Jugendliche und Erwachsene sitzen und stehen in einem Klassenzimmer um einen Tisch, diskutieren, mit Flipcharts im Hintergrund.

Workshop: Zusammenleben und Zivilcourage Spielerisch Zivilcourage einüben

Zusammenleben und Zivilcourage Wie gelingt respektvolles Miteinander?

Junge Menschen erleben häufig Diskriminierung und Ausgrenzung in der Schule – durch Mitschüler:innen oder Lehrkräfte. Mithilfe verschiedener Übungen ermutigen wir die Jugendlichen, sich gegen die soziale Ausgrenzung einzusetzen. Die Jugendlichen erkennen: Wenn jede und jeder an sich denken würde, wäre nicht an alle gedacht. Gutes Zusammenleben basiert auf dem Vertrauen und der Zuversicht, dass andere in einer Notlage solidarisch statt egoistisch handeln. 

Zivilcourage üben im Forumtheater

Das Herzstück des Workshops ist das Forumtheater. Hier stellen wir einen gesellschaftlichen Konflikt im Themenbereich Rassismus oder Mobbing nach. Anschließend werden die Schüler:innen von Zuschauenden zu Mitspielenden. Sie schlagen selbst Ideen vor, um den Konflikt zu lösen oder zu einem besseren Ende zu führen. Die Ideen werden nacheinander ausprobiert und reflektiert. Mit dieser Methode ermutigen wir die Jugendlichen, sich gegen soziale Ausgrenzung im Alltag einzusetzen.

Kostenloses Angebot

Dank einer Förderung durch die Dominik Brunner Stiftung aus München können wir den Workshop "Zusammenleben und Zivilcourage" aktuell kostenlos anbieten. 

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Fragen zum Workshop

Schulformen und Fächer

Unser Workshop ist für Schüler:innen der Klassenstufen 7 bis 10 konzipiert und richtet sich an Gymnasien, Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Die Fächer Religion, Ethik und Gesellschaftslehre sind besonders gut geeignet, um sich mit unseren Themen auseinanderzusetzen, sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Oft entscheiden sich auch Klassenlehrer:innen für unsere Workshops, um die Gemeinschaft und Solidarität innerhalb und außerhalb der Klasse zu stärken.

Klassenlehrer:innen - Unsere wichtigen Partner

Die Klassenlehrer:innen spielen eine bedeutsame Rolle als Vermittler zu ihren Schüler:innen und sind indirekte Zielgruppe. In ihrem vielfältigen Bildungsauftrag, der sowohl Wissensvermittlung als auch die Förderung von sozialen Kompetenzen und zivilcouragiertem Verhalten umfasst, bieten wir ihnen Unterstützung an.

Ein Lehrerin, mit deren 7. Klasse wir im Jahr 2019 drei Projekttage umsetzten, drückte es folgendermaßen aus:

"Die Themen Gemeinschaft und Solidarität haben deshalb so große Bedeutung, da sie neben den Fachinhalten jeden Tag Bestandteil unseres Lehrauftrages sind (...). Bei der Entwicklung zu mündigen, verantwortungsbewussten Individuen kann Zivilcourage nicht oft genug thematisiert werden." 

Werteerziehung, Gemeinschaft und Engagement für ein harmonisches Zusammenleben

Unsere Workshops ermöglichen den Jugendlichen eine Reflexion ihrer Einstellungen und Werte. Dabei erwerben sie Kompetenzen, um ihr Leben auf Grundlage von Werten wie Gemeinschaft, Vielfalt, Respekt und Solidarität zu gestalten.

Wir fördern den respektvollen Umgang der Schüler:innen miteinander, als Grundlage für ihre Interaktionen jenseits des Schulgeländes.

Unsere Sensibilisierung für das Thema Zivilcourage vermittelt den Schüler:innen essenzielle Verhaltensregeln für couragiertes Handeln im Alltag.

Wir motivieren die Schüler:innen dazu, sich sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule couragiert gegen Diskriminierung und Rassismus einzusetzen.

Erlebnisbasierte Methoden und aktive Übungen

In den fünfstündigen Workshops arbeiten wir direkt mit den Jugendlichen in ihrem Klassenverband unter Beteiligung der/ des Klassenlehrer*in. Wir nutzen aktive Methoden, z.B. aus dem BETZAVTA-Programm, die es den Jugendlichen ermöglichen, sich in Interaktion mit anderen zu erfahren und ihr soziales Handeln zu überprüfen.

