Lachende junge Schwarze Frau mit Ausweis und Rucksack steht auf einem Sandplatz vor gelbem Gebäude und weißem LKW.

Mädchenförderung in Sierra Leone Theresa aus Freetown

In den Slums von Freetown leben viele Mädchen in großer Armut. Don Bosco bietet Straßenmädchen Schutz. Durch gezielte Mädchenförderung können sie sich eine neue Zukunft aufbauen.

Straßenmädchen in Sierra Leone

Viele Mädchen in Sierra Leone wachsen in großer Armut auf. Manche verlieren früh ihre Eltern, andere werden in ihren Familien ausgebeutet oder müssen Gewalt erleben. Ohne Schutz und Unterstützung landen viele von ihnen auf der Straße – besonders in der Hauptstadt Freetown. Eine von ihnen ist Theresa (Name geändert).

 	Eine lächelnde Schwarze Frau mit geflochtenen Haaren und einem Batik-Kleid sitzt draußen, eine goldene Kreuzkette sichtbar.

Ein Leben ohne Schutz

Theresa verliert ihre Eltern schon früh. Danach lebt sie bei ihrem Onkel und dessen Frau. Doch statt Geborgenheit erlebt sie dort Ausbeutung. Sie muss im Haushalt arbeiten, bekommt kaum Zuwendung und darf nicht zur Schule gehen.

Als Theresa mit 16 Jahren ungewollt schwanger wird, muss sie das Haus verlassen. Ihr Freund will nichts von dem Kind wissen. Statt Unterstützung erlebt sie Gewalt. Plötzlich ist Theresa völlig auf sich allein gestellt.

© Don Bosco Mission Bonn / Fairpicture / Saidu Bah

Leben auf der Straße in Freetown

Wie tausende Kinder und Jugendliche landet Theresa schließlich auf der Straße in Freetown. Hier beginnt für sie ein Leben ohne Schutz und voller Gefahren. Besonders Mädchen sind extrem gefährdet. Hunger, Krankheiten und Gewalt gehören zum Alltag. Viele versuchen, sich mit kleinen Arbeiten über Wasser zu halten.

Andere sehen keinen anderen Ausweg mehr. Manche sind noch Kinder, wenn sie gezwungen werden, ihren Körper zu verkaufen, um zu überleben. Oft spricht man in diesem Zusammenhang von „Kinderprostitution“ in Sierra Leone. Tatsächlich handelt es sich um sexuelle Ausbeutung von Kindern. Die Mädchen entscheiden sich nicht freiwillig dafür. Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit lassen ihnen häufig keine andere Wahl.

Auch Theresa muss so ums Überleben kämpfen.

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Lächelndes schwarzes Mädchen in blauer Schuluniform schreibt in ein Notizbuch an einem Pult im Klassenzimmer, umgeben von Schülern.

Hoffnung durch Don Bosco Fambul

Als Theresa sich eines Tages hilfesuchend an die Polizei wendet, bekommt sie einen guten Rat: „Versuch es bei Don Bosco.“

Don Bosco setzt sich gezielt für Mädchenförderung in Sierra Leone ein und leistet Hilfe für Straßenmädchen. Im Zentrum Don Bosco Fambul in Freetown finden Mädchen zwischen neun und 17 Jahren Schutz, die Gewalt, Ausbeutung und das Leben auf der Straße erlebt haben. Die Straßenmädchen erhalten medizinische Versorgung, therapeutische Hilfe und eine neue Perspektive.

Das Don Bosco-Zentrum ist die einzige Einrichtung dieser Art in Sierra Leone. „Fambul“ bedeutet in der Landessprache „Familie“. Genau das finden viele Mädchen dort zum ersten Mal in ihrem Leben.

Bei Don Bosco Fambul erhalten Straßenmädchen in Sierra Leone:

Drei junge afrikanische Mädchen in blauen Uniformen, eines lächelt mit Kreuzkette, auf einem Schulhof mit Gebäude und Kindern.

Ein sicheres Zuhause

Im Zentrum Don Bosco Fambul finden die Mädchen einen sicheren Schlafplatz und Schutz vor den Gefahren der Straße.

© Don Bosco Mission Bonn / Fairpicture / Saidu Bah
Eine Krankenschwester untersucht ein Kind und misst Temperatur und Blutdruck an dessen Arm.

