Ein lächelnder Mann umarmt mehrere lachende Kinder vor einer blauen Wellblechwand.

Streetwork in Nairobi

Tausende Kinder in Kenia leben auf der Straße. In Nairobi kümmert sich Don Bosco um Straßenkinder. Bei Don Bosco finden viele ein neues Zuhause und machen den ersten Schritt in eine neue Zukunft.

Schritt für Schritt in eine neue Zukunft

In Nairobi leben Tausende Straßenkinder unter extremen Bedingungen. Die meisten stammen aus armen Familien. Viele Familien wohnen in großen Slums am Stadtrand. Armut bestimmt den Alltag dieser Familien. Der ständige Überlebenskampf führt oft zu Vernachlässigung oder Gewalt. Manche Eltern sehen keinen Ausweg mehr. Um diesem Leben zu entkommen, fliehen viele Kinder auf die Straße. So werden sie zu Straßenkindern in Kenia – ohne Schutz und ohne Perspektive.

Neue Video-Reihe: Reise mit Nelson nach Nairobi!

Von der Straße in ein neues Leben Teil 1/3

Im Oktober 2025 besuchte Nelson Penedo, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Bonn, die Don Bosco Einrichtungen in Nairobi. Von der Anlaufstelle im Slum Kuwinda über das Straßenkinder-Zentrum in Langata bis hin zu der Don Bosco Schule und der Ausbildungsstätte – er erlebte hautnah, wie Don Bosco Kinder und Jugendliche stärkt. Sieh selbst, welche Eindrücke ihn bewegten – und wie jede Unterstützung einen Unterschied macht!

Aus Bildung wird Zukunft Teil 2/3

Im Oktober 2025 besuchte Nelson Penedo, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Bonn, die Don Bosco Einrichtungen in Nairobi. Auf seiner Reise traf er auch auf Francis, George und Sam – drei Freunde, die als Kinder bei Don Bosco aufgewachsen sind. Bei einem Besuch auf Georges Arbeitsplatz erzählt er, wie die Ausbildung bei Don Bosco ihm geholfen hat, ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Sieh selbst, welchen Unterschied Bildung macht!

Hoffnung schenken Teil 3/3

Im Oktober 2025 besuchte Nelson Penedo, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Bonn, die Don Bosco Einrichtungen in Nairobi. Auf seiner Reise traf er auch Francis, George und Sam – drei Freunde, die als Kinder bei Don Bosco aufgewachsen sind. Sam arbeitet heute als Skate-Coach, und Francis hat ein Don Bosco Alumni-Netzwerk gegründet. Sieh selbst, wie die beiden heute weitergeben, was sie selbst erfahren durften: Hoffnung.

Der raue Alltag als Straßenkind in Kenia

Der Alltag als Straßenkind in Kenia ist hart. Viele Kinder schlafen auf Kartons am Straßenrand. Die Nächte sind kalt und gefährlich. Sicherheit gibt es nicht. Straßenkinder in Kenia sind im Stadtbild oft unerwünscht. Sie werden vertrieben, manchmal auch von der Polizei. Gewalt und Missbrauch gehören für viele zum Alltag. Hunger ist ein ständiger Begleiter. Straßenkinder arbeiten oft als Tagelöhner, betteln oder stehlen. Viele sind unterernährt oder krank. Manche greifen zu Drogen, um Hunger und Schmerz kurz zu vergessen. Medizinische Hilfe fehlt fast immer.

Straßenkindern helfen: Sozialarbeit in Nairobi

Straßenkindern helfen heißt, aktiv auf sie zuzugehen. Das Team von Don Bosco besucht regelmäßig die Slums von Nairobi. So erreichen sie Straßenkinder direkt vor Ort. Die Sozialarbeiter:innen sprechen die Kinder an und hören zu. Sie nehmen Ängste, Nöte und Hoffnungen ernst. Oft bringen sie Essen oder Kleidung mit. So entsteht Vertrauen. Im Gespräch erfahren die Kinder, wie Don Bosco Straßenkinder in Kenia unterstützt. Einige entscheiden sich, die Straße zu verlassen. Diese Kinder finden im Don Bosco Zentrum Schutz und Stabilität.

Hilfe für Straßenkinder in Kenia Die "Bosco Boys" in Nairobi

Eine Gruppe fröhlicher Jungen sitzt am Boden entlang einer Steinwand, lächelt und interagiert in einem Jugendzentrum.

Mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Bei Don Bosco finden Straßenkinder ein neues Zuhause, werden versorgt und können zur Ruhe kommen.

