Lächelnde Frau im pinkfarbenen Sari in einer geschäftigen Nähwerkstatt, umgeben von anderen Frauen an Maschinen.

In Indien Frauenrechte stärken

In Indien Frauenrechte zu stärken bedeutet vor allem eines: Frauen Zugang zu Bildung und Arbeit zu ermöglichen. Besonders im abgelegenen Nordosten Indiens fehlt vielen Mädchen und jungen Frauen diese Chance auf Ausbildung.

Frauen stärken durch Bildung und Ausbildung

Don Bosco setzt sich gezielt für Frauenrechte in Indien ein. Mit Bildungsprogrammen für Frauen und praxisnaher beruflicher Bildung erhalten junge Frauen neue Perspektiven.

Die Kurse verbinden Grundbildung mit praktischer Ausbildung. Viele Teilnehmerinnen lernen zunächst lesen, schreiben und rechnen. Danach folgt die praktische Berufsausbildung – zum Beispiel im Schneiderhandwerk.

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Mit unserer Don Bosco Pädagogik für neue Chancen

Die Don Bosco Pädagogik stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Sie verbindet Lernen, praktische Fähigkeiten und persönliche Entwicklung.

Im Ausbildungsprogramm der Don Bosco Schwestern im Nordosten Indiens stehen vor allem Frauen im Mittelpunkt. Sie erhalten eine echte Chance auf eine Ausbildung. Viele kommen aus armen Familien in abgelegenen Dörfern. Damit sie ihre Ausbildung abschließen können, gibt es teilweise ein einjähriges Wohnprogramm. So wird Bildung für Frauen in Indien auch für junge Frauen aus entlegenen Regionen erreichbar.

Berufsausbildung bei Don Bosco in Indien Die Ausbildung zur Schneiderin hilft jungen Frauen

Lachende Frau näht an einer traditionellen Nähmaschine. Ihr Atelier ist mit bunten Stoffen geschmückt.

Shantis Erfolg

Shanti wollte Krankenpflegerin werden. Doch dann starb ihr Vater. Als Älteste von drei Geschwistern hilft sie der Mutter. Sie pflückte Tee, statt in die Schule zu gehen.

Dann hörte sie von den Kurzkursen bei Don Bosco. Sie gab sechs Monate lang alles – mit Zertifikat und Erfolg. Ihre erste Nähmaschine hat sie längst abbezahlt. Jetzt möchte sie eine elektrische kaufen. Denn ihr Geschäft läuft gut. Sie näht in ihrem Elternhaus günstige Kleidung für die Frauen im Dorf. Der Weg in die große Stadt ist für sie zu weit und zu teuer. Sie kommen zu Shanti, vor allem zu Festen wie Diwavil.

Shanti mag ihre finanzielle Unabhängigkeit.Sie sagt: "Ich werde nur einen Mann heiraten, der mir erlaubt, meine Schneiderei weiter zu betreiben." 

© Nishant Ratnakar
Lachende indische Frau näht an einer USHA-Maschine, umgeben von bunten, reich bestickten indischen Kleidungsstücken.

Hiramonis Berufung

„Kusum Ladies Tailor“ heißt Hiramonis Schneiderei. „Kusum“, so hat ihr Vater die 28-Jährige immer genannt. Hiramoni ist eine Ausnahme unter den jungen Frauen im Dorf. Sie hat Kunst und Geschichte studiert und einen Job gehabt. Den hat sie gekündigt, um sich voll und ganz um ihre krebskranke Mutter zu kümmern.

Als Jugendliche hatte sie bei Don Bosco das Nähen gelernt. Erst nur ein Hobby, kann sie nun damit Pflege und Beruf vereinbaren. Die ehrgeizige Hiramoni eröffnete flott eine kleine Schneiderei. Doch wegen der Corona-Pandemie blieb die Schneiderei Monate lang geschlossen.

Hiramoni hält durch. Sie nutzt die Zeit und lernt Modedesign, auch bei Don Bosco. Ihr Traum: Aus dem Atelier eine Boutique machen und eigene Entwürfe verkaufen. Damit kann sie überregional Geld verdienen.

© Nishant Ratnakar
Eine lachende Nonne zeigt einer lächelnden Schülerin Stoff an einer Nähmaschine. Andere Frauen nähen auch.

Schwester Annie unterstützt

„Die meisten Mädchen, die an unserem Programm teilnehmen, stammen aus Dörfern im Landesinneren. Sie kommen aus armen Familien. In den ersten Wochen bringen wir ihnen einige Grundkenntnisse bei, damit sie richtig lesen, schreiben und rechnen können," erklärt Schwester Annie Enchenatil FMA, die das Don Bosco Programm ARO leitet.

“Erst danach lernen sie das Nähen und die Bedienung der Nähmaschinen. Deshalb haben wir ein einjähriges Wohnprogramm für viele von ihnen, damit sie die Ausbildung erfolgreich abschließen können,” sagt Schester Annie.

