Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Jugendliche pilgern mit Politik und Kirche

Veröffentlicht am: 14. Dezember 2018

Stuttgart - Neben dem bekannten Jakobs-Weg gibt es noch weitere Pilgerwege, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart wird in besonderer Weise der Martinus-Pilgerweg gepflegt, der vom Geburtsort des Hl. Martin in Ungarn durch verschiedene europäische Länder bis hin nach Tours führt. Dem Bischof von Rottenburg-Stuttgart ist Martin von Tours, der Patron des Bistums, ein besonderes Anliegen. Er ist nicht nur ein bedeutender Heiliger der Kirchengeschichte. Durch sein gesamtes Wirken hat er Spuren gelegt für ein Europa der Nächstenliebe, der Geschwisterlichkeit und der Toleranz.

So war es folgerichtig, dass sowohl Bischof Gebhard Fürst als auch der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, sich am Tag vor dem 1. November auf den Martinusweg machten, quer durch Stuttgart. Und sie taten dies mit anderen Mitpilgern. Besonders eingeladen waren die jungen Menschen der Stadt. Jugendpfarrer P. Jörg Widmann und Br. Matthias Bogoslawski hatten Jugendliche gewonnen in ihren Herbstferien einen Teil des Weges mit dem Bischof und dem Ministerpräsident zu gehen. Bei wunderbarem Herbstwetter war dies eindrucksvolle Gelegenheit für viele Gespräche und auch mit unkomplizierten Begegnungen zwischen Jugend auf der einen Seite und Politik und Kirche auf der anderen Seite. 

In seiner Ansprache beim Mittagessen wies Ministerpräsident Kretschmann darauf hin, dass der Hl. Martin gerade im heutigen Europa, in einer Zeit der Flüchtlingskrise und der Staatsschulden für die Tugend des Teilens und der Solidarität steht. Wie kein Heiliger verbindet er unterschiedliche Staaten Europas und symbolisiert deren innere Einheit. Für die Jugendlichen war dieser Tag mehr wert als mancher Geschichtsunterricht in der Schule. Große Politik und authentische Vertreter. Begeistert und bewegt kehrten sie nach Hause zurück.

P. Jörg Widmann