Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Marianum auf Wallfahrt zur Maria-Hilf-Kirche in Speiden/Zell

Veröffentlicht am: 01. Juli 2019

Buxheim - Der Tradition Don Boscos folgend verehren und feiern wir im Marianum als Salesianer Don Boscos zusammen mit Gymnasium und Pfarrei Buxheim Maria als „Hilfe der Christen“. In diesem Jahr verbanden wir das Fest wieder mit einer Wallfahrt für alle Altersgruppen an einen Maria-Hilf-Wallfahrtsort. So brachen wir an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 30.5.2019, auf zum Besinnungsweg GE(h)ZEITEN, um Zeit und Werte zu erfahren. Der Themenweg bei Nesselwang mit sechs Meditations-Stationen lud zur inneren Einkehr ein. Ziel war die Schaffung eines Erfahrungsraums jenseits der alltäglichen Hektik und Zeitnot, und doch gleichsam mitten im Leben. Sich über transzendente Inhalte, über seine eigenen Werte und Vorstellungen klar zu werden, darin mündete der Weg. An jeder der „Haltestellen“ regte ein ausgesuchter Text zum Nachdenken an und war so eine Anleitung zur persönlichen Sinn- und Naturerfahrung. Ob meditativ oder aktiv blieb jedem Besucher selbst überlassen. GE(h)ZEITEN ist mittlerweile mit Recht weit über Bayern hinaus bekannt.

Als nächste Station ging es weiter zur Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Speiden mit der Gnadenkapelle. In der hügeligen Landschaft des Allgäuer Alpenvorlandes liegt Speiden mit seiner weithin berühmten Gnadenkapelle und Wallfahrtskirche Maria-Hilf. Der Ursprung der Wallfahrt geht auf eine Begebenheit aus dem Dreißigjährigen Krieg zurück. Christian Steinacher, Bewirtschafter der hohenfreibergischen Sölde in Speiden, beherbergte drei Reiter des Schlickschen Regements. Nach deren Pesttod erfuhr Steinacher von der Barmherzigkeit der Soldaten gegenüber seiner Tochter und stellte an deren Grab einen Bildstock der Gottesmutter als Helferin in der Not auf. Kurze Zeit darauf, 1635/36 erbaute er an der gleichen Stelle eine Kapelle. Bereits beim Bau der Kapelle ereignete sich die erste Gebetserhörung. Bis heute werden viele Erhörungen und Heilungen bezeugt, wie die Messnerin aus der eigenen Familie eindrucksvoll belegen konnte. Mit der Wallfahrtskirche Mariahilf bei Passau (1622) zählt Speiden zu den ältesten Maria-Hilf-Wallfahrtsorten.

Der größte Teil der Gruppe erkundete am Nachmittag den Allgäuer Bier- und Käseweg. Es war eine wahrliche Genusstour für Gaumen und Augen. Von der Brauerei Maria Hilf in Speiden mit seinen Bieren „Erleuchtung“ (das „Helle“) oder „Schwarze Madonna“ (das „Dunkle“) führte der Weg stets mit bestem Ausblick in die Allgäuer Alpen zur Käserei Lehern. Auf der gemütlichen Wanderung ließen Schautafeln regionale Spezialitäten entdecken. Käse und Bier konnten direkt vom regionalen Produzenten am Ausgangs- bzw. Zielort genoßen werden - eine echte Gaumenfreude.

Eine kleine Gruppe machte sich auf den Weg zum Burgenmuseum Eisenberg – Zell. Nachdem die Erhaltungsmaßnahmen auf der Ruine Eisenberg immer mehr Funde zu Tage förderten, entschloss sich der dortige Burgenverein Eisenberg zusammen mit der Gemeinde zur Einrichtung eines Burgenmuseums. In fünf Themenräumen und einem Medienraum wurden die Forschungsergebnisse rund um die Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg präsentiert. Anhand ausgewählter Grabungsfunde und bildhafter Inszenierungen konnte u. a. der Bau und Niedergang von Burg und Rittertum informativ und anschaulich erfahren werden. Die Ausstellung mit speziellen "Kinder-Stationen" für Groß und Klein war ein lohnender Besuch.

P. Erhard Staufer

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