Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Statue Don Boscos würdig empfangen

Veröffentlicht am: 17. Dezember 2012

Vilsbiburg - Der Besuch der Don Bosco-Statue in der Bergkirche gab dem Hochfest der ohne Erbsün­de empfangenen Gottesmutter Ma­ria eine besonders feierliche Note.

 

Die vielen Gottesdienstbesucher konnten die Freunde spüren, mit der die Salesianische Familie ihren Pa­tron empfing. Begleitet wurde die Bronzefigur von Pater Reinhard Gesing, Salesianer-Provenzial Pater Josef Grünner zelebrierte mit ihm und den Seelsorgern vom Berg, Wallfahrtsdirektor Pater Joachim Rathgeber und Pater Herbert Mül­ler, den Festgottesdienst.

 

„Das heutige Marienfest hat eine lange Tradition. Was Gott an Maria bewirkt hat, gibt uns als gläubigen Christen Hoffnung und Zuver­sicht“, sagte Provinzial Grünner in seiner Einführung. Der Zelebrant erinnerte die Gläubigen in der voll­besetzten Kirche, dass Don Bosco genau am 8. Dezember 1841 sein großes Jugendwerk begonnen habe. In seiner Predigt blendete er in die Biografie des Johannes Bosco zurück, den eine charismatische päda­gogische Begabung auszeichnete, mit der er die Herzen der vernach­lässigten Jugend gewann. In kürzes­ter Zeit sammelte der begnadete Erzieher die verwahrlosten Jugendli­chen Turins um sich, um ihnen Lie­be, Bildung und später eine Ausbil­dung zu geben. Don Bosco setzte sein ganzes Vertrauen in die Fürbit­te der Gottesmutter, die ihn durch alle Schwierigkeiten beim Aufbau seines riesigen Werkes führte.

 

„Gott baut auch auf uns, dass wir unsere Talente für die Menschen einset­zen“, folgerte der Prediger. Ein­dringlich ermutigte Pater Grünner seine Zuhörer, den Auftrag des Evangeliums ernst zu nehmen.

 

In den Fürbitten bat die Gottes­dienstgemeinde um kompetente Er­zieher und Pädagogen, aber auch um den guten Geist für die Christen, damit sie die Gesellschaft verant­wortungsbewusst mitgestalteten. Am Schluss des Gottesdienstes sprach ein Jugendlicher, der Minis­trant Thomas Samberger, ein zeit­gemäßes, beeindruckendes Gebet vor der Statue Don Boscos, verfasst von Pater Reinhard Gesing. Dieses Gebet sprach die Probleme und Nöte der heutigen jungen Menschen an. So lautete eine Passage: „Einen guten Freund brauchen wir, einen, der uns zuhört, der uns nimmt, wie wir sind und uns Hoffnung macht“.

 

Der Sprecher bat auch für die vie­len Jugendlichen, die keiner will, die auf der Straße leben, die keine Ausbildung schaffen und „an der Nadel hängen“.

 

Der gute Vortrag des Gebetes und seine realistischen Texte ließen keinen der Gottesdienstbesucher unberührt. Eugen Polster begleitete die Gesänge an der Orgel, der kirchliche Rundfunk­sender „Radio Horeb“ übertrug die ansprechende Eucharistiefeier.

 

Die Statue des heiligen Johannes Bosco strahlt Dynamik und Leben­digkeit aus. Don Bosco ist fröhlich, aber zugleich voller Würde, umge­ben von vier Jugendlichen, darge­stellt. Die Figur vermittelt die vä­terliche Güte des großen Pädago­gen, der sich den Jugendlichen um ihn liebevoll zuwendet. Dem Künstler Mauro Baldessari ist damit eine besonders aussagekräftige Darstel­lung des Heiligen gelungen.

Martha Berger, Vilsbiburger Zeitung