Eine Mutter mit ihrem Kind, begleitet von einer Don Bosco-Schwester
2026

Cotonou: Schutz und Begleitung von Teenager-Müttern Don Bosco Cotounou

  • Ziel: Schutz von jungen Müttern und ihren Kindern sowie von Mädchen und Frauen
  • Einzugsgebiet: Cotonou, Benin
  • Zahl der betreuten jungen Menschen: 100
  • Zeitraum: 2026
Benötigte Fördersumme: 4.500 €Projekt unterstützen

Im Maison du Soleil in Benin betreuen die Don Bosco Schwestern schwangere Mädchen und geben Teenager-Müttern und ihren Babys Hoffnung.

In Cotonou, dem wirtschaftlichen Zentrum der westafrikanischen Republik Benin, sind frühe und ungewollte Schwangerschaften unter Mädchen und jungen Frauen nicht selten. Häufig stehen sie in Verbindung mit Formen geschlechtsspezifischer Gewalt – darunter auch Vergewaltigungen in Zwangsehen.

Oft sind die Mädchen mit der Verantwortung ganz alleine

Neben den körperlichen und seelischen Folgen bedeutet eine frühe Schwangerschaft für viele Mädchen auch das Ende ihrer schulischen Laufbahn. Damit entgeht ihnen nicht nur die Möglichkeit auf Bildung, sondern auch die Chance, ihr Leben später einmal selbstbestimmt zu gestalten.

Oft sind die jungen Frauen in dieser schwierigen Situation auf die Unterstützung ihrer Herkunftsfamilie angewiesen – besonders dann, wenn der Vater des Kindes keine Verantwortung übernimmt. Doch wenn auch die Familie sich zurückzieht, bleiben die Mädchen mit dem, was sie erlebt haben, mit der Schwangerschaft und der Verantwortung als junge Mutter häufig ganz auf sich allein gestellt – oft ohne jede materielle oder emotionale Unterstützung. Umso wichtiger ist es, ihnen Orte und Menschen an die Seite zu stellen, die sie stärken, begleiten und ihnen neue Perspektiven eröffnen.

Ich fühle mich hier sicher und es gefällt mir mit den anderen Mädchen. Ich möchte später gerne im Kosmetikbereich arbeiten.

Jamila*, 16, im sechsten Monat schwanger

Wenn möglich, kehren die jungen Mütter in ihre Herkunftsfamilie zurück

Im Maison du Soleil finden junge Mütter und ihre Babys einen Ort der Sicherheit, Fürsorge und neue Hoffnung. Seit 2011 begleiten die Schwestern dort Teenager, die viel zu früh mit Verantwortung, Gewalt oder Vernachlässigung konfrontiert worden sind. Viele der jungen Frauen haben schwere Erfahrungen gemacht – körperlich, seelisch und sozial. Im Maison du Soleil dürfen sie zur Ruhe kommen, werden gestärkt und können neue Perspektiven für sich und ihr Kind entwickeln.

Nebenan, im Maison de L’espérance, einem Schutzhaus für minderjährige Mädchen, können die Jugendlichen und jungen Frauen eine Ausbildung machen. Während der Ausbildungszeit erhalten die jungen Mütter Unterstützung durch sogenannte Babysitter – erfahrene Frauen, die nicht nur bei der Kinderbetreuung helfen, sondern auch die Beziehung zwischen Mutter und Kind stärken. Viele der jungen Frauen sind selbst Opfer von Gewalt und müssen erst lernen, eine liebevolle Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Sie können jederzeit ins Nebengebäude gehen, wenn ihr Kinder weint oder gestillt werden muss.  

Nach etwa einem Jahr im Wohnheim wird, wenn möglich, behutsam eine Rückkehr in die Herkunftsfamilie oder zu nahestehenden Verwandten vorbereitet – stets mit dem Ziel, die jungen Mütter nicht allein zu lassen, sondern ihnen ein tragfähiges Umfeld zu schaffen.

So können Sie helfen

Jedes Jahr nimmt das Maison du Soleil mindestens zehn Teenagermütter mit ihren Kindern auf. Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass die Jugendlichen Geborgenheit und Wertschätzung erfahren und geben ihnen die Möglichkeit zu einem Neubeginn. 

Menschen vor einem Hauseingang.
Menschen liegen in ihrer Unterkunft.

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