Medizinische Versorgung

Im Zentrum Fambul betreibt Don Bosco eine eigene Krankenstation, wo die Mädchen bei ihrer Aufnahme untersucht und Krankheiten behandelt werden können.

© Don Bosco Mission Bonn / Fairpicture / Saidu Bah
Kinder in passenden gemusterten Hemden essen Mahlzeiten aus bunten Schüsseln an langen Tischen in einem dekorierten Saal.

Regelmäßige Mahlzeiten

Im Don Bosco-Zentrum erhalten die ehemaligen Straßenmädchen täglich Nahrung. Das gemeinsame Essen im Speisesaal ist fester Teil vom Tagesablauf.

© Don Bosco Mission Bonn / Fairpicture / Saidu Bah
Drei Frauen und ein Kind stehen auf schmutzigem Boden, mit dem Rücken zur Kamera, vor einem Gebäude mit Wandgemälde. Ein Vogel fliegt.

Psychosoziale Betreuung

Bei Don Bosco Fambul gibt es ein Therapiezentrum für die ehemaligen Straßenmädchen. Pädagogische und therapeutische Fachkräfte helfen ihnen, traumatiche Erfahrungen zu verarbeiten.

© Don Bosco Mission Bonn / Fairpicture / Saidu Bah
Eine erwachsene Frau unterrichtet eine Gruppe junger Menschen an Holztischen in einem Klassenzimmer, wobei eine Schülerin ein Baby hält.

Schulische Bildung

Bei Don Bosco Fambul in Freetown können Mädchen und junge Frauen zur Schule gehen und Bildung nachholen. Ein Schulabschluss eröffnet ihnen echte Zukunftschancen.

© Don Bosco Mission Bonn / Fairpicture / Saidu Bah
Eine Frau mit Kochmütze schneidet Hühnchen auf einem Brett, umgeben von Frauen in Schürzen, die zusehen.

Berufliche Ausbildung

Im Don Bosco-Zentrum können junge Frauen verschiedene Berufe erlernen, zum Beispiel Köchin, Schneiderin oder Friseurin. Die Ausbildung für Mädchen schafft neue Perspektiven und hilft ihnen, ein eigenes Einkommen zu verdienen und unabhängig zu werden. 

© Don Bosco Mission Bonn / Fairpicture / Saidu Bah

Ein Neuanfang für Theresa

Theresa wird zunächst in der Krankenstation des Zentrums aufgenommen. Dort bringt sie ihre Tochter zur Welt. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Kind im Don Bosco-Zentrum.

Früh am Morgen steht Theresa auf, bringt ihre Tochter in den Kindergarten und besucht anschließend die Berufsschule. Danach arbeitet sie in der Lehrküche des Zentrums. Die Ausbildung zur Köchin ist ihre große Leidenschaft.

Theresa ist überzeugt, dass sie ihre Zukunft selbst gestalten kann. Ihr Traum ist es, eines Tages ein eigenes kleines Restaurant zu eröffnen.

Ich werde durch meine Arbeit genug Geld verdienen und für meine Tochter da sein.

Lachende junge Schwarze Frau mit Ausweis und Rucksack steht auf einem Sandplatz vor gelbem Gebäude und weißem LKW.
Theresa
ehemaliges Straßenmädchen aus Sierra Leone
Eine junge Frau in blauem Hemd hält ein kleines Kind in rosa Oberteil; beide blicken direkt in die Kamera in einem Innenraum.

Schutz für Mädchen und Hilfe für junge Mütter

Rund zehn Prozent der Mädchen im Zentrum sind bereits selbst Mütter. Für sie bedeutet das Angebot von Don Bosco besonders viel.

Während die jungen Frauen eine Ausbildung machen, werden ihre Kinder im Kindergarten betreut und medizinisch versorgt. So können Mutter und Kind gemeinsam eine neue Zukunft beginnen.

Theresa weiß, wie entscheidend diese Unterstützung ist.

© Don Bosco Mission Bonn / Fairpicture / Saidu Bah

Gezielte Mädchenförderung in Sierra Leone wirkt

Das Zentrum Don Bosco Fambul hat bereits hunderten Mädchen geholfen, ihre traumatische Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Viele von ihnen schließen eine Ausbildung ab und finden dann eine Arbeit oder machen sich selbstständig. Manche kehren gestärkt in die eigenen Familien zurück. Diese Frauenförderung in Sierra Leone stärkt indirekt die gesamte Gesellschaft und die Entwicklung des Landes.

