleibt jedoch nicht bei der Theorie sondern setzt die Kenntnisse und Erfahrungen in der Praxis des Jugendhilfezentrums um. Al dies sowie seine intensiven Kontakte zu den Kammern, den Betrieben im Umfeld und die hohe Anerkennung der Kollegen der Einrichtung ließen P. Harings keinen Moment zögern, ihn bezüglich der Nachfolge anzufragen.
Heiko Schreiber sagte mit Einschränkung zu: Den Unterricht an den Beruflichen Schulen wird er mindestens bis zum Sommer fortführen. Hier stehen größere Umstrukturierungen an und er will die Kollegen an der Schule nicht im Regen stehen lassen.
In den Ausbildungswerkstätten wurde die Nachricht erfreut aufgenommen, die Auszubildenden des ersten Lehrjahres dagegen ließen die Köpfe hängen. Schreiber beruhigt sie: „Ich bin ja nicht weg, sondern nur an einem anderen Platz. Ihr könnt weiterhin mit meiner Unterstützung rechnen.“
(rk)