Aufarbeitung von Gewalt und Missbrauch

Wir wissen, dass in unserer Vergangenheit Gewalt und Missbrauch geschehen sind. Dieses Unrecht widerspricht allem, wofür wir stehen. Wir übernehmen Verantwortung, hören Betroffenen zu und arbeiten das Geschehene konsequent auf, um daraus zu lernen und Veränderung zu ermöglichen.

Verantwortung übernehmen Wir hören zu, klären auf und stärken den Schutz junger Menschen

Es ist eine schmerzliche Realität, dass es auch in Einrichtungen Don Boscos in Deutschland in der Vergangenheit zu physischer, psychischer und sexueller Gewalt und Missbrauch gekommen ist. Dass junge Menschen in unseren Einrichtungen Leid erfahren haben, erschüttert uns zutiefst. Täter haben ihre Macht missbraucht und die besondere Schutzbedürftigkeit von Kindern und Jugendlichen ausgenutzt.

Seit Februar 2010 haben sich zahlreiche Betroffene an unsere Ansprechpartner gewandt und erstmals über ihre Erfahrungen gesprochen. Viele der geschilderten Fälle betreffen insbesondere die 1960er, 1970er und 1980er Jahre. Wir nehmen diese Berichte sehr ernst und sehen es als unsere Verantwortung, zuzuhören, aufzuarbeiten und Unterstützung anzubieten.

Zur konsequenten Aufarbeitung haben wir eine Kommission eingesetzt, die jeden eingehenden Vorwurf prüft. Die Ergebnisse dieser Arbeit machen wir transparent. Gleichzeitig haben wir umfassende Maßnahmen entwickelt, um Betroffenen Hilfe zu leisten und den Schutz von Kindern und Jugendlichen in unseren Einrichtungen nachhaltig zu stärken.

Unser Ziel ist klar: Wir übernehmen Verantwortung, arbeiten die Vergangenheit auf und setzen alles daran, Übergriffe künftig zu verhindern.

Ansprechpartner:innen    Anerkennungsleistungen

Ansprechpersonen für Betroffene

Prof. Dr. Andrea Kerres Psychologin, Missbrauchsbeauftragte
Dr. René Löffler Theologe, Kirchenrechtler, Missbrauchsbeauftragter
Pater Christian Vahlhaus Provinzialvikar, Geschäftsführer Don-Bosco-Werk

Anerkennungsleistungen für Betroffene

Wir unterstützen Betroffene sexuellen Missbrauchs in unseren Einrichtungen dabei, ihr erlebtes Leid aufzuarbeiten. Personen, die als Minderjährige durch Ordensangehörige oder Mitarbeitende betroffen waren, können einen Antrag auf Anerkennungsleistungen bei der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos stellen.

Seit 2021 gilt ein erweitertes, einheitliches Verfahren im kirchlichen Kontext, dem wir uns angeschlossen haben. Die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen (UKA) prüft die eingereichten Anträge, entscheidet über die Höhe der Leistungen und veranlasst die Auszahlung.

Seit März 2023 besteht zudem die Möglichkeit, Entscheidungen der UKA überprüfen zu lassen (Widersprichsregelung).

Website der UKA

Weitere Informationen für Betroffene und Angehörige sowie Fragen und Antworten zum neuen Antragsverfahren finden Sie auf der Seite der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) und der Deutschen Bischofskonferenz (DBK).