Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

3 Fragen an Don Ángel Fernández Artime, Generaloberer der Salesianer Don Boscos

Als Generaloberer der Salesianer Don Boscos steht der Spanier Don Ángel Fernández Artime an der Spitze des Ordens. Regelmäßig besucht er verschiedene Ordensprovinzen in der ganzen Welt, um sich mit den dortigen Mitbrüdern auszutauschen und sich die Arbeit vor Ort anzusehen. Im November 2016 war er für einige Tage in der Deutschen Provinz in Benediktbeuern, München und Bonn zu Besuch.

Sie waren jetzt einige Tage in der Deutschen Provinz unterwegs. Welchen Eindruck haben Sie gewonnen?

Es war eine sehr gute Reise. Von Benediktbeuern hatte ich schon viel gehört. Ich war von der Architektur des Klosters sehr beeindruckt. Mir hat es aber auch deswegen sehr gefallen, weil ich davon überzeugt bin, dass Benediktbeuern ein wichtiges Zentrum für die Spiritualität und die Jugendpastoral in Deutschland und auch Europa ist. Das sollte man noch mehr ausbauen. Außerdem war für mich eine Stärke dieser Reise, so viele Mitbrüder und salesianische Laien zu treffen. Diese Begegnungen waren eindrucksvoll, reich an Inhalten, tiefgründig und zukunftsweisend. Viele Stunden habe ich mit dem Provinzial und seinem Rat verbracht. Dafür möchte ich mich bedanken. Denn so viel Zeit miteinander zu verbringen, ist wertvoll. Nicht zu vergessen ist auch die Teilnahme an der Direktoren- und Leitertagung. Wir haben sicher Herausforderungen zu bewältigen, dürfen dabei aber den Blick für die benachteiligten Jugendlichen nicht verlieren.

Was unterscheidet die Deutsche Provinz von anderen Provinzen weltweit?

Jeder Ort hat seine Besonderheiten. Ich war sehr beeindruckt davon, wie sehr man sich hier um das Gebet, um die Liturgie und den Gesang bemüht. Das findet man so nicht überall in Europa. Hervorzuheben ist auch der gute Weg, wie man sich hier in Zusammenarbeit mit so vielen Laien für bedürftige junge Menschen einsetzt. Gerade vor dem Hintergrund der großen Vielfalt jugendpastoraler Angebote in der Welt ist es eine Herausforderung, sich um die jungen Volontäre, die in Deutschland und weltweit ihren Dienst leisten, zu kümmern. Dies ist in Deutschland ein besonderes Projekt, das weiterentwickelt werden sollte. Wir müssen die größtmögliche Energie aufbringen, um diese jungen Menschen bei ihrem Dienst zu begleiten – während ihres Freiwilligenjahres, aber auch danach. Sie verdienen unsere höchste Aufmerksamkeit.

Mit Blick in die Zukunft: Was muss getan werden, um den Geist Don Boscos lebendig zu halten?

Wir müssen sehr offen und flexibel sein, denn wir können nicht davon ausgehen, dass über Jahre hinweg alles stabil bleibt. Es gibt keinen Moment des Stillstands. Wir leben in einer dynamischen Welt und deswegen müssen wir auch ständig über unsere Gemeinschaften nachdenken. Wir müssen regelmäßig unsere Prioritäten überprüfen, um dem Bedarf gerecht zu werden. Dabei ist es für jede Provinz wichtig, eng an die Entwicklungen der Kongregation als Ganzes angebunden zu sein, denn die Kongregation entwickelt sich gemeinsam weiter – wenn auch mit ihren nationalen Ausprägungen. Alles in allem ist die Deutsche Provinz eine Provinz mit großartigen Möglichkeiten, die sehr lebendig ist und darauf bedacht, diese Lebendigkeit zu erhalten. Die Mitbrüder und Mitarbeiter/innen in Deutschland werden die richtigen Antworten für die Fragen unserer Zeit finden, um mit der Kongregation den Weg in der Nachfolge Don Boscos zu gehen.

Interview: Nicole Stroth, in: DON BOSCO MAGAZIN, Ausgabe 1/2017

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