- +49 0228 53965-20
- info-bonn(at)donbosco.de

Straßenkindern helfen
Ein "Bosco Boy" gibt Hoffnung weiter
Als Francis sechs Monate alt war, wurde er von seinen Eltern am Straßenrand ausgesetzt. Heute ist er 32 Jahre alt, glücklich verheiratet, Vater von zwei Kindern – und sagt ganz klar: Sein ganzes Leben verdankt er Don Bosco. Schon als Kind lernte er alle Einrichtungen der Salesianer in Nairobi kennen: das Straßenkinder-Zentrum in Langata, später die Schule in Kuwinda und schließlich auch die Ausbildungsstätte „Boys Town“. Jede Station bei Don Bosco gab ihm ein Stück Zuhause, Bildung und eine Perspektive.
Don Bosco als Familie
„Von klein auf hat mir Don Bosco alles gegeben“, erzählt er. „Ein Zuhause. Brüder und Schwestern, die zu meiner Familie wurden. Freunde. Essen. Ein Dach über dem Kopf. Und Bildung.“ Auch beim Start ins Berufsleben ließen ihn die Salesianer nicht allein: Sie halfen ihm, eine feste Stelle zu finden. „Manchmal mache ich den Witz, Don Bosco hat mir sogar meine Frau geschenkt“, sagt er lachend. „Aber es stimmt tatsächlich, wir haben uns bei Don Bosco kennengelernt.“
Ein Zuhause, das hält
Don Bosco ist das einzige Zuhause, das Francis je hatte. „Ich hatte nicht einmal einen Namen. Die Salesianer haben mir einen gegeben.“ Seine Kindheit war alles andere als geradlinig. Er wechselte oft die Schule, blieb zeitweise ganz weg und kam bei Freunden unter. „Ich war ein ziemlich schwieriger Junge“, gibt er offen zu. „Nicht leicht zu erziehen. Aber die Salesianer haben mich nie aufgegeben. Und dafür bin ich ihnen bis heute dankbar.“
Das ist für mich der einzige Weg, Danke zu sagen. Indem wir anderen helfen - so wie uns geholfen wurde.
Vorsitzender des Alumni-Netzwerks "Bosco Boys"
Die Chance auf eine Zukunft
Schließlich bekam er noch einmal eine echte Chance: eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Während dieser Zeit nahm ihn die Mutter einer Klassenkameradin bei sich auf. Heute nennt er sie ganz selbstverständlich seine Mutter. Nach dem Abschluss fand er über Don Bosco eine feste Anstellung als Kfz-Mechaniker und arbeitet bis heute in diesem Beruf. Nach seiner Herkunft habe er nie aktiv gesucht, auch wenn er später seine Schwester und einen Bruder kennenlernen sollte. „Mein Zuhause ist Don Bosco. Ich habe eine Mutter. Meine Frau hat eine Schwiegermutter, meine Kinder eine Großmutter. Ich habe damit Frieden geschlossen. Ich bin nicht verbittert oder wütend. Meine Familie ist Don Bosco.“
Etwas zurückgeben
Heute möchte Francis etwas zurückgeben. Als Vorsitzender des Bosco Boys Alumni-Vereins engagiert er sich gemeinsam mit anderen Ehemaligen. Jeden Monat sammeln sie Geld, um die Jungen in den Einrichtungen zu unterstützen. Im Oktober 2023 reiste er in dieser Funktion zur Don Bosco Mission nach Bonn. Zusammen mit dem damaligen Einrichtungsleiter Pater Chege SDB und Don Bosco Botschafter Luke Kelly berichtete er Schülerinnen und Schülern in Deutschland von der Situation von Straßenkindern in Nairobi – und machte Mut, sich selbst sozial zu engagieren.
Du willst mehr erfahren?
Häufige Fragen zum Thema Straßenkinder & Soziale Arbeit
Die Gründe sind vielfältig und häufig sozial bedingt. Dazu gehören Armut, fehlende Bildung, Leben auf der Straße oder mangelnde familiäre Unterstützung. Viele Jugendliche geraten wegen Diebstählen, im Umfeld von Banden oder im Zusammenhang mit Drogenhandel und Kinderprostitution mit dem Gesetz in Konflikt. Hinter den Straftaten stehen oft Perspektivlosigkeit und soziale Notlagen.
Weltweit befinden sich mehrere hunderttausend Minderjährige in Haft – in Untersuchungshaft, Strafvollzug oder geschlossenen Einrichtungen. Die Bedingungen unterscheiden sich stark je nach Land. In vielen Regionen leben gefangene Jugendliche unter unwürdigen Bedingungen. Es fehlen Bildungsangebote, rechtliche Unterstützung und eine angemessene Betreuung.
Bereits Johannes Bosco setzte sich im 19. Jahrhundert für Jugendliche im Gefängnis ein. Er war überzeugt, dass junge Menschen Begleitung und Bildung benötigen, um ihr Leben neu auszurichten. Don Bosco führt dieses Engagement weltweit fort, insbesondere im Bereich Jugendstrafvollzug und Resozialisierung.
Noch Fragen? Unser Team hilft dir gerne weiter!