Theresas Geschichte zeigt, was möglich wird, wenn Mädchen Schutz, Bildung und Vertrauen erhalten.

Wenn Don Bosco nicht gewesen wäre, wäre ich heute nicht hier. Don Bosco hat mich aufgefangen, begleitet und geschützt.

Lachende junge Schwarze Frau mit Ausweis und Rucksack steht auf einem Sandplatz vor gelbem Gebäude und weißem LKW.
Theresa
ehemaliges Straßenmädchen aus Sierra Leone

Gemeinsam Mädchen stärken

Noch immer leben viele Mädchen in Sierra Leone auf der Straße. Sie brauchen Schutz, medizinische Hilfe und Zugang zu Bildung. Denn jedes Mädchen verdient die Chance auf ein sicheres Leben!

Mit deiner Unterstützung kann Don Bosco noch mehr Mädchen erreichen und ihnen eine Zukunft ermöglichen.

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Don Bosco Helferin im Gespräch mit jungen Menschen in einer lebhaften, dicht besiedelten Gemeinde.

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Häufige Fragen zum Thema Kinderrechte & Schutz

Spenden braucht Vertrauen. Don Bosco Mission Bonn, über welche deine Spende verwaltet wird, unterzieht sich als Einrichtung der Salesianer Don Boscos jedes Jahr freiwillig der unabhängigen Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und hat als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit das DZI-Spendensiegel zuerkannt bekommen (Don Bosco Mission Bonn auf der Website des DZI). Don Bosco Mission Bonn lässt seit Jahren zudem eine jährliche externe Prüfung einschließlich Belegprüfung durchführen.

Die Rechte von Kindern und Jugendlichen sind seit 1989 in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriegen. Doch schon im 19. Jahrhundert begann die Menschheit, Kindern bestimmte Rechte zuzusprechen, so wie ein Verbot von Kinderarbeit in Großbritannien 1833 und ein Verbot von Gewalt gegen Kinder in Detuschland im Jahr 1896.

Die vier Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) sind:

  1. Nichtdiskriminierung: Kinderrechte gelten für ALLE Kinder, ohne Ausnahme.
  2. Vorrang des Kindeswohls: Bei gerichtlichen Entscheidungen (zum Beispiel beim Thema Sorgerecht) muss das Wohl des Kindes den Ausschlag geben.
  3. Leben und Entwicklung: Jeder Staat hat das Überleben und die Entwicklung von Kindern "im größtmöglichen Maß" zu sichern.
  4. Berücksichtigung der Meinung und Beteiligung: Kinder haben das Recht, sich in allen sie betreffenden Angelegenheiten zu äußern, gehört zu werden und beteiligt zu werden

Der Gründer der Salesianerbewegung, der Heilige Don Bosco, erkannte schon vor 150 Jahren, dass Kinder und Jugendliche jeder Herkunft ein Anrecht auf Bildung und Wertschätzung haben. So widmete er sein Leben dem Schutz und der Förderung der armen Straßenkinder von Turin. Aus seiner Arbeit ist heute ein weltweites Netzwerk geworden, das unermüdlich für Kinderrechte einsteht.

Don Bosco setzt sich als Anbieter von Schul- und Ausbildung in über 130 Ländern besonders für das Recht auf Bildung ein. Durch den einzigartigen Ansatz der Don Bosco Pädagogik erhälten Kinder Stärke, Selbstwertgefühl und einen ausgeglichenen Lebensalltag. Außerdem betreibt Don Bosco weltweit Wohnheime, Schutzunterkünfte, in denen Jugendliche Gewalt und Ausbeutung in ihrem Alltag entkommen können.

Don Bosco ist eine große Gemeinschaft und bietet viele Möglichkeiten, mitzumachen und sich für die Rechte von Kindern einzusetzen. Der einfachste Weg ist durch eine Spende. Jede Hilfe trägt dazu bei, das Leben von Millionen Jugendlichen etwas besser zu machen! Erfahre hier, wie Du sonst noch aktiv werden kannst.

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Zwei lächelnde Frauen mit grauen Haaren, eine mit schulterlangen Wellen, die andere mit kurzen, stacheligen Haaren.
Tanja Kabon & Inés Bautz