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Menschenrechte in Indien stärken
Menschenhandel stoppen und Kinder schützen
Im nordindischen Bundesstaat Assam arbeiten viele Familien und ihre Kinder auf Teeplantagen. Der Lohn reicht kaum zum Überleben. Diese Armut macht Kinder besonders anfällig für Menschenhandel und Ausbeutung. Don Bosco stärkt deshalb Kinderrechte in Indien. Wir klären Familien auf und schaffen Bildungsangebote, helfen mit Schulmahlzeiten und schaffen neue Perspektiven.
Damit schützen wir Kinder und Jugendliche vor Ausbeutung und Kinderhandel und fördern Schutz und Menschenrechte.
Aufklärung stärkt Kinderrechte in Indien
In abgelegenen Dörfern wie Sonabheel in Assam beginnt der Schutz der Menschenrechte in Indien mit Aufklärung. Dazu haben die Don Bosco Schwestern ehrenamtliche „Komitees zur Bekämpfung des Menschenhandels“ (Anti-Human Trafficking Vigilante Committee, kurz VC) in den Dörfern ins Leben gerufen.
Deren laute Trommeln sollen wachrütteln. Und das tun sie in der schläfrigen Mittagsruhe, die sich über das Dorf gelegt hat. Es ist Sonntag, da haben hier im Nordosten Indiens sogar die Teepflückerinnen und -pflücker frei. Mindestens ein Mitglied jeder Familie verdingt sich auf einer der großen Plantagen. Zu einem Hungerlohn, sichert der Familie dadurch aber das Wohnrecht im Dorf. Neben Tee gedeiht der Menschenhandel in dieser abgelegenen Region Indiens.
Die jungen Leute hier sind leichte Opfer für die Menschenhändler. Die Familien sind arm und kinderreich. Von den niedrigen Löhnen auf den Teeplantagen können sie kaum überleben. Auf der Suche nach einer besseren Zukunft laufen viele Kinder von Zuhause weg oder glauben den Versprechungen der Menschenhändler.

Direktorin von Auxilium Reach Out (ARO)
Straßentheater schützt Kinder vor Menschenhandel
Das Straßentheater zieht heute die Aufmerksamkeit der Dorfbewohner auf sich. Eines der Anti-Menschanhandels-Kommitees führt in Sonabheel ein Theaterstück auf, dessen Handlung den Dorfbewohnern nur allzu bekannt ist: Ein alkoholkranker Vater wird von einem gerissenen Agenten mit viel Geld gelockt. Die Familie ist arm. Gemeinsam entscheiden sie, die älteste Tochter mit dem Agenten zum Arbeiten in die Großstadt zu schicken.
Die Geschichte ist realistisch und berührt viele Menschen – im Schauspiel endet sie dramatisch. Danach sprechen die Freiwilligen und die Don Bosco Schwestern mit den Familien. Sie erklären, wie Kinderschutz funktioniert und woran man Menschenhändlerinnen und Menschenhändler erkennt. Einigen Zuschauenden wird klar, dass sie sich selbst falsch verhalten haben. Jetzt wissen sie, mit wem sie reden können, denn das Komitee ist immer für sie und ihre Fragen da.
Straßentheater in Sonabheel Das Theaterstück macht die Gefahren von Menschenhandel sichtbar
Die Anti-Menschenhandels-Komitees von Don Bosco
Die lokalen Anti-Menschenhandels-Komitees schützen Menschenrechte in Indien aktiv. Die Mitglieder kommen aus den Dörfern und sind anerkannt. Sie helfen den Familien bei Verdachtsfällen und begleiten Betroffene.
Außerdem stehen sie jederzeit für Fragen zur Verfügung. Diese Arbeit stärkt Kinderrechte weltweit. Eltern erkennen immer häufiger die Risiken von dubiosen Vermittlerinnen und Vermittlern und schützen ihre Kinder besser.
Aufklärung zeigt messbare Erfolge
Wie wichtig diese Aufklärung hier ist, zeigen die Zahlen deutlich. Die Aktivitäten und Ideen der Don Bosco Schwestern verbessern den Kinderschutz auch in Assam.
Zwischen 2017 und 2019 konnten Helferinnen und Helfer 78 Kinder aus den Fängen des Menschenhandels in Indien befreien.
Gleichzeitig wächst das Bewusstsein in den Dörfern. Jugendliche erkennen heute schneller unseriöse Jobangebote. Eltern achten stärker darauf, dass ihre Kinder zur Schule gehen. Damit werden Kinderrechte in Indien Schritt für Schritt gestärkt.
