Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Leitender Oberarzt Dr. Mark Keil im Jugendhilfezentrum Don Bosco - Fortbildungsveranstaltung zu Psychischen Störungsbildern

Veröffentlicht am: 01. Dezember 2010

Sinntal-Sannerz, 22. November 2010 - Eine bunte und sehr interessierte Teilnehmerschar fand sich am 22.11. zur Mittagszeit im Festsaal des Jugendhilfezentrums Don Bosco Sannerz zu einem medizinischen Vortrag ein.
Dr. Mark Keil, leitender Oberarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Fulda war als Referent zur Thematik „Psychische Störungsbilder“ eingeladen und sollte den Mitarbeiter/innen Einblick in die Erkrankungen sowie Ratschläge im Umgang mit erkrankten Menschen insbesondere Kindern und Jugendlichen geben.
Im Vorfeld hatten die Erzieher der Wohngruppen Störungsbilder gesammelt und beschrieben insbesondere von Jugendlichen, bei denen große Ratlosigkeit über die Umgangsweise und Wege der Förderung bestehen.
Dabei stand vor allem die Frage im Vordergrund, ob man in einer pädagogischen Einrichtung den jungen Menschen mit psychischer Störung gerecht werden kann oder sie in einem psychiatrischen oder heilpädagogischen Kontext besser aufgehoben wären.
Regina Kriegsmann, Erziehungsleiterin in Don Bosco, begrüßte Dr. Keil und erinnerte ihn an sein Versprechen, die Teilnehmer nicht mit medizinischen Fachbegriffen zu überfordern. Dies versprach Dr. Keil, warnte aber davor, zu viele Erwartungen in Bezug auf Lösungsvorschläge von ihm zu erwarten. Auch in der Psychiatrie seien viele Diagnosen erst nach langen Beobachtungen, unterschiedlichen Befragungen und Testungen festzustellen.
Die folgenden drei Stunden waren lebendig und spannend gestaltet. Herr Dr. Keil verstand es die Krankheitsbilder ADHS, Psychosen, affektive Störungen, Depression sowie multiple Persönlichkeitsstörungen sehr anschaulich darzustellen und mit Beispielen aus der Praxis zu verdeutlichen. Besonders wichtig war für die teilnehmenden Fachkräfte aus den Wohngruppen, den Ausbildungswerkstätten sowie der Erziehungshilfeschule der Einrichtung und den Lehrkräften von den Beruflichen Schulen Gelnhausen (Fachbereich Metall und Ernährung) und Schlüchtern (Fachbereich Holz und Farbe) die Frage nach dem Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die sich akut in dem Störungsbild befinden. Dr. Keil gab dazu gute Anregungen und versorgte die Teilnehmer mit einem Skript zum Vortrag.
„Eine gelungene Veranstaltung“, resümierte Regina Kriegsmann, „vor allem auch, weil sich Ausbilder, Erzieher und Lehrkräfte aus ihrer je unterschiedlichen Sicht sehr gut ergänzen und bereichern können.“ Zwischen dem Jugendhilfezentrum Don Bosco Sannerz und der Kinder- und Jugendpsychiatrie Fulda soll die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden. Die stationäre Klinik im Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda soll im Sommer eröffnet werden, der Main-Kinzig-Kreis und somit die Jugendhilfeeinrichtung werden diesem Versorgungsbereich angehören.

(Regina Kriegsmann)

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