Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Steckbrief Pater Anton Rogger

In Beromünster ist er zu Hause, doch sein Blick reicht weit über den Kanton Luzern hinaus: Als Verantwortlicher der "Don Bosco Jugendhilfe Weltweit" erfährt Pater Toni Rogger immer wieder, wie viele Kinder und Jugendliche in großer Not leben und überleben müssen. Der 70-Jährige ist jedes Mal zutiefst berührt, wenn er auf seinen Reisen – zum Beispiel nach Lateinamerika oder Indien – die Projekte der Salesianer Don Boscos besucht und sieht, was alles mit den Spenden aus der Schweiz erreicht werden konnte. Benachteiligte Jugendliche werden ausgebildet, Straßenkinder unterstützt, die Infrastruktur auf dem Land verbessert. Das motiviert ihn, weiterzumachen – mit Don Bosco an seiner Seite.

Was ist Ihr Lieblingszitat von Don Bosco?
"Nur Mut und immer wieder Mut! Wir sollen nie müde werden, Gutes zu tun, denn Gott ist mit uns."
In unserem Leben stehen wir immer wieder vor großen Herausforderungen. Um diese zu meistern, brauchen wir Mut, Tatkraft und Beständigkeit, aber auch das Vertrauen, dass Gott den Weg mit uns geht und uns nicht allein lässt. Don Bosco hat es uns vorgelebt.
    
Was ist für Sie typisch salesianisch?
Das Leben, so wie es auf einen zukommt, zu bejahen und anzupacken, optimistisch in die Zukunft zu schauen und darauf zu vertrauen, dass mit Gottes Hilfe alles gut wird. Diese optimistische Lebenseinstellung gilt es, den uns anvertrauten Menschen weiterzugeben.
 
Wann ist für Sie ein Arbeitstag gelungen?
Wenn ich am Abend sagen kann, dass ich durch meine Arbeit das Leben anderer, vor allem aber junger Menschen, in meinem Umfeld oder in der weiten Welt gefördert habe.
 
Wie tanken Sie neue Kraft?
Wenn ich meditierend und betend die schöne Gegend um Beromünster durchwandere. Dazu nehme ich mir täglich, wann immer es geht, mindestens eine Stunde Zeit.
 
Welches Buch lesen Sie zurzeit?
"Das Geheimnis des Feuers" von Henning Mankell. Das Jugendbuch beschreibt eindrücklich den schwierigen Weg des Mädchens Sofia während des Bürgerkrieges in Mosambik, einem der ärmsten Länder der Welt.

Worüber können Sie sich so richtig aufregen?
Am meisten rege ich mich über rücksichtslose Menschen auf, die rechthaberisch und stur sind und nur ihre eigene Meinung gelten lassen.

Wie würden Sie sich selbst mit drei Adjektiven beschreiben?
Geduldig, tolerant, optimistisch.
 
Wovon haben Sie als Kind immer geträumt?
In die weite Welt zu reisen und andere Völker und Kulturen kennenzulernen. Aus diesem Traum ist durch meine Aufgabe als Verantwortlicher der "Don Bosco Jugendhilfe Weltweit" Realität geworden.
 
Wer sind Ihre Vorbilder?
Ganz klar Don Bosco. Sein unermüdlicher Einsatz für ausgegrenzte junge Menschen mit dem Ziel, ihnen ein erfülltes Leben zu ermöglichen, hat mich angespornt, es ihm gleich zu tun. Und es gibt noch viel zu tun ...
 
Was ist Ihre schönste Erinnerung mit den Salesianern Don Boscos?
Eine Radfahrt, die ich als Jugendlicher mit einer Gruppe von Mitschülern von Beromünster aus in die Heimat Don Boscos machen durfte. In der Begegnung mit Don Bosco an seinen Wirkungsstätten ist in mir der Entschluss wach geworden, Salesianer zu werden.

 

Interview: Nicole Stroth, in: DON BOSCO MAGAZIN, Ausgabe 3/2018

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