Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Steckbrief Pater Elmar Koch

Kein Tag ist bei ihm wie der andere: Pater Elmar Koch liebt die Abwechslung bei seiner Arbeit in der Jugendbildungsstätte „Haus Don Bosco Calhorn“. Manchmal ist er von morgens bis abends mit Jugendlichen zusammen, manchmal sitzt er am Schreibtisch, feiert die Messe in den umliegenden Pfarreien oder führt Mitarbeitergespräche. Auch, wenn sein Terminkalender voll ist, achtet der 52-Jährige immer darauf, sich viel Zeit für sein Gegenüber zu nehmen.

Was ist Ihr Lieblingszitat von Don Bosco?
„Es genügt mir, dass ihr jung seid, um euch zu lieben.“
Don Bosco wollte sein ganzes Leben für die Jugendlichen da sein und hat sich bis ins hohe Alter auf jede Begegnung mit ihnen gefreut. Er spricht mir damit aus der Seele. Das Besondere bei Jugendlichen ist, Anteil daran haben zu dürfen, wie sie sich gerade in dieser Phase ihres Lebens zu eigenständigen Personen entwickeln.
 
Was ist für Sie typisch salesianisch?
Verständnis zu haben für die Jugendlichen und den richtigen Zeitpunkt für ein gutes Wort oder eine kritische Frage abwarten zu können.
  
Wann ist für Sie ein Arbeitstag gelungen?
Wenn ich das geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe, und wenn die Begegnungen, die ich mit den Menschen an diesem Tag hatte, gut waren.
 
Wie tanken Sie neue Kraft?
Am besten auf der Terrasse hinter unserem Haus in Calhorn. Einfach dort zu sitzen und über die Felder oder in den Sternenhimmel zu schauen, ist für mich der schönste Tagesabschluss. Wenn ich zwischen dem Trubel unserer Einrichtung ein paar Stunden frei bekomme,
fahre ich in die Umgebung und setze mich gerne mit einem Minigrill an ein Flussufer oder eine Waldlichtung.
 
Welches Buch lesen Sie zurzeit?
Ich habe immer mehrere Bücher auf meinem Nachttisch liegen. Das Buch, das mich gerade am meisten beschäftigt, ist „Herztöne“ von Martin Schleske, einem modernen Mystiker.
 
Worüber können Sie sich so richtig aufregen?
Unzuverlässigkeit – genauer gesagt, wenn jemand anders handelt, als er es versprochen hat. Von jemandem, dem ich vertraue, enttäuscht zu werden, verursacht bei mir nicht nur Schmerz, sondern auch Wut. Ansonsten kann ich mit den meisten Situationen gelassen umgehen.
 
Wie würden Sie sich selbst mit drei Adjektiven beschreiben?
Interessiert, verlässlich, praktisch.
 
Wovon haben Sie als Kind immer geträumt?
In einem kleinen Heftchen von der Ordensgemeinschaft der Spiritaner gab es eine Erzählung von Missionaren im Amazonasgebiet. Tatsächlich habe ich mir als Kind in Träumen ausgemalt, als Missionar auf dem Amazonas mit dem Kanu von Dorf zu Dorf zu fahren.
 
Wer sind Ihre Vorbilder?
Da fällt mir zuerst mein Religionslehrer aus dem Spee-Kolleg in Neuss ein. Er hat mich in meiner spirituellen und pastoralen Ausrichtung sehr geprägt. Ein großes Vorbild ist aber auch meine Mutter. Sie hat mich gelehrt, liebend zu erziehen. Weitere Vorbilder sind der heilige Josef und natürlich Don Bosco.
 
Was ist Ihre schönste Erinnerung mit den Salesianern Don Boscos?
Als junger Salesianer haben mich die Anekdoten über mir unbekannte und verstorbene Mitbrüder immer gelangweilt. Inzwischen genieße ich genau diese Geschichten über Mitbrüder, die ich selber kennenlernen durfte oder von denen ich mittlerweile schon so viel gehört habe.

 

 

Interview: Nicole Stroth, in: DON BOSCO MAGAZIN, Ausgabe 3/2019

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