Zur Einübung von Zivilcourage und Engagement gegen Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus setzen wir besonders auf die Methodik des Forumtheater (Theater der Unterdrückten nach Augusto Boal). Im Forumtheater entwickeln die Schüler*innen selbst Handlungsoptionen in diskriminierenden Situationen, in denen Zivilcourage gefordert ist, und probieren diese aus. Die Jugendlichen erfahren, dass sie solchen Situationen nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern dass sie selbst Lösungswege finden und danach handeln können. Mit dieser sehr wirkungsvollen Methode erreichen wir erfahrungsgemäß auch die Schüler*innen, die sich sonst wenig beteiligen.

Als Basis für das ausprobierende Handeln im Forumtheater dienen die grundsätzlichen Informationen und Verhaltensregeln zu Zivilcourage, die wir vorher mit den Schüler*innen erarbeitet haben und die wir nach dem Forumtheater nochmals vertiefen.

Vorbereitung und Evaluation

Die Workshops bereiten wir in einem Telefonat mit der Lehrkraft über die Situation und Vorkenntnisse der Klasse vor. Über ein leitfadengestütztes Interview mit der Lehrkraft sowie einen Schülerfragebogen nach dem Workshop erfassen wir die Wirkung und Veränderungen bei den Schüler*innen. 

Stärkung der Klassengemeinschaft

Als Lehrkraft sind Sie mit dafür verantwortlich, die Klassengemeinschaft zu stärken. Deshalb ist es wichtig, dass Sie an dem Workshop teilnehmen - entweder aktiv oder in einer beobachtenden Rolle. Die Schüler*innen sollen einen respektvollen Umgang anhand von interaktiven und erlebnisorientierten Methoden miteinander erfahren. Sie als Lehrkraft unterstützen Ihre Klasse dabei. Und wir unterstützen Sie wiederum bei der Werteerziehung.

Vorbereitung der Klasse

Grundsätzlich müssen Sie Ihre Klasse nicht vorbereiten, aber es ist erfahrungsgemäß hilfreich, wenn die Klasse schon eine Idee von dem Thema hat. Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler durch einen spielerischen und emotionalen Ansatz zum Nachdenken anzuregen. Dadurch bieten sich nach unserem Besuch für Sie einige Anknüpfungsmöglichkeiten, mit denen Sie den begonnenen Prozess in der Klasse festigen können.

Der Workshop “Zusammenleben und Zivilcourage” dauert in der Regel sechs Stunden und kostet 300 € pro Durchführung

Unser Anspruch: Zugang für alle
Sollte die Finanzierung für Sie eine Herausforderung darstellen, sprechen Sie uns gerne an. Wir unterstützen Sie bei der Suche nach Lösungen und beraten zu möglichen Finanzierungsquellen. Unser Ziel ist es, allen Schulen die Teilnahme an unseren Workshops zu ermöglichen.

Flyer herunterladen

Eindrücke vom Forumtheater

Jugendliche und Erwachsene sitzen und stehen in einem Klassenzimmer um einen Tisch, diskutieren, mit Flipcharts im Hintergrund.
Schüler klatschen in einem grünen Klassenzimmer, von der Seite aufgenommen.
Menschen in einem Klassenzimmer, darunter eine Frau im roten Hemd sprechend, ein Mann Zeitung lesend, andere sitzend.
Ein Mann mit Hut liest Zeitung, ein junges Mädchen lächelt, und Schüler nehmen an einem Klassenzimmer-Workshop teil.
Ein Mann mit Hut liest einem jungen Mann in blauem T-Shirt eine Zeitung vor, der interessiert auf einen Artikel über Handwerke blickt.
Ein junger Junge in einem blauen Hemd hebt seine Hand in einem Klassenzimmer, bereit, eine Frage zu beantworten.

Das sagen Schüler*innen über uns

Schüler*in Klasse 9 Gesamtschule Hennef-West

“Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass es nicht funktioniert, Konflikte ohne Kommunikation zu lösen.”

Schüler*in Klasse 9 Norbertgymnasium Dormagen

“Mir hat der Workshop gezeigt, dass es nur eine gute Klassengemeinschaft geben kann, wenn der Zusammenhalt in der Klasse gestärkt wird. Denn wenn man es will, dann schafft man vieles!”

Schüler*in Klasse 7 Gesamtschule Köln-Dellbrück

“Wenn jemand diskriminiert wird, schaue ich nicht weg, sondern habe den Mut einzugreifen, auch im Zug oder auf der Straße!”