Wir stellen einen leichten Rückgang der Fälle von Menschenhandel fest, da das Bewusstsein für dieses Problem gestiegen ist. Die Jugendlichen erkennen nun besser, ob der Vermittler unseriös ist oder ihnen wirklich hilft, einen guten Job zu bekommen.
Freiwilliger im Anti-Menschenhandels-Komitee in Sonabheel
Gestärkte Menschenrechte in Indien schenken Hoffnung
Als die Trommel in Sonabheel verstummt und sich die Menge zu zerstreuen beginnt, nähert sich eine alte Frau langsam Schwester Annie. Sie vermutet, dass ihre Tochter Opfer von Menschenhandel geworden ist. Die Tochter war mit einem Vermittler in eine größere Stadt gegangen. Seitdem hat die Familie keinen Kontakt mehr. Das Komitee beginnt sofort mit Nachforschungen. Solche Fälle zeigen, wie wichtig lokale Hilfe für Kinderrechte weltweit ist.
Schulbildung schützt vor Menschenhandel in Indien
Bildung ist ein zentraler Baustein, damit Menschenrechte in Indien gestärkt werden. Im Don Bosco Bildungszentrum in Tinsukia können Mädchen aus armen Teearbeiter-Familien zur Schule gehen. Die Schule schützt sie vor Menschenhandel in Indien und stärkt ihre Zukunftschancen. Das zeigt die Geschichte von Monica.
Bildung, Schutzräume und Aufklärung sind die wirksamsten Mittel, um Kinder in Indien dauerhaft vor Menschenhandel und Ausbeutung zu schützen und um Menschenrechte in Indien zu stärken!
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Häufige Fragen zum Thema Kinderrechte & Schutz
Spenden braucht Vertrauen. Don Bosco Mission Bonn, über welche deine Spende verwaltet wird, unterzieht sich als Einrichtung der Salesianer Don Boscos jedes Jahr freiwillig der unabhängigen Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und hat als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit das DZI-Spendensiegel zuerkannt bekommen (Don Bosco Mission Bonn auf der Website des DZI). Don Bosco Mission Bonn lässt seit Jahren zudem eine jährliche externe Prüfung einschließlich Belegprüfung durchführen.
Die Rechte von Kindern und Jugendlichen sind seit 1989 in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriegen. Doch schon im 19. Jahrhundert begann die Menschheit, Kindern bestimmte Rechte zuzusprechen, so wie ein Verbot von Kinderarbeit in Großbritannien 1833 und ein Verbot von Gewalt gegen Kinder in Detuschland im Jahr 1896.
Die vier Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) sind:
- Nichtdiskriminierung: Kinderrechte gelten für ALLE Kinder, ohne Ausnahme.
- Vorrang des Kindeswohls: Bei gerichtlichen Entscheidungen (zum Beispiel beim Thema Sorgerecht) muss das Wohl des Kindes den Ausschlag geben.
- Leben und Entwicklung: Jeder Staat hat das Überleben und die Entwicklung von Kindern "im größtmöglichen Maß" zu sichern.
- Berücksichtigung der Meinung und Beteiligung: Kinder haben das Recht, sich in allen sie betreffenden Angelegenheiten zu äußern, gehört zu werden und beteiligt zu werden
Der Gründer der Salesianerbewegung, der Heilige Don Bosco, erkannte schon vor 150 Jahren, dass Kinder und Jugendliche jeder Herkunft ein Anrecht auf Bildung und Wertschätzung haben. So widmete er sein Leben dem Schutz und der Förderung der armen Straßenkinder von Turin. Aus seiner Arbeit ist heute ein weltweites Netzwerk geworden, das unermüdlich für Kinderrechte einsteht.
Don Bosco setzt sich als Anbieter von Schul- und Ausbildung in über 130 Ländern besonders für das Recht auf Bildung ein. Durch den einzigartigen Ansatz der Don Bosco Pädagogik erhälten Kinder Stärke, Selbstwertgefühl und einen ausgeglichenen Lebensalltag. Außerdem betreibt Don Bosco weltweit Wohnheime, Schutzunterkünfte, in denen Jugendliche Gewalt und Ausbeutung in ihrem Alltag entkommen können.
Don Bosco ist eine große Gemeinschaft und bietet viele Möglichkeiten, mitzumachen und sich für die Rechte von Kindern einzusetzen. Der einfachste Weg ist durch eine Spende. Jede Hilfe trägt dazu bei, das Leben von Millionen Jugendlichen etwas besser zu machen! Erfahre hier, wie Du sonst noch aktiv werden kannst.
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