© Don Bosco Mission Bonn / Benito Barajas
Luftaufnahme eines Schulgebäudes, Basketballplatzes und Spielplatzes. Zwei Personen fahren Rollschuh auf einem Weg.

Zweimal jährlich werden im Don Bosco Zentrum rund 50 Straßenjungen aufgenommen. Die Rehabilitation dauert sechs Monate.

© Don Bosco Mission Bonn / Benito Barajas
Schlafsaal mit vielen gelben Metall-Etagenbetten, blauen Matratzen und Handtüchern, unter einer hellen Holzdecke.

Für viele Straßenkinder ist es ein besonderes Erlebnis, zum ersten Mal in einem eigenen Bett schlafen zu können.

© Don Bosco Mission Bonn / Benito Barajas
Mehrere Jungen in einem Klassenzimmer. Einer lehnt sich schreibend über sein Heft, ein anderer blickt nachdenklich auf. Lernsituation.

Ohne Schulbildung aufgewachsen - bei Don Bosco erhalten die Jungen Unterricht, der sie zurück ins Schulsystem führt.

© Don Bosco Mission Bonn / Benito Barajas
Junger Mann im roten Trikot schreibt Mathe-Aufgaben mit Kreide an eine Tafel, auf die Gleichungen konzentriert.

Die Jungen werden in den ersten Monaten eng begleitet – von Salesianern, Sozialarbeiter:innen und Lehrkräften.

© Don Bosco Mission Bonn / Benito Barajas
Porträt eines jungen Jungen, der hinter einem Maschendrahtzaun lächelt, ein 'made in Detroit'-Shirt trägt und die Hände hebt.

Viele Straßenjungen waren lange auf sich allein gestellt und haben traumatisierende Erfahrungen gemacht.

© Don Bosco Mission Bonn / Benito Barajas
Ein erwachsener Trainer mit Fußball spricht mit einem jungen Jungen auf einem Sportplatz; der Junge hört aufmerksam zu.

Der Übergang in ein geregeltes Leben fällt oft nicht leicht – die Salesianer begleiten die Jungen auch seelsorgerisch.

© Don Bosco Mission Bonn / Benito Barajas
Ein junger Torwart in Shorts und weißem T-Shirt hechtet horizontal nach einem Fußball in einem improvisierten Tor auf staubigem Feld.

Sport spielt bei der Rehabilitation eine wichtige Rolle und stärkt Körper und Geist.

© Don Bosco Mission Bonn / Benito Barajas
Jugendliche des "Don Bosco Boys Town", Kenia.

Don Bosco schenkt Straßenjungen ein neues Zuhause und die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

© Benito Barajas

Kinder von der Straße retten: Ein neues Zuhause

Kinder von der Straße zu retten bedeutet mehr als ein Dach über dem Kopf. Im Don Bosco Zentrum in Nairobi erhalten Straßenkinder klare Strukturen. Sie bekommen regelmäßige Mahlzeiten und medizinische Betreuung. Die Rehabilitation dauert etwa sechs Monate. In dieser Zeit gewinnen die ehemaligen Straßenkinder neues Vertrauen. Viele erleben zum ersten Mal Gemeinschaft. Sport, Spiel und gemeinsame Aktivitäten stärken das Selbstbewusstsein. Pädagogische Fachkräfte begleiten jeden Schritt aufmerksam und individuell.

Deine Hilfe für Kinder und Jugendliche in Kenia & weltweit

Kinder des "Don Bosco Boys Town", Kenia.

Familienzusammenführung: Zurück in ein sicheres Umfeld

Wo immer es möglich ist, setzt sich Don Bosco für die Rückkehr in die Familie ein. Hierbei arbeitet Don Bosco eng mit staatlichen Institutionen zusammen. Die Teams suchen Angehörige der Straßenkinder auf. Sie prüfen sorgfältig, ob eine sichere Rückkehr möglich ist und beraten die Familien in ihrer Lebenssituation. Manchmal gelingt die Familienzusammenführung. Dann kehren die Kinder gestärkt zurück. Wenn eine Rückkehr nicht sicher ist, können die Kinder dauerhaft bei Don Bosco bleiben.

Bildung für Straßenkinder

Bildung ist der Schlüssel für eine selbstbestimmte Zukunft für Straßenkinder in Kenia. Deshalb betreibt Don Bosco in Nairobi eine Grund- und weiterführende Schule sowie eine Ausbildungsstätte. Rund 350 Jungen und Mädchen lernen hier gemeinsam. Viele kommen aus den angrenzenden Slums. Auch rehabilitierte Straßenkinder besuchen den Unterricht und holen versäumten Lernstoff nach. Ältere Jugendliche erlernen in der Ausbildