Ein Junge, schmutzig von der Ziegelherstellung, hockt auf dem Boden, umgeben von Reihen trocknender Lehmziegel.

Hilfe für Kinderarbeiter in Indien

In Indien schuften viele Kinder in Ziegelfabriken, um ihren Familien zu helfen. Bis zu 200 Ziegel formt ein Kind pro Tag. Viele dieser Kinder sind noch nie zur Schule gegangen. Don Bosco bietet Kinderarbeitern in Indien die Chance auf Bildung und eine bessere Zukunft.

Zukunft statt Ziegel

In Passor, rund 400 Kilometer von Delphi entfernt, arbeiten viele Familien in Ziegelfabriken. Auch ihre Kinder müssen mithelfen und können meistens nicht zur Schule gehen. Die Armut ist groß und deshalb müssen sie ihre Eltern unterstützen. Kinderarbeit ist in Indien verboten, doch die Armut lässt den Familien oft keine andere Wahl.

Arbeit statt Kindheit Kinderarbeit in den Ziegelfabriken von Indien

Kinderarbeit ist in Indien verboten. Dennoch müssen viele Kinder arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen.
Eine Person legt einen Lehmziegel aus einer Form neben Reihen trocknender Ziegel auf staubigem Boden ab.
In den Ziegelfabriken im Norden Indiens arbeiten arme Familien und ihre Kinder.
Drei barfüßige, mit Schlamm bedeckte Jungen schieben eine Lehmschubkarre auf einem staubigen Ziegelofenplatz.
Bis zu 200 Stück am Tag formt ein Kind mit seinen kleinen Händen. 1.000 Ziegel müssen am Abend zur Abholung bereit stehen.
400 bis 500 Rupien - das entspricht fünf bis sechs Euro - erhalten Familien für ihre Arbeit in den Ziegelfabriken.
Nahaufnahme von zwei Kindern; ein älteres Mädchen lächelt, hält ein Baby, das nach rechts schaut. Beide staubig.
Die Familien leben in einfachen Hütten auf dem Gelände. Schon die Kleinsten wachsen in großer Armut auf.
Ein Mann und eine Frau interagieren mit einer großen Gruppe von Kindern, die sich um einen gelben "Don Bosco School" Bus versammelt hat.
Der Don Bosco Bus rollt täglich auf das Gelände der Ziegelfabriken.
Zwei lächelnde Kinder, eines mit Mütze und eines mit Kapuzenpullover, winken aus einem belebten Bus.
Der Bus bringt die Kinder in das nahegelegene Don Bosco Zentrum.
Bei Don Bosco können sich die Kinder ausruhen, spielen und lernen.
Im Don Bosco Zentrum können die Kinder ihren harten Alltag für einen Moment vergessen und einfach Kind sein.

Schuften für einen Hungerlohn

Viele Kinder sind noch nie zur Schule gegangen. Sie müssen ihren Familien bei der Ziegelherstellung helfen. Bis zu 200 Stück am Tag formt ein Kind mit seinen kleinen Händen. 1.000 Ziegel müssen am Abend zur Abholung bereit stehen. Um das zu schaffen, wird jede Hand gebraucht.  400 bis 500 Rupien - das entspricht fünf bis sechs Euro - erhält die Familie dafür. Auch der zwölfjährige Tarun (Name geändert) muss jeden Tag Ziegel formen.

Bildung statt Arbeit

Rania (Name geändert) und ihre kleineren Geschwister haben Glück. Sie dürfen die Don Bosco Schule besuchen. Die Don Bosco Schule befindet sich mitten zwischen den Ziegelfeldern. Dort bekommen die Jungen und Mädchen auch eine Mahlzeit. Der gelbe Don Bosco Bus holt die Kinder ab und bringt sie auch wieder zu ihren Eltern zurück. Eine Auszeit auf die sich alle Kinder freuen. Nach der Schule können sie spielen. Nur Ranias Bruder Tarun kann nicht mit und muss weiter Ziegel formen. Jeden Tag - von morgens bis abends hockt er in der brütenden Hitze. 

Zukunft statt Ziegel Video zu Kinderarbeit in Indien

Don Bosco gegen Kinderarbeit

Millionen Kinder weltweit werden als Kinderarbeiter missbraucht. Don Bosco setzt sich schon seit vielen Jahren gegen Kinderarbeit ein. Ein Beispiel ist die Arbeit Don Boscos auf den Ziegelfeldern im Nordosten Indiens. Jeden Morgen rollt der Don Bosco Bus auf das Gelände der Ziegelfabrik und holt hunderte von Kindern in das Don Bosco Zentrum ab. Sieh selbst, was die Hilfe von Don Bosco für Kinderarbeiter in Indien bedeutet.