© Don Bosco Mission Bonn / ich.tv / Nishant Ratnakar
Frauen und eine Nonne lächeln in einer Nähwerkstatt, einige bedienen Nähmaschinen, bunte Kleider hängen darüber.

Jyotimoni, die tapfere Schneiderin

Jyotimoni konnte ihrer Familie in schwierigen Zeiten mit ihrer Schneider-Ausbildung bei Don Bosco helfen. Sie begann, zu Hause Kleidung zu nähen.

Danach bot sich Jyotimoni eine besondere Möglichkeit: Sie wurde Lehrerin im Ausbildungszentrum der Don Bosco Schwestern. Jyotimoni kann es selbst kaum glauben: Sie unterrichtet heute junge Frauen im Nähen. Ihre Schülerinnen lernen nicht nur ein Handwerk. Sie lernen auch Selbstvertrauen und beruflichen Stolz.

Solche Vorbilder sind wichtig für junge Frauen in Indien. Für Jyotimoni ist es ein großer Erfolg – und ihr ganz persönlicher Beitrag zu mehr Rechten für Frauen in Indien. Denn sie zeigt den Mädchen, dass wirtschaftliche Unabhängigkeit möglich ist. 

© Nishant Ratnakar

Jyotimonis Beitrag zu Ausbildung und Frauenrechten in Indien

Jyotimoni ist ein Beispiel dafür, wie in Indien Frauenrechte durch Bildung gestärkt werden können. Sie hat die Grundschule besucht. Das ist mehr Unterricht, als andere junge Frauen je hatten. Deshalb konnte sie direkt mit der praktischen Schneiderausbildung beginnen.

Die Ausbildung gehört zur praxisnahen Berufsausbildung in Entwicklungsländern, die Don Bosco anbietet. Frauen lernen dort Nähen, den Umgang mit Maschinen, Grundwissen im Unternehmertum als Grundlage der Selbstständigkeit.

Während der Corona-Pandemie verlor Jyotimonis Mann seine Arbeit. Die Familie hatte plötzlich kaum Einkommen. Doch Jyotimoni konnte mit ihrer Ausbildung helfen.

Berufliche Bildung schafft finanzielle Sicherheit

Dank ihrer beruflichen Bildung begann Jyotimoni zu Hause Kleidung zu nähen. Zunächst arbeitete sie für Nachbarinnen im Dorf. Der Erfolg wuchs schnell. Besonders Damenbekleidung wurde stark nachgefragt. Für viele Frauen im Dorf ist maßgeschneiderte Kleidung günstiger als der Einkauf in der Stadt.

So trägt Jyotimoni heute aktiv dazu bei, Frauenrechte in Indien zu stärken: Sie verdient eigenes Geld und unterstützt ihre Familie.

Ausbildung als neue Lebensaufgabe

Später bot sich Jyotimoni eine besondere Möglichkeit. Eine Don Bosco Schwester fragte sie, ob sie als Lehrerin im Ausbildungszentrum arbeiten wolle.

Jyotimoni kann es selbst kaum glauben: Heute bildet sie selbst junge Frauen aus. Damit wird die Chance auf eine Ausbildung für viele Mädchen Realität. Nur etwa zehn Prozent der Absolventinnen schaffen diesen Schritt zur Ausbilderin. Für Jyotimoni ist es ein großer Erfolg – und ihr ganz persönlicher Beitrag zu mehr Rechten für Frauen in Indien.

Bildung für Frauen schafft Vorbilder

Jyotimoni unterrichtet heute junge Frauen im Nähen. Ihre Schülerinnen lernen nicht nur ein Handwerk. Sie lernen auch Selbstvertrauen und beruflichen Stolz. Solche Vorbilder sind wichtig für Frauen in Indien. Sie zeigen Mädchen, dass wirtschaftliche Unabhängigkeit möglich ist.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn mich die Leute 'Lehrerin' nennen. Es ist ein angesehener Beruf und diese Rolle bedeutet, dass ich jeden Tag aus dem Haus gehe, um zu arbeiten. Das macht mich stolz.

Lächelnde Frau im pinkfarbenen Sari in einer geschäftigen Nähwerkstatt, umgeben von anderen Frauen an Maschinen.
Jyotimoni
Ausbilderin bei DOn Bosco in Guwahati, Nordindien

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Zwei lächelnde junge Frauen stehen in einer Nähwerkstatt, mit anderen Schülern und Nähmaschinen im unscharfen Hintergrund.

Don Bosco fördert Selbstständigkeit

Die Don Bosco Pädagogik setzt bewusst auf praktische Fähigkeiten. Absolventinnen lernen nicht nur Nähen. Sie erhalten auch Unterstützung beim Aufbau kleiner Unternehmen.

Viele Frauen entscheiden sich nach ihrer beruflichen Bildung für die Selbstständigkeit. Jede zweite Absolventin eröffnet eine eigene Schneiderei. So wird Bildung für Frauen in Indien direkt zur wirtschaftlichen Perspektive.

