Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Salesianer feiern Abschluss der Wallfahrt „Don Bosco kommt zu uns“ mit Generaloberem

Veröffentlicht am: 28. Dezember 2012

Bonn - Rappelvoll war es am Freitag, den 28. Dezember in der Bonner Pfarrgemeinde St. Winfried, die zur letzten Etappe der Wallfahrt „Don Bosco kommt zu uns“ durch Deutschland die Don Bosco Familie sowie Freunde und Förderer Don Boscos eingeladen hatte. Den ganzen Dezember lang war die gut 1,60 m große Bronzestatue des heiligen Johannes Bosco durch Deutschland gereist und hatte an insgesamt 33 Stationen Halt gemacht. Überall dort waren die Menschen eingeladen, sich mit dem Leben und Werk Johannes Boscos auseinanderzusetzen und sich von Don Bosco „berühren“ zu lassen.

Doch an diesem Tag war das nicht der einzige hohe Besuch: Überraschend hatten sich auch der Generalobere der Salesianer Don Boscos, Don Pascual Chavez, und sein Vikar, Don Adriano Bregolin, angekündigt. Chavez steht seit über zehn Jahren an der Spitze der zweitgrößten männlichen Ordensgemeinschaft, der Salesianer Don Boscos, die, wie er in seiner Predigt betonte, die weltweit größte Ausdehnung der katholischen Kirche in über 132 Länder der Welt geschafft hat. Nahezu alle Länder, in denen die Salesianer als Sozialarbeiter, Priester, Lehrer und Erzieher tätig sind, lagen schon auf der Route der Don-Bosco-Statue, so etwa Argentinien, Ost-Timor, Kenia und Kuba.

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In seiner Predigt verwies Chavez auf drei zentrale Botschaften, die Johannes Bosco einzigartig machten. Er glaubte an die Jugendlichen und nahm sich ihrer an, als weder Kirche noch Gesellschaft ihnen einen Platz zugestanden. Zweitens setzte er ganz auf die Erziehung. Und zum dritten schuf er das Präventivsystem, dass in seiner erzieherischen Logik Jugendliche davor bewahren möchte, vom Wege abzukommen.

Ein Schmunzeln ging durch die Reihen der über 250 Besucher, als Chavez seine italienische Predigt unterbrach und auf Deutsch erneut unterstrich, das Erziehen „eine Kunst“ sei, die Johannes Bosco beherrscht habe wie kaum ein Zweiter. Chavez unterstrich, die Salesianer seien Träumer und ein ebensolcher Träumer und Visionär sei auch Pater Karl Oerder. Der langjährige Pfarrer und Missionsprokurator feierte in dieser Messe seinen Abschied.

Nach 34 Jahren wechselt der aus dem oberbergischen Linde stammende Ordensmann aus Altersgründen von Bonn nach Jünkerath (Eifel). Seine Passion für die Ärmsten, für die vielen Jugendlichen in ärmeren Teilen der Welt, für die er in Deutschland Unterstützung organisierte, habe ihn zu einem wahren Nachfolger Don Boscos werden lassen.

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Chavez schloss seine Predigt mit einem Appell, auch weiter den Salesianern und den ihnen anvertrauten Jugendlichen nahe zu bleiben. „Don Bosco sagte damals, ich brauche Euch alle - auch wir, auch ich, brauchen Euch alle!“

Am 28. Dezember feiert die Kirche den Tag der unschuldigen Kinder. Der Verweis auf zahlreiche Missachtungen der Rechte von Kindern und Jugendlichen heute noch zog sich durch die Messe und wurde besonders in den Fürbitten deutlich. Pater Josef Grünner, Provinzial der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos, dankte dem Generaloberen für seinen Besuch, besonders aber für sein „Geschenk“ einer Wallfahrt auf der ganzen Welt.

Nach der Messe lud Pater Clemens Schliermann, seit August neuer Missionsprokurator in Bonn, alle Gäste zu Begegnung und Imbiss ins Gemeindezentrum ein.

           

(Ulla Fricke)

           

Weitere Informationen zur Wallfahrt der Don-Bosco-Statue durch Deutschland finden Sie hier.

Fotos: Andreas Mesli/Don Bosco Mission

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