Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Steckbrief

Mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, hat Monika Glaser schon immer Spaß gemacht: Durch das Engagement in ihrer Berliner Heimatgemeinde lernt sie Pater Albert Krottenthaler kennen und mit ihm die Salesianer Don Boscos. Die heute 30-jährige Religionswissenschaftlerin ist schnell von der Spiritualität und dem Wirken Don Boscos begeistert. 2012 legt sie ihr Versprechen als Salesianische Mitarbeiterin Don Boscos (SMDB) ab, 2017 übernimmt sie die Aufgabe als Provinzkoordinatorin der Laiengemeinschaft.

Was ist Ihr Lieblingszitat von Don Bosco?
„Wo die Liebe regiert, dort herrscht auch das Glück.“
Für mich heißt das: Die Liebe ist der Kernpunkt. Wenn ich den Menschen mit Liebe begegne und versuche, sie zu verstehen, ihnen ein Lächeln zu schenken, kann das viel bewirken. Ich kann damit zeigen, dass mir mein Gegenüber wichtig ist.
 
Was ist für Sie typisch salesianisch?
Für Kinder und Jugendliche da zu sein, ihnen zuzuhören und zuzusprechen, ihnen ein Gefühl der Geborgenheit zu geben.
  
Wann ist für Sie ein Arbeitstag gelungen?
Wenn ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen etwas bewegen konnte und jeder im Team das Gefühl hat, seinen Beitrag geleistet zu haben, und weiß, wie wertvoll er ist.
 
Wie tanken Sie neue Kraft?
Vor allem durch die Gemeinschaft der SMDB, den Austausch, das Gebet und auch durch meine Familie und ihren Zusammenhalt.
 
Welches Buch lesen Sie zurzeit?
„Töchter einer neuen Zeit“, ein historischer Roman von Carmen Korn. Darin geht es um Frauen, die Anfang des 20. Jahrhunderts ihr Leben in die Hand nehmen und ihre Träume leben. Ich bewundere Menschen, die keine Angst haben, entgegen aller Sicherheiten ihren Weg zu gehen und damit auch ihr Leben in Gottes Hand zu legen.
 
Worüber können Sie sich so richtig aufregen?
Fehlende Empathie. Wenn Menschen nur ihre eigene Situation sehen und nicht einmal versuchen, die andere Seite zu verstehen. Jeder Mensch trägt eine eigene Geschichte in sich. Das ständige Desinteresse an dem mir Fremden und Egozentrismus lassen die Menschen verbittern und vereinsamen.
 
Wie würden Sie sich selbst mit drei Adjektiven beschreiben?
Empathisch, hilfsbereit, vorsichtig.
 
Wovon haben Sie als Kind immer geträumt?
Als Kind habe ich davon geträumt, etwas zu tun, womit ich anderen Menschen eine Freude bereiten kann. Zunächst wollte ich Zirkustänzerin werden, später Friseurin. Ich hatte immer den Wunsch, den Menschen ein gutes Gefühl zu geben – und diesen Wunsch habe ich heute noch.
 
Wer sind Ihre Vorbilder?
Der heilige Don Bosco und die heilige Elisabeth von Thüringen. Beide haben ihr Leben ganz ihren Mitmenschen gewidmet. Darüber hinaus ist meine Mutter im Alltag ein Vorbild für mich. Wie sie berufliche Träume aufgegeben hat, um für die Familie, die Kinder und die kranke Mutter da zu sein, um allen ein Gefühl der Geborgenheit zu geben. Sie ist der hilfsbereiteste Mensch, den ich kenne.
 
Was ist Ihre schönste Erinnerung mit den Salesianern Don Boscos?
Die schönsten Erinnerungen verknüpfe ich mit dem Zusammensein an den Religiösen Kindertagen in unserer Gemeinde, dem ungezwungenen Spiel und der Fröhlichkeit. Seitdem weiß ich, dass Kind-Sein nichts mit dem Alter zu tun hat.

 

 

Interview: Nicole Stroth, in: DON BOSCO MAGAZIN, Ausgabe 2/2019

 

 

 

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