Schüler*in Klasse 8 Norbertgymnasium Dormagen

“Durch den Workshop „Zusammenleben und Zivilcourage“ ist mir klargeworden, dass man auch ohne Worte, sondern mit Körpersprache seine Stimmung und Gefühle ausdrücken kann. Des Weiteren habe ich gezielt durch den Workshop erfahren, wie sich Ausgegrenzte fühlen. Jetzt habe ich mehr Mumm, mich einzubringen.”

Ihre Ansprechpartnerin

Porträt einer lächelnden Frau mit braunen Haaren, Brille und rotem Oberteil vor einer grauen Wand.
Claudia Steiner Referentin für Bildung und Engagemen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Unser Radius:

Im Umkreis von 75 km um unser Büro in Bonn-Gronau sind wir für Sie da! Dies umfasst im Wesentlichen Bonn, Rhein-Sieg, Rhein-Erft und Köln. Wenn Ihre Schule von unserem Büro (Sträßensweg 3, 53113 Bonn) nicht mehr als 60 Minuten Autofahrt entfernt liegt, können wir den Workshop ermöglichen. 

Bitte berücksichtigen Sie, dass bei längerem Anfahrtsweg der Workshop möglicherweise erst in der zweiten oder dritten Schulstunde beginnen kann. So stellen wir sicher, dass der gesamte Workshop-Inhalt vermittelt wird und Ihre Schülerinnen und Schüler eine umfassende Erfahrung erhalten.

Interesse an unseren Workshops?

Wir besuchen Ihre Schule gerne! Nehmen Sie Kontakt auf, um Details zu besprechen und einen passenden Termin zu finden. Gemeinsam gestalten wir inspirierende Projekttage für Ihre Schülerinnen und Schüler. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Wir haben die Workshops für die Klassenstufen 7 bis 10 für Gymnasien, Haupt-, Real- und Gesamtschule entwickelt. Die Fächer Religion, Ethik und Gesellschaftslehre eignen sich besonders gut, um an unsere Themen anzuknüpfen, sind aber keine Voraussetzung.

Als Lehrkraft sind Sie mit dafür verantwortlich, die Klassengemeinschaft zu stärken. Deshalb ist es wichtig, dass Sie an dem Workshop teilnehmen - entweder aktiv oder in einer beobachtenden Rolle. Die Schüler*innen sollen einen respektvollen Umgang anhand von interaktiven und erlebnisorientierten Methoden miteinander erfahren. Sie als Lehrkraft unterstützen Ihre Klasse dabei.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass eine gute Abstimmung über Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit an der Schule mit der jeweiligen Gruppe wichtig ist. Das heißt, wenn wir die Rahmenbedingungen kennen und ein paar Informationen über die Schüler*innen, deren Kenntnisse und Kapazitäten von Ihnen erhalten, können wir mit unserer Arbeit loslegen.

Grundsätzlich müssen Sie Ihre Klasse nicht vorbereiten. Allerdings gilt: Je kürzer wir da sind, desto hilfreicher ist es, wenn die Klasse schon eine Idee vom behandelten Thema hat. Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler durch einen spielerischen und emotionalen Ansatz zum Nachdenken anzuregen. Dadurch bieten sich nach unserem Besuch für Sie einige Anknüpfungsmöglichkeiten, mit denen Sie den begonnenen Prozess in der Klasse festigen können.

Über unser Buchungsformular können Sie den entsprechenden Workshop auswählen und uns eine Buchungsanfrage stellen.

Für die Durchführung eines 6-stündigen Workshops berechnen wir normalerweise 300 €. Es gibt jedoch Workshops, die wir günstiger oder sogar kostenlos anbieten können, da sie über spezielle Fördertöpfe abgerechnet werden. Bitte schauen Sie hierfür unter den jeweiligen Angebotsseiten nach. 

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen„ heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist vor allem eine „Beziehungspädagogik“. Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck "Assistenz". Er sieht den Erzieher vor allem als „Assistenten“, der interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite steht.

Nein! Wir stehen für universelle Werte, die das Zusammenleben von Menschen verbessern. Dazu zählen Nächstenliebe, Respekt, Solidarität und Gerechtigkeit. Wir arbeiten mit allen Menschen zusammen, ganz gleich welcher Religion sie angehören. Wir sind dabei nicht katechetisch. Unsere Basis ist allerdings christlich: die Pädagogik Don Boscos und unsere Zugehörigkeit zur Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos mit deren Spiritualität, in der Freude und Ermutigung im Vordergrund stehen.