Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Stuttgarter Jugendliche zu Pfingsten in Taizé

Veröffentlicht am: 11. Juni 2019

Stuttgart - Sowohl in der Woche nach Pfingsten als auch in der Woche nach Ostern pilgern Jugendliche aus Deutschland schon traditionell nach Taizé, in ein kleines Dorf in Burgund. Dort wird in diesen beiden Wochen überwiegend deutsch gesprochen. Manchmal denkt man, dass die Diözese Rottenburg-Stuttgart ihren Arbeitsschwerpunkt in dieser Zeit nach Frankreich verlegt hat. Aber Tradition ist ja ein gutes kirchliches Prinzip. Und so sind wir aus Stuttgart wieder mit Jugendlichen auf den Spuren des Gründers der Gemeinschaft Frère Roger und seines Nachfolgers Frère Alois (der selbst seine Wurzeln in Stuttgart hat) unterwegs gewesen, um in den eigenen Lebensspuren, in den Spuren Jesu zu wandeln, nach Seinen Spuren im Leben der jungen Menschen zu suchen. Dieses Mal waren überwiegend Firmbewerber aus verschiedenen Kirchengemeinden Stuttgarts dabei.

Auf die Frage eines deutschen Taizé-Mitbruders an die Jugendlichen nach dem Typischen für Taizé, was sie daheim erzählen würden, da kamen vier Schlagwörter, die das bezeichnen, was dort gelebt und erlebt wird: Freude am Miteinander, Gemeinschaft untereinander, beim Singen zur Ruhe kommen und das Gebet neu entdecken. Und dann gibt es Dinge, die es so wirklich nur in Taizé gibt. Nicht nur die wunderbare Atmosphäre, die Lieder oder das schon bekannte wirklich einfache Essen und das Schlafen in so genannten Baracken. Auch „aktives Anstehen“ kennen alle Taizé-Pilger aus ihren Tagen dort. Aktives Anstehen an der Essensausgabe, im Oyak, dem Treffpunkt zwischen den Gebetszeiten und auch in den Gottesdiensten.

Gastgeber in Taizé ist eine ökumenische und internationale Gemeinschaft von über 100 Brüdern, deren Prior aus Stuttgart stammt. In Taizé bereiten sich Woche für Woche junge Menschen auch darauf vor, zu Hause Verantwortung zu übernehmen, um Frieden und Vertrauen zu stiften. Die Jugendlichen gehen - nicht zuletzt durch Bibeleinführungen, Glaubens- und Lebensgespräche und gemeinsame Gottesdienste - verändert zurück nach Hause. Sie haben neue Freunde kennengelernt und viele haben den Wunsch wiederzukommen. Und planen schon ein Wiedersehen 2020.

P. Jörg Widmann SDB