Erdbeben in Kolumbien: Unser Mitgefühl gilt den Menschen vor Ort

Nach Venezuela ist nun auch das benachbarte Kolumbien von einem schweren Erdbeben getroffen. Am Montag, den 10. August erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,4 das lateinamerikanische Land. Mehr als 130 Menschen sind bisher ums Leben gekommen und rund 2.000 Menschen gelten als vermisst. Der kolumbianische Präsident hat den Notstand ausgerufen. Rettungskräfte suchen weiter in den Trümmern nach Verschütteten.
Die Salesianer Don Boscos sind seit vielen Jahren in Kolumbien aktiv. Nach ersten Angaben gab es unter den Ordensmitgliedern und Mitarbeitern keine Todesopfer. Die Gemeinschaft rief zum Gebet für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Kolumbien auf und sicherte ihnen Unterstützung und Begleitung zu.
Besonders stark betroffen sind mehrere salesianische Einrichtungen in der Millionenstadt Cali, darunter das Technische Institut ITI San Juan Bosco, das Ausbildungszentrum Don Bosco sowie die Pfarren San Juan Bosco und San Francisco de Sales. Die betroffenen Gebäude sind teilweise zurzeit nicht nutzbar. Auch in anderen Regionen wurden schwere Schäden gemeldet.
Als Vorsichtsmaßnahme müssen die Aktivitäten in mehreren Einrichtungen vorübergehend ausgesetzt werden, bis die Gebäude technisch überprüft und sichere Bedingungen für Schüler/-innen, Mitarbeiter/-innen und die jeweiligen Gemeinschaften gewährleistet sind.
Der Direktor der Don-Bosco-Schule in Dosquebradas, P. Carlos Manuel Barrios SDB berichtet:
Gott sei Dank waren zum Zeitpunkt des Bebens keine Schüler/-innen im Gebäude und niemand wurde verletzt. Unser Schulgebäude wurde jedoch schwer beschädigt. Die Lage ist insgesamt noch sehr unübersichtlich.
In Gedanken und im Gebet sind wir bei den Menschen in Kolumbien, bei den betroffenen Familien und bei allen, die um Angehörige bangen. Wir wünschen ihnen Kraft, Zusammenhalt und Hoffnung in dieser schweren Zeit.