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Eine Schule für arme Kinder in Kenia
Hoffnung in den Slums von Nairobi
Bildung in Kenia beginnt oft an Orten, die kaum Hoffnung vermuten lassen. Wir sind unterwegs mit dem Don Bosco Team in einem Manyatta-Slum in Nairobi. Der Weg ist staubig und unbefestigt und führt entlang dicht gedrängter Wellblechhütten. Wir treten ein in das Zuhause von Mary (Name geändert), einer alleinerziehenden Mutter. Hier lebt sie mit ihren Kindern. Die Wände bestehen aus Wellblech, der Boden ist staubig vom roten Sand Kenias. Durch kleine Ritzen fällt etwas Licht, doch der Raum bleibt dunkel. Es ist eng, stickig. Schwer vorstellbar, dass dies ein Ort ist, an dem Bildung wächst.
Bildung für Kinder in Kenia
Und doch erzählen liebevolle Details eine andere Geschichte: An der Wand hängt ein Schulranzen. Daneben ein Poster mit Rechenaufgaben. Auf dem Sofa sitzt ein Mickey-Mouse-Kuscheltier. Hier lebt Hoffnung. Marys Tochter Amina (Name geändert) und ihre Geschwister besuchen die Don Bosco Schule. Inmitten von Armut und Enge wächst hier Zukunft. Mary und Amina berichten uns von ihrem Leben, ihren Ängsten, aber auch Träumen für die Zukunft und ihrem Wunsch, den Kreislauf der Armut durch Bildung zu durchbrechen.
Unterwegs mit dem Don Bosco Team Zu Besuch bei Mary und Amina
Armut in Nairobi: Warum viele Kinder keine Schule besuchen
Viele Kinder in Kenia gehen gar nicht oder nur selten zu Schule. Viele Familien leben von weniger als 2 Euro pro Tag. Rund ein Drittel der Menschen in Nairobi lebt in informellen Siedlungen. Der tägliche Überlebenskampf bestimmt den Alltag. Schule ist für arme Kinder offiziell kostenfrei. Doch Hefte, Bücher, Uniform und Materialien sind für viele Familien unbezahlbar. Oft sind es Mütter wie Mary, die allein für ihre Kinder sorgen. Ohne feste Arbeit, ohne familiären Rückhalt. Manche Kinder müssen ihre Familie durch Arbeit unterstützen, andere verbringen ihre Tage allein auf der Straße, weil ihre Eltern Geld verdienen müssen, um zu überleben.
Familien stärken, Bildung ermöglichen
Bildung in Kenia gelingt nur mit starken Familien. Familienbesuche wie bei Mary und Amina sind entscheidend. Don Bosco stärkt Eltern, erklärt Perspektiven, berät und unterstützt. Ein starkes Argument für viele Familien, ihre Kinder zur Schule zu schicken: die kostenlose Mahlzeit, die Kinder bei Don Bosco erhalten. Eltern wissen, ihre Kinder sind versorgt. Für besonders arme Familien gibt es Stipendien. Don Bosco betreibt in Nairobi eine Grund- und weiterführende Schule sowie eine Ausbildungsstätte für Jugendliche. Für die Kleinsten gibt es einen Kindergarten.
Schule als Ort der Sicherheit und für Entfaltung
Rund 350 Jungen und Mädchen lernen an der Don Bosco Schule nahe dem Elendsviertel Kuwinda. Auch rehabilitierte Kinder aus dem Straßenkinder-Zentrum gehen hier zur Schule. Die Jungen und Mädchen erhalten Unterricht, Betreuung, Sport- und Freizeitangebote und können auch erste praktische Erfahrungen in technischen Workshops sammeln. Sie erleben Gemeinschaft. Und vor allem: Sie verbringen ihre Zeit nicht auf den Straßen der Armenvierteln. Einige Kinder leben auch dauerhaft in der Schule und finden dort ein neues, sicheres Zuhause.
Berufliche Ausbildung als Chance
Bildung bei Don Bosco endet nicht mit der Schule. In der Ausbildungsstätte der Salesianer, die nur wenige Kilometer von der Schule entfernt ist, erlernen Jugendliche Berufe z.B. in den Bereichen Mechanik, Schneiderei, Kosmetik, Elektrik oder Solartechnik. Berufliche Ausbildung von jungen Menschen spielt eine wichtige Rolle in Kenia. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei rund 27 Prozent. Ohne Ausbildung bleiben viele Perspektiven verschlossen. Don Bosco kombiniert die Kurse deshalb mit Jobplacement-Programmen. Viele Absolventinnen und Absolventen finden Arbeit und bauen sich ein eigenständiges Leben auf.
Bildung verändert Leben
Bildung in Kenia bei Don Bosco ist mehr als Unterricht. Bildung bedeutet Schutz, Versorgung und Perspektiven. Bildung ist der Schlüssel, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und Kindern eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen. Mary ist dankbar, dass ihre Kinder bei Don Bosco nicht nur lernen, sondern auch sicher und versorgt sind. Und Amina? Sie hat längst begonnen zu träumen. Sie möchte Tänzerin werden.
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Häufige Fragen zum Thema Bildung & Zukunftschancen
Spenden braucht Vertrauen. Don Bosco Mission Bonn, über welche deine Spende verwaltet wird, unterzieht sich als Einrichtung der Salesianer Don Boscos jedes Jahr freiwillig der unabhängigen Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und hat als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit das DZI-Spendensiegel zuerkannt bekommen (Don Bosco Mission Bonn auf der Website des DZI). Don Bosco Mission Bonn lässt seit Jahren zudem eine jährliche externe Prüfung einschließlich Belegprüfung durchführen.
Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen„ heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist vor allem eine „Beziehungspädagogik“. Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck "Assistenz". Er sieht den Erzieher vor allem als „Assistenten“, der interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite steht.
Weltweit können rund 750 Millionen Erwachsene nicht richtig lesen und schreiben. Besonders hoch ist der Anteil der Analphabeten in Subsahara-Afrika und Südasien. Oft ist Bildung ein Luxusgut und Schulen nur für Menschen in Großstädten oder gegen hohe Schulgebühren zugänglich. Don Bosco ist überall dort aktiv, wo Kindern und Jugendlichen die Chance auf Bildung verwehrt wird. Wir bauen Schulen, finanzieren Lernmaterialien, fördern Lehrer:innen und ermöglichen Schulstipendien.
Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt von Don Bosco ist die berufliche Bildung junger Menschen. In fast allen Ländern, in denen Don Bosco aktiv ist, bieten wir auch Ausbildungsplätze für Jugendliche oder treten als Vermittler auf. Dabei arbeiten wir eng mit regionalen Partnern aus der Wirtschaft zusammen. So können die Ausbildungspläne den Bedürfnissen und Standards des Arbeitsmarktes angepasst und möglichst viele Auszubildende direkt nach der Ausbildung in Arbeit vermittelt werden.
Don Bosco ist eine große Gemeinschaft und bietet viele Möglichkeiten, mitzumachen und Jugendlichen eine bessere Zukunft zu schenken. Der einfachste Weg ist durch eine Spende. Jede Hilfe trägt dazu bei, das Leben von Millionen Jugendlichen etwas besser zu machen! Erfahre hier, wie Du sonst noch aktiv werden kannst.
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