Eigene Produktionsstätten für praktische Erfahrung

Die Ausbildungszentren arbeiten praxisnah. Viele verfügen über kleine Produktionsstätten für Schuluniformen. Diese Werkstätten bieten praktische Erfahrung während der Ausbildung. Gleichzeitig helfen die Einnahmen, die Programme zu finanzieren. So organisiert Don Bosco die Berufsausbildung in Entwicklungsländern langfristig stabil.

Ein ganzheitliches Programm für Frauenrechte in Nordindien

Die Don Bosco Schwestern betreiben seit fast 20 Jahren ein ganzheitliches Programm, um junge Frauen in der Region Guwahati in Nordindien zu fördern. Zu Auxilium Reach Out (ARO) gehört die Ausbildung von benachteiligten Frauen. Außerdem vergibt Don Bosco Kleinkredite und hilft beim Gründen von kleinen Unternehmen.

Darüber hinaus erhalten die jungen Frauen Gesundheitsversorgung und organisieren sich in Selbsthilfegruppen. Fundamentaler Bestandteil von ARO ist, dass Don Bosco die Frauen in Indien über Menschenrechte und Gleichberechtigung aufklärt.

Ausbildung
Kleinkredite
Selbstständigkeit
Gesundheitsversorgung
Selbsthilfegruppen
Menschenrechte

Ausbildung schützt Frauen vor Armut und Ausbeutung

Im Nordosten Indiens leben viele Menschen in Armut. Arbeitsplätze sind selten, Wege weit und Perspektiven begrenzt. Besonders Frauen sind betroffen.

Ohne spezielle Bildungsangebote für Frauen in Indien finden sie kaum Arbeit. Dadurch werden sie anfällig für Ausbeutung oder Menschenhandel. Don Bosco durchbricht diesen Teufelskreis durch spezielle berufliche Bildung für junge Frauen. So bekommen sie die Möglichkeit, selbstständig Einkommen zu verdienen.

Don Bosco baut Zukunftschancen aus

Die Don Bosco Schwestern entwickeln ihre Programme weiter. Neue Ausbildungsangebote sollen staatlich zertifiziert werden. Zusätzlich entstehen Beratungsstellen, die Absolventinnen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützen. 

Geplant sind auch Wohnheime für junge Frauen während ihrer Ausbildung. Damit wird die Chance auf eine Ausbildung für noch mehr Mädchen erreichbar.

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Häufige Fragen zum Thema Bildung & Zukunftschancen

Spenden braucht Vertrauen. Don Bosco Mission Bonn, über welche deine Spende verwaltet wird, unterzieht sich als Einrichtung der Salesianer Don Boscos jedes Jahr freiwillig der unabhängigen Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und hat als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit das DZI-Spendensiegel zuerkannt bekommen (Don Bosco Mission Bonn auf der Website des DZI). Don Bosco Mission Bonn lässt seit Jahren zudem eine jährliche externe Prüfung einschließlich Belegprüfung durchführen.

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen„ heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist vor allem eine „Beziehungspädagogik“. Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck "Assistenz". Er sieht den Erzieher vor allem als „Assistenten“, der interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite steht.

Weltweit können rund 750 Millionen Erwachsene nicht richtig lesen und schreiben. Besonders hoch ist der Anteil der Analphabeten in Subsahara-Afrika und Südasien. Oft ist Bildung ein Luxusgut und Schulen nur für Menschen in Großstädten oder gegen hohe Schulgebühren zugänglich. Don Bosco ist überall dort aktiv, wo Kindern und Jugendlichen die Chance auf Bildung verwehrt wird. Wir bauen Schulen, finanzieren Lernmaterialien, fördern Lehrer:innen und ermöglichen Schulstipendien.

Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt von Don Bosco ist die berufliche Bildung junger Menschen. In fast allen Ländern, in denen Don Bosco aktiv ist, bieten wir auch Ausbildungsplätze für Jugendliche oder treten als Vermittler auf. Dabei arbeiten wir eng mit regionalen Partnern aus der Wirtschaft zusammen. So können die Ausbildungspläne den Bedürfnissen und Standards des Arbeitsmarktes angepasst und möglichst viele Auszubildende direkt nach der Ausbildung in Arbeit vermittelt werden.

Don Bosco ist eine große Gemeinschaft und bietet viele Möglichkeiten, mitzumachen und Jugendlichen eine bessere Zukunft zu schenken. Der einfachste Weg ist durch eine Spende. Jede Hilfe trägt dazu bei, das Leben von Millionen Jugendlichen etwas besser zu machen! Erfahre hier, wie Du sonst noch aktiv werden kannst.

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Zwei lächelnde Frauen mit grauen Haaren, eine mit schulterlangen Wellen, die andere mit kurzen, stacheligen Haaren.
Tanja Kabon & Inés Bautz