Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Stuttgarter „Nacht der Lichter“ in im Zeichen von Terror und Flucht

Veröffentlicht am: 01. Dezember 2015

Stuttgart – "Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, Christus, meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht." Mit diesem Lied begann die diesjährige "Nacht der Lichter" am Sonntag, den 15. November um kurz nach 19 Uhr in der Domkirche St. Eberhard in Stuttgart. Die große ökumenische Taizé-Andacht stand von Anfang an im Zeichen unserer aktuellen Lage in der Welt, der Flüchtlingskrise und der Geschehnisse der letzten Tage in Paris. Schon mit der Eröffnung der Andacht wurde ein Zeichen gesetzt, in dem angekündigt wurde, dass die Texte der Heiligen Schrift außer auf Deutsch, zusätzlich noch von einem jungen Flüchtling aus Syrien und einen jungen Mann aus Gambia auf ihren jeweiligen Muttersprachen vorgelesen wurden.

Während der Andacht spürte man die Nachdenklichkeit der Menschen, da es viele Gebete gab, die in Richtung Frankreich gingen und den Leuten aufzeigten was momentan passiert. Auch während der sieben Minuten andauernden Stille war klar zu erkennen, wie besonnen und in sich gekehrt die Stimmung bei jung und alt war. Wenn jedoch die Musik einsetzte und die Menschen zusammen anfingen zu singen war eine unglaubliche Energie zu spüren, eine Zuversicht, ein Vertrauen in unseren Gott und ein Miteinander aller Christen und Menschen in der Kirche, unabhängig von Herkunft und Abstammung.

Nachdem die Lesungen und Gebete vorbei waren, wurde, wie bei Taizé-Gebeten auch üblich, das Kreuz vor den Altar gelegt und jeder der wollte konnte davor kniend mit der Stirn auf dem Kreuz nochmal in das stille Gebet übergehen.

Obwohl zu diesem Zeitpunkt der offizielle Teil des Gottesdienst vorbei war und es den Leuten frei stand zu gehen, verließ kaum jemand die Kirche, sondern fast alle sangen zusammen mit dem Chor weiter, während eine große Zahl junger und alter Menschen vor dem Kreuz niederknieten.

Nachdem der Chor das letzte Lied gesungen hatte und keiner mehr vor dem Kreuz betete, war die Andacht vorbei, die Menschen stimmten jedoch von alleine weitere Gesänge an und fast die ganze Kirche stimmte ein. Selbst beim Verlassen der Kirche sangen die Leute noch ihre Lieder.

In diesen Momenten war am stärksten spürbar wie viel Sicherheit und Vertrauen diese Andacht den Menschen gegeben hatte, wie schon im ersten Lied gesungen wurde"Christus meine Zuversicht auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht".

Die Erlöse der Spenden der Nacht der Lichter gehen an ein Flüchtlingsprojekt der Caritas und versuchen so den Menschen, denen es nicht so gut geht, die nach Terror und Flucht eine neue Heimat suchen, ein wenig von dem Glück und der Hoffnung zu geben, die in dieser Gebetsstunde spürbar wurde.

Florian Schulz

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