Venezuela: Don Bosco unterstützt von Erdbeben Betroffene

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela öffnen die Salesianer Don Boscos in Venezuela ihre Einrichtungen für die Bevölkerung und bitten um Hilfe, während sich die Notlage verschärft. 

Zwei schwere Erdbeben mit einer Stärke von 7,2 und 7,5 haben Venezuela erschüttert. Angesichts der humanitäre Notlage in der Hauptstadt Caracas und im Norden des Landes leisten die Salesianer Don Boscos im Land mit Unterstützung des weltweiten Don Bosco Netzwerks erste Nothilfe.

Die Erdstöße am 24. Juni hinterließen ein Bild der Verwüstung. Unzählige Gebäude sind eingestürzt, die Zahl der Todesopfer und Verletzten steigt weiter an. Rettungskräfte sind nach wie vor im Einsatz, während Strom- und Kommunikationsausfälle die Hilfsmaßnahmen erschweren.

Deine Spende für die Nothilfe in Venezuela

Solidarität der Don Bosco Familie weltweit

Die Salesianer Don Boscos in Venezuela stehen Betroffenen zur Seite. Don Bosco Einrichtungen und Gemeinschaften haben begonnen, Menschen aufzunehmen, die keinen sicheren Schlafplatz mehr haben. Etwa 40 Familien finden derzeit bei Don Bosco eine Notunterkunft. 

Der Fokus der Maßnahmen liegt auf der am stärksten gefährdeten Bevölkerung, dem Schutz von Kindern und Jugendlichen und der Hilfe dort, wo sie am dringendsten benötigt wird. Gleichzeitig appellieren die Salesianer an die Solidarität der Don Bosco Familie weltweit. Der neue Provinzial der Salesianer in Venezuela, P. Jorge Elías Ghazal Mora, hat zu Spenden aufgerufen.

Auch mehrere Einrichtungen der Salesianer Don Boscos wurden beschädigt. Besonders schwer getroffen wurden die Don Bosco Schule und die Kirche im Stadtteil Sarria in Caracas, die erhebliche strukturelle Schäden aufweisen. Weitere Schäden werden aus Altamira, La Dolorida, Mariches sowie von der Schule San José gemeldet. Nach aktuellen Informationen sind alle bisher erreichten Salesianer Don Boscos unverletzt. Todesopfer innerhalb der Don Bosco Familie sind bislang nicht bekannt.

Ihr Hauptaugenmerk richten die Salesianter Don Boscos aber auf die betroffenen Bevölkerung. Provinzial P. Ghazal Mora betont: „Wir sind besorgt über die Situation der Menschen in Venezuela: Es gibt viele Verletzte, Gesundheitszentren sind zusammengebrochen. Wir wissen weder genau, wie viele Todesfälle es geben wird, noch, wie groß das Drama, das wir erlebt haben, aktuell ist, weil es ziemlich stark war.“

Weitere maßnahmen zur Unterstützung in Vorbereitung

Bereits vor den Erdbeben war die Situation in Venezuale fragil. Viele betroffene Familien lebten schon zuvor in einem humanitären Ausnahmezustand. Hinzu kommen nun der Verlust von Wohnraum, Angst und Unsicherheit.

Der Generalobere der Salesianer Don Boscos, Don Fabio Attard, versicherte den Betroffenen die Solidarität der weltweiten Ordensgemeinschaft: „In dieser Zeit großer Prüfung seid ihr nicht allein. Wir sind euch im Gebet und in konkreter Solidarität verbunden.“

Die Don Bosco Familie in Deutschland und weltweit verfolgt die Entwicklung aufmerksam und bereitet weitere Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Menschen vor.

RefÖA/ANS