Auszeit vom harten Alltag

In der Schule erhalten die Kinder Stifte, Hefte, aber auch saubere Kleidung. Nachmittags toben sie auf dem Spielplatz oder können Fußball oder Kricket spielen. So können sie einfach nur mal Kind sein und die Last des Alltags für ein paar Stunden vergessen. Der Lehrer Satbir Renu und seine Frau unterrichten die Kinder jeden Tag. Nach dem Unterricht erhalten die Kinder eine warme Mahlzeit. Meistens ihre einzige Mahlzeit am Tag.

Deine Hilfe für Kinder und Jugendliche in Indien & weltweit

Porträt einer verstaubten jungen Person mit Nasenring, die vor einer Wand aus ungebrannten Ziegeln steht und den Betrachter ansieht.

Hoffnung schenken durch Bildung

Don Bosco ist seit 2007 in Passor aktiv und hat 2011 die Schule eröffnet. Heute wird der Unterricht von engagierten Lehrkräften durchgeführt, die die Lebensumstände der Kinder kennen. Die Arbeit der Don Bosco Schule ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Kinderarbeit. Der Zugang zu Bildung eröffnet den Kindern und Familien neue Zukunftschancen. Vielleicht eines Tages auch für den zwölfjährigen Tarun. Dann könnte der gelbe Don Bosco Bus auch für ihn ein Bus der Hoffnung sein.

Manche Familien sind seit Generationen hier. Sie haben nie etwas anderes gemacht. Wir versuchen den Kindern zu zeigen, dass es ein anderes Leben als das Ziegelleben gibt

Pater Mathew Kalathunkal SDB
Stellvertretender Leiter Don Bosco in Passor

Die Chance auf eine Zukunft

Hilf mit den Kreislauf der Kinderarbeit zu durchbrechen. Don Bosco setzt sich für die Rechte von Kindern ein und bietet ihnen eine Perspektive durch Bildung. Gemeinsam schaffen wir eine Zukunft ohne Ziegel und Armut. Unterstütze die Kinder, die eine Chance auf eine bessere Zukunft verdienen.

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Häufige Fragen zum Thema Kinderrechte & Schutz

Spenden braucht Vertrauen. Don Bosco Mission Bonn, über welche deine Spende verwaltet wird, unterzieht sich als Einrichtung der Salesianer Don Boscos jedes Jahr freiwillig der unabhängigen Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und hat als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit das DZI-Spendensiegel zuerkannt bekommen (Don Bosco Mission Bonn auf der Website des DZI). Don Bosco Mission Bonn lässt seit Jahren zudem eine jährliche externe Prüfung einschließlich Belegprüfung durchführen.

Die Rechte von Kindern und Jugendlichen sind seit 1989 in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriegen. Doch schon im 19. Jahrhundert begann die Menschheit, Kindern bestimmte Rechte zuzusprechen, so wie ein Verbot von Kinderarbeit in Großbritannien 1833 und ein Verbot von Gewalt gegen Kinder in Detuschland im Jahr 1896.

Die vier Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) sind:

  1. Nichtdiskriminierung: Kinderrechte gelten für ALLE Kinder, ohne Ausnahme.
  2. Vorrang des Kindeswohls: Bei gerichtlichen Entscheidungen (zum Beispiel beim Thema Sorgerecht) muss das Wohl des Kindes den Ausschlag geben.
  3. Leben und Entwicklung: Jeder Staat hat das Überleben und die Entwicklung von Kindern "im größtmöglichen Maß" zu sichern.
  4. Berücksichtigung der Meinung und Beteiligung: Kinder haben das Recht, sich in allen sie betreffenden Angelegenheiten zu äußern, gehört zu werden und beteiligt zu werden

Der Gründer der Salesianerbewegung, der Heilige Don Bosco, erkannte schon vor 150 Jahren, dass Kinder und Jugendliche jeder Herkunft ein Anrecht auf Bildung und Wertschätzung haben. So widmete er sein Leben dem Schutz und der Förderung der armen Straßenkinder von Turin. Aus seiner Arbeit ist heute ein weltweites Netzwerk geworden, das unermüdlich für Kinderrechte einsteht.

Don Bosco setzt sich als Anbieter von Schul- und Ausbildung in über 130 Ländern besonders für das Recht auf Bildung ein. Durch den einzigartigen Ansatz der Don Bosco Pädagogik erhälten Kinder Stärke, Selbstwertgefühl und einen ausgeglichenen Lebensalltag. Außerdem betreibt Don Bosco weltweit Wohnheime, Schutzunterkünfte, in denen Jugendliche Gewalt und Ausbeutung in ihrem Alltag entkommen können.

Don Bosco ist eine große Gemeinschaft und bietet viele Möglichkeiten, mitzumachen und sich für die Rechte von Kindern einzusetzen. Der einfachste Weg ist durch eine Spende. Jede Hilfe trägt dazu bei, das Leben von Millionen Jugendlichen etwas besser zu machen! Erfahre hier, wie Du sonst noch aktiv werden kannst.

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Zwei lächelnde Frauen mit grauen Haaren, eine mit schulterlangen Wellen, die andere mit kurzen, stacheligen Haaren.
Tanja Kabon & Inés Bautz