Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Steckbrief Michael Ewald

Für ihn ist sein Beruf nicht einfach nur irgendein Job, sondern Berufung: Michael Ewald fühlt sich Don Bosco und seiner Pädagogik eng verbunden. Seit Anfang 2018 leitet der 37-Jährige den offenen Kinder- und Jugendbereich des Don-Bosco-Clubs in Köln. Als Erzieher und Sozialpädagoge will er junge Menschen fördern, ihre Talente stärken und sie so fit fürs Leben machen.

Was ist Ihr Lieblingszitat von Don Bosco?
„Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.“
Diesen Spruch finde ich sehr gut und er ist auch mein Lebensmotto. Mit Humor und einer positiven Einstellung zu allen Menschen geht das Leben leichter und vieles wird besser erreicht als mit dem erhobenen Zeigefinger.
 
Was ist für Sie typisch salesianisch?
Das Familiäre, egal, in welcher Einrichtung: Das Gefühl von Familie und Zusammengehörigkeit – diese Stimmung habe ich nur bei Don Bosco und den salesianischen Einrichtungen erfahren.
  
Wann ist für Sie ein Arbeitstag gelungen?
Wenn ich die Kinder, Eltern oder Kollegen zum Lachen gebracht habe, oder sie mir erzählen, was sie heute Schönes erlebt haben. Außerdem freue ich mich, wenn wir zusammen etwas geschafft haben – sowohl als Team als auch bei Einzelnen.
 
Wie tanken Sie neue Kraft?
Durch meine eigene Familie und meine Freunde, die ich zum größten Teil bei der Arbeit kennengelernt habe.
 
Welches Buch lesen Sie zurzeit?
„Die Hungrigen und die Satten“ von Timur Vermes. Ein kritisches Buch über Medien und wie diese mit dem Thema „Flüchtlingsstrom“ umgehen (könnten).
 
Worüber können Sie sich so richtig aufregen?
Über Ungerechtigkeit und Hinterhältigkeit.
 
Wie würden Sie sich selbst mit drei Adjektiven beschreiben?
Aufgeschlossen, intuitiv, humorvoll.
 
Wovon haben Sie als Kind immer geträumt?
Von einer eigenen Samstagabendshow, bei der ich viele Menschen unterhalten und begeistern kann. Dazu ist es nicht gekommen, aber ich bin viel glücklicher damit, meine Mitmenschen, denen es nicht sehr gut geht, positiv zu unterstützen und sie zu fördern.
 
Wer sind Ihre Vorbilder?
Don Bosco, weil er mein Leben geprägt hat. Meine Familie hat sich schon immer um Kinder und Jugendliche gekümmert, die aus prekären Lebensverhältnissen kamen. Hape Kerkeling, weil auch ich Menschen zum Lachen bringen möchte. Thomas Gottschalk, weil er es schafft, Menschen zusammenzubringen. Und dann noch Harald Schmidt, weil er schlagfertig ist und auf eine pointierte Art nicht alles mit sich machen lässt.
 
Was ist Ihre schönste Erinnerung mit den Salesianern Don Boscos?
Ein Jugendlicher, der oftmals aggressiv in Erscheinung getreten ist, rief mich an, warum ich denn nicht im Club sei. Ich erklärte ihm daraufhin, dass ich meine Wohnung renoviere und große Probleme dabei habe. Er kam sofort zu mir und half mir über zwei Wochen. Danach wollten meine Frau und ich uns bei ihm bedanken und ihn dafür bezahlen. Doch er sagte, dass er sich nicht bezahlen ließe und ich für ihn wie ein Vater sei. Er wollte lediglich bei einem Abendessen dabei sein. Das durfte er. Daraus erwuchs eine tolle Freundschaft, und dieser Jugendliche, heute junger Erwachsene, ist angehender Erzieher, der sich fabelhaft in einem Heim für schwer Erziehbare kümmert. In diesem Jahr wird er Patenonkel meiner zweijährigen Tochter.

 

 

Interview: Nicole Stroth, in: DON BOSCO MAGAZIN, Ausgabe 5/2019

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