Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Steckbrief Hildegard Kunz

Sie liebt die Natur und geht achtsam mit ihr um – genauso wie mit ihren Mitmenschen: Hildegard Kunz lebt bewusst, im Privaten und im Beruflichen. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie als Lektorin im Don Bosco Verlag. Dort entwickelt und realisiert sie Publikationen und Materialien, die Fachkräfte in der Kita, der Jugendarbeit und in der Schule in ihrer Erziehungs- und Bildungsaufgabe unterstützen sollen. Eine Tätigkeit, die sie erfüllt.

Was ist Ihr Lieblingszitat von Don Bosco?
„Steht mit den Füßen auf der Erde und wohnt mit dem Herzen im Himmel.“
Ich „lese“ darin mehrere Dinge: Zum einen sollen wir uns bemühen, auf die Herausforderungen zu antworten, die das Leben uns stellt, und gleichzeitig mit unserem Handeln den „Himmel“ auf die Erde zu holen und einen Raum für mehr Mitmenschlichkeit zu schaffen. Zum anderen: Wir haben nicht alles selbst in der Hand, es braucht auch Vertrauen und Zuversicht, dass sich die Dinge fügen und wir geführt werden.
 
Was ist für Sie typisch salesianisch?
Die Bedürfnisse junger Menschen, insbesondere von benachteiligten jungen Menschen, im Blick zu haben und sich für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen einzusetzen, Kindern und Jugendlichen Chancen zu eröffnen, dass jede Person das eigene Potenzial entfalten kann.
  
Wann ist für Sie ein Arbeitstag gelungen?
Wenn es einen fruchtbaren Austausch mit einer Autorin oder einem Autor gab, wenn ich an inhaltlich spannenden und für unsere Zielgruppen hilfreichen Projekten und Produkten arbeiten kann, so etwa zu pädagogischer Qualität, zu Werteerziehung oder Hospizarbeit.
 
Wie tanken Sie neue Kraft?
Beim Spazierengehen, Wandern oder einer Runde mit dem Fahrrad am See entlang, bei einer inspirierenden Lektüre und bei guten Gesprächen mit meinem Partner, meinen Kindern oder mit nahen Freunden.
 
Welches Buch lesen Sie zurzeit?
„Schmerzliche Heimat“ von Semiya Simsek. Darin verarbeitet die Autorin den Mord an ihrem Vater Enver Simsek durch den NSU. Es erschüttert mich, wie viel alltäglicher Rassismus in unserem Land verbreitet ist, und ebenso das völlige Versagen der Strafverfolgungsbehörden.
 
Worüber können Sie sich so richtig aufregen?
Eher verzweifeln als aufregen: Konsumwahn, übersteigerter Erlebnishunger und Gleichgültigkeit gegenüber dem Raubbau an der Schöpfung.
 
Wie würden Sie sich selbst mit drei Adjektiven beschreiben?
Zurückhaltend, empathisch, sorgfältig.
 
Wovon haben Sie als Kind immer geträumt?
Von einem geregelten Familienleben mit mehr Zeit füreinander, da ich in einem arbeitsreichen Geschäftshaushalt mit wenig Freizeit und Muße aufgewachsen bin.
 
Wer sind Ihre Vorbilder?
Meine Mutter, die ihre Lebensaufgabe mit großer Demut angenommen und trotz vieler Herausforderungen nie geklagt hat. Außerdem: unsere Kinder, die sich ganz entschieden für eine lebenswerte Zukunft und ein solidarisches Miteinander engagieren.
 
Was ist Ihre schönste Erinnerung mit den Salesianern Don Boscos?
Ich schätze die Herzlichkeit der Salesianer Don Boscos und die familiäre Atmosphäre in den Einrichtungen. Im Münchener Salesianum freue ich mich auf die morgendlichen Begegnungen mit dem Mitarbeiter Johannes Koller an der Pforte. Er hat immer ein Lächeln, ein freundliches Wort oder eine mitfühlende Geste für jeden Menschen, der das Haus betritt.

 

 

Interview: Nicole Stroth, in: DON BOSCO MAGAZIN, Ausgabe 4/2019

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Die Pädagogik Don Boscos

Im 19. Jahrhundert hat Don Bosco mit seiner Pädagogik einen ganz neuen Weg eingeschlagen: Er hat die Jugendlichen gefördert, ihnen zugehört, sie begleitet. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung. Was darunter zu verstehen ist, zeigt dieser animierte Videoclip.

Zu Besuch auf dem Sonnenberg

Herzlich willkommen im Don Bosco Haus, dem Jugendhilfe- und Familienzentrum auf dem Chemnitzer Sonnenberg! David, Ileen und Josi nehmen uns mit und zeigen, was sie hier so alles machen.