Junge Frau mit langen dunklen Haaren und Brille lächelt in einem Raum mit Spinden, grünem Heizkörper und Kleiderbügeln.

Notschlafstelle für Jugendliche in Köln Dornna aus Köln

In der Notschlafstelle des Don Bosco Clubs in Köln-Mülheim findet Dornna Halt, Gemeinschaft und neue Perspektiven.

Mehr als eine Notschlafstelle Ein Angebot für Jugendliche im Don Bosco Club in Köln-Mülheim

Dornna (21) lebt momentan in der Notschlafstelle des Don Bosco Clubs in Köln. „Das ist ein Jugendzentrum und gleichzeitig eine Notschlafstelle. Ich war zwei Jahre in einer Ausbildung, die habe ich dann aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen letztes Jahr. Und danach bin ich ziemlich aus dem Leben geraten“, erzählt Dornna. „Also für mich ist jetzt wichtig, dass ich auf meine eigenen Beine komme.“

Ich habe meine Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen letztes Jahr. Und danach bin ich ziemlich aus dem Leben geraten. Also für mich ist jetzt wichtig, dass ich auf meine eigenen Beine komme.

Junge Frau mit langen dunklen Haaren und Brille lächelt in einem Raum mit Spinden, grünem Heizkörper und Kleiderbügeln.
Dornna (21 Jahre)
lebt momentan in der Notschlafstelle für Jugendliche in Köln-Mülheim

Neue Hoffnung für Dornna und Robert

Im Don Bosco Club hat Dornna viele neue Leute kennengelernt – darunter ihre beste Freundin und ihren Freund Robert (19). „Die geben mir schon sehr viel Hoffnung“, sagt Dornna. Robert beschreibt das Angebot des Don Bosco Clubs so: „Die Leute, die hier in der Nähe wohnen, können hier vorbeikommen, Zeit verbringen. Es gibt neben Hausaufgabenbetreuung auch viele Angebote zum Spielen.“

Unterstützung im Don Bosco Club

Zwei lächelnde Personen, ein Mann mit Kapuzenpullover und Kappe, und eine Frau mit Brille und gemustertem Schal, in einem Flur.

Kontakt und Gemeinschaft in der Notschlafstelle

Im offenen Angebot des Don Bosco Clubs haben die beiden Notschläfer Robert und Dornna auch tagsüber die Möglichkeit, mit anderen jungen Menschen in Kontakt zu kommen.

Besonders schätzen sie die Unterstützung durch die Sozialarbeiter, denn neben der Notschlafstelle für Jugendliche gibt es im Don Bosco Club auch eine Sozialberatung. Diese hat Dornna „auf jeden Fall schon sehr viel weitergeholfen“. Die Unterstützung sowie das Gemeinschaftsgefühl tun Dornna und Robert gut und geben ihnen Halt.

© Don Bosco/ Jana Becker
Junger Mann in schwarzem Hoodie und gemusterter Cap blickt in die Kamera, im Hintergrund eine grüne Tafel.

Zukunftsperspektiven und Lebensmut für Jugendliche in Not

Robert ist in der Notschlafstelle für Jugendliche untergekommen, weil er gerade nicht arbeitet. Für seine Zukunft wünscht er sich einen Ausbildungsplatz und eine eigene Wohnung. Trotz seiner schwierigen Situation hat Robert Hoffnung, „weiterzukämpfen und nach vorne zu schauen“.

© Don Bosco/ Jana Becker
Junge Frau mit langen dunklen Haaren und Brille lächelt in einem Raum mit Spinden, grünem Heizkörper und Kleiderbügeln.

Struktur und Perspektive für Jugendliche im Don Bosco Club

Dornna wiederum sieht im Angebot des Don Bosco Clubs eine Möglichkeit, wieder mehr Struktur in ihren Alltag zu bringen. „Ich erledige meine Sachen, komme auf jeden Fall viel weiter, als wenn ich nicht hier wäre“, erklärt sie. Nun hat sie bereits einen Ausbildungsplatz in Aussicht.

© Don Bosco/ Jana Becker
Buntes Don-Bosco-Club Kinder- und Jugendzentrum Banner mit QR-Code an einem Backsteingebäude.

Angebote für Kinder und Jugendliche im Don Bosco Club

Der Don Bosco Club in Köln-Mülheim bietet ein offenes Angebot für Kinder und Jugendliche. Dort können sie ihre Freizeit gestalten, an kreativen und sportlichen Aktivitäten teilnehmen oder einfach Zeit mit Gleichaltrigen verbringen.

Zusätzlich bietet der Don Bosco Club Hausaufgabenhilfe und Lernbegleitung an, um schulische Leistungen zu unterstützen.

© Don Bosco / Jana Becker

Notschlafstelle für Jugendliche und soziale Arbeit im Don Bosco Club

Für junge Menschen in Not steht außerdem eine Notschlafstelle für Jugendliche zur Verfügung, die einen sicheren Rückzugsort für junge obdachlose Menschen von 18 bis 27 Jahren bietet.

Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter stehen den Jugendlichen für individuelle Sozialberatung zur Verfügung – ein Angebot, das von den Besuchenden besonders geschätzt wird. Die soziale Arbeit mit Jugendlichen wird im Don Bosco Club als essenziell angesehen, um den jungen Menschen zu helfen, ihre Lebenssituation zu verbessern und eine Perspektive für die Zukunft zu entwickeln.

Lern Dornna und Robert kennen

Dornna und Robert im Video

Erhalte hier einen Einblick in den Don Bosco Club in Köln-Mülheim und in die Notschlafstelle für Jugendliche. Erfahre im Video, was dieser Ort Dornna und ihrem Freund Robert bedeutet und was sie trotz allem hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt.

Deine Hilfe für Kinder und Jugendliche in Deutschand & weltweit

Junger Mann in schwarzem Hoodie und gemusterter Cap blickt in die Kamera, im Hintergrund eine grüne Tafel.

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Wir sind hoffnungsstark! Dieser Beitrag ist Teil unserer Themenreihe

Wir haben auf der ganzen Welt Jugendliche und Sozialarbeiter aus Don Bosco-Einrichtungen gefragt: was gibt euch Hoffnung in unsicheren Zeiten?

Zum Thema Hoffnungsstark

Ein Junge in grauer Jacke hält ein orangefarbenes Diabolo mit Stäben, auf einer Betontreppe mit orangem Geländer stehend.

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Häufige Fragen zu Spenden an Don Bosco

Don Bosco steht für Qualität: Wir unterstützen nur Projekte der Salesianer Don Boscos, die seit Jahrzehnten in den Projekten vor Ort sind und diese bestens kennen. Wir verzichten auf dritte Partner. Das bedeutet mehr Kontrolle, Transparenz und Betreuungsqualität für die Jugendlichen. Die Don Bosco Pädagogik, die Jugendliche in den Mittelpunkt stellt, ist einzigartig und auf langfristige Selbstermächtigung und messbare Erfolge ausgelegt. Doch Don Bosco steht auch für Vertrauen: Wir betreuen langfristig und über Jahre hinweg. In gefährlichen Krisengebieten auf der ganzen Welt sind wir oft unter den ersten NGOs, die im Land langfristig aktiv sind. So auch in der Ukraine, dem Südsudan und Äthiopien.

Wenn Du dies wünschst und uns deine Adresse bekannt ist, bekommst Du Anfang des Jahres von uns deine Spendenquittung als Sammelquittung aller geleisteten Spenden aus dem Vorjahr. Darunter sich auch von dir online getätigte Spenden. Melde dich gerne bei uns, wenn Du im laufenden Jahr eine Spendenbescheinigung brauchst.

Die Deutsche Provinz der Salesianer Don Boscos ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden können deshalb in Deutschland beim Finanzamt eingereicht werden. Auf Wunsch erhältst Du zu Anfang des Folgejahres eine Spendenbescheinigung als Sammelquittung.Bei Fragen kannst Du dich gerne mit uns telefonisch unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info-bonn(at)donbosco.de in Verbindung setzen.

Spenden braucht Vertrauen. Don Bosco Mission Bonn, über welche deine Spende verwaltet wird, unterzieht sich als Einrichtung der Salesianer Don Boscos jedes Jahr freiwillig der unabhängigen Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und hat als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit das DZI-Spendensiegel zuerkannt bekommen (Don Bosco Mission Bonn auf der Website des DZI). Don Bosco Mission Bonn lässt seit Jahren zudem eine jährliche externe Prüfung einschließlich Belegprüfung durchführen.

Rund 80 Prozent der uns anvertrauten Gelder leiten wir direkt an unsere Partner in den Projekten weiter. Das DZI beurteilt diesen Anteil als angemessen. Die restlichen 20 Prozent sind eine gute Investition: Ohne unsere qualifizierten Mitarbeitenden gäbe es keine Projektförderungen. Mit ihrem Wissen sorgen sie für eine seriöse Auswahl sowie eine professionelle Begleitung, Finanzsteuerung und Evaluierung dieser Projekte. Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit machen den Stellenwert von Bildung in der Entwicklungsarbeit bekannt und sichern die finanziellen Mittel für zukünftige Projektarbeit. Unsere Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung halten schließlich das Ganze zusammen: Finanzen, Personalverwaltung, IT – und sichern die täglichen Arbeitsabläufe der Organisation.

Ja, du hast die Möglichkeit, auf Wunsch für ein bestimmtes Projekt zu spenden. Unsere Spendenbedarfe sind allerdings dynamisch und ändern sich oft sehr schnell. So kann es zum Beispiel passieren, dass im Rahmen einer Spendenkampagne ein Spendenziel erreicht wird, bevor die Kampagne abgeschlossen ist. Daher bevorzugen wir freie oder themenbezogene Spenden, um flexibel reagieren und alle unsere Projekte gleichermaßen bedienen zu können.

Wir nehmen in der Regel keine Sachspenden von Einzelpersonen an. Besser als Sachspenden sind Geldspenden, die wir gezielter einsetzen können. Sachspenden verursachen hohe Kosten bei Verpackung und Transport und orientieren sich meistens nicht am Bedarf der notleidenden Bevölkerung. Wenn Du also sinnvoll helfen möchtest, ist eine Geldspende die beste Lösung! Damit kaufen wir direkt vor Ort oder in benachbarten Regionen Hilfsgüter ein: Unsere Hilfe kommt damit schneller ans Ziel und fördert die lokale Wirtschaft.

Häufige Fragen zum Thema Straßenkinder & Soziale Arbeit

„Youth at Risk“ bezeichnet junge Menschen, deren Entwicklung durch schwierige Lebensumstände erheblich gefährdet ist. Dazu zählen Armut, Gewalt, fehlender Zugang zu Bildung, Flucht, Diskriminierung oder Konflikte mit dem Gesetz. Der Begriff beschreibt nicht die Persönlichkeit der Jugendlichen, sondern die Risiken ihrer Lebenssituation.

Straßenkinder sind Kinder und Jugendliche, die zeitweise oder dauerhaft ohne festen Wohnsitz leben und den größten Teil ihres Alltags im öffentlichen Raum verbringen. Sie sind häufig auf sich allein gestellt, arbeiten oft informell, um zu überleben, und sind besonders gefährdet durch Armut, Ausbeutung, Gewalt oder fehlenden Schutz. Straßenkinder gibt es weltweit – auch in Deutschland – und sie benötigen gezielte Unterstützung, um Sicherheit, Bildung und Perspektiven zu erhalten.

Schätzungen zufolge leben rund 100 Millionen Kinder ganz oder zeitweise auf der Straße. Verlässliche Zahlen sind schwer zu erheben. Häufige Gründe sind extreme Armut, familiäre Gewalt, Vernachlässigung, Krieg, Flucht oder der Verlust der Eltern. Straßenkinder sind besonders gefährdet durch Ausbeutung, Missbrauch und fehlenden Schutz.

Ja. Auch in Deutschland leben Minderjährige zeitweise ohne festen Wohnsitz oder halten sich überwiegend im öffentlichen Raum auf. Die Ursachen liegen meist in familiären Konflikten, Gewalt oder Überforderung im Elternhaus. Die Betroffenen wechseln häufig zwischen Notunterkünften, Bekannten und der Straße.

Als „schwer erreichbar“ gelten junge Menschen, die von bestehenden Bildungs- und Hilfesystemen kaum erreicht werden. Oft leben sie in instabilen Verhältnissen, haben negative Erfahrungen mit Institutionen gemacht oder sind bereits aus Schule, Ausbildung oder Jugendhilfe herausgefallen.

Nein, der Begriff ist nicht auf Deutschland beschränkt. Weltweit gibt es junge Menschen, die durch Armut, Gewalt, fehlenden Zugang zu Bildung, Flucht oder instabile Lebensverhältnisse kaum erreicht werden. International wird dafür häufig der Begriff „hard-to-reach“ oder der Fachbegriff Youth at Risk verwendet.

Eine genaue Zahl gibt es nicht, in Deutschland sind aber zehntausende Jugendliche schwer erreichbar. Häufige Gründe sind Armut, familiäre Konflikte, psychische Belastungen, Gewalterfahrungen, Suchterkrankungen, Schulabbrüche oder fehlendes Vertrauen in staatliche Hilfesysteme. Auch weltweit stehen Millionen Jugendliche vor ähnlichen Herausforderungen. In vielen Ländern fehlen jedoch ausreichende Unterstützungsangebote.

Die Gründe sind vielfältig und häufig sozial bedingt. Dazu gehören Armut, fehlende Bildung, Leben auf der Straße oder mangelnde familiäre Unterstützung. Viele Jugendliche geraten wegen Diebstählen, im Umfeld von Banden oder im Zusammenhang mit Drogenhandel und Kinderprostitution mit dem Gesetz in Konflikt. Hinter den Straftaten stehen oft Perspektivlosigkeit und soziale Notlagen.

Weltweit befinden sich mehrere hunderttausend Minderjährige in Haft – in Untersuchungshaft, Strafvollzug oder geschlossenen Einrichtungen. Die Bedingungen unterscheiden sich stark je nach Land. In vielen Regionen leben gefangene Jugendliche unter unwürdigen Bedingungen. Es fehlen Bildungsangebote, rechtliche Unterstützung und eine angemessene Betreuung.

Bereits Johannes Bosco setzte sich im 19. Jahrhundert für Jugendliche im Gefängnis ein. Er war überzeugt, dass junge Menschen Begleitung und Bildung benötigen, um ihr Leben neu auszurichten. Don Bosco führt dieses Engagement weltweit fort, insbesondere im Bereich Jugendstrafvollzug und Resozialisierung.

Noch Fragen? Wir sind gerne für dich da!

Zwei lächelnde Frauen mit grauen Haaren, eine mit schulterlangen Wellen, die andere mit kurzen, stacheligen Haaren.
Tanja Kabon & Inés Bautz