Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Steckbrief Schwester Rita Breuer

Sie ist eine engagierte Ordensfrau und Seelsorgerin: Rita Breuer leitet die Gemeinschaft der Don Bosco Schwestern in Benediktbeuern und packt überall dort, wo sie gebraucht wird, tatkräftig mit an. Die 62-Jährige möchte andere mit ihrer Freude am Glauben anstecken und für junge Menschen da sein. Die Gleichberechtigung und Unterstützung von Frauen – vor allem auch im kirchlichen Bereich – liegen ihr besonders am Herzen.

Was ist Ihr Lieblingszitat von Don Bosco?
"Vertrau auf Gott und setze furchtlos deinen Weg fort."
Seit vielen Jahren begleitet mich dieses Wort von Don Bosco. Ich habe es an einer kleinen Schachtel auf meinem Schreibtisch festgemacht. Immer wieder berühren mich diese Worte. Sie weisen mich auf das hin, worauf es letzten Endes ankommt: auf Gott, der mich liebt und nie hängen lässt.
    
Was ist für Sie typisch salesianisch?
Es ist für mich der Familiengeist, der unsere Gemeinschaften und auch das Miteinander mit den (jungen) Menschen prägen soll. Damit verbinde ich die Bereitschaft, füreinander da zu sein, einander zu helfen, miteinander das Leben mit all seinen Herausforderungen anzupacken und zu gestalten.
 
Wann ist für Sie ein Arbeitstag gelungen?
Wenn ich jemandem helfen konnte und dieser Jemand etwas froher und leichter weiterleben kann. Ein Arbeitstag ist aber auch gelungen, wenn eine Aufgabe (endlich) fertig geworden ist oder ich eine Arbeit tun konnte, die mir liegt und mich erfüllt.
 
Wie tanken Sie neue Kraft?
Durch persönliches und gemeinschaftliches Beten, in der Stille und beim Unterwegssein in der Natur (zum Beispiel in Mornese, der Heimat Maria Mazzarellos) – am liebsten mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
 
Welches Buch lesen Sie zurzeit?
"Jenseits der Mauern die Freiheit" von Anne Bezzel – ein historischer Roman nach den Aufzeichnungen der Nürnberger Äbtissin des Klaraklosters Caritas Pirckheimer (1467-1532).

Worüber können Sie sich so richtig aufregen?
Wenn die Sprache einseitig männlich ist und die weibliche Form nicht mitbedacht wird. Ich bin überzeugt davon, dass Sprache auch eine Haltung prägt – und ich möchte dazu beitragen, dass Frauen und Männer in allen Lebensbereichen auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Dazu ist es einfach notwendig, dass ich als Schwester und nicht als Bruder, als Mitarbeiterin und nicht als Mitarbeiter wahrgenommen und geschätzt werde.

Wie würden Sie sich selbst mit drei Adjektiven beschreiben?
Hilfsbereit, verfügbar, sportlich.
 
Wovon haben Sie als Kind immer geträumt?
Ich weiß nur, was ich eigentlich nie wollte: im Kindergarten arbeiten, weil ich mir da vorkomme wie ein "Elefant im Porzellanladen", und auch nicht in einem Büro, um den "Bleistift zu stemmen". Ich wollte mit (jungen) Menschen zu tun haben.
 
Wer sind Ihre Vorbilder?
Maria, die Mutter Jesu, und Maria Mazzarello sind meine beiden wichtigsten Vorbilder. Maria wegen ihrer Verfügbarkeit Gott gegenüber und Maria Mazzarello, weil ich bei ihr Parallelen zu meinem eigenen Lebensweg sehe.
 
Was ist Ihre schönste Erinnerung mit den Don Bosco Schwestern?
Eine sehr wichtige Erfahrung war für mich die erste Begegnung mit Sr. Irma Ackermann im September 1972 in Essen-Borbeck. Es war ein tiefes, inneres Verstehen von Anfang an – trotz 35 Jahren Altersunterschied. Seit dieser Begegnung begleitete sie meinen Lebensweg bis zu ihrem Tod im November 2004. Sie war immer für mich da und ich bin sicher, dass sie mir auch heute noch nahe ist.

 

Interview: Nicole Stroth, in: DON BOSCO MAGAZIN, Ausgabe 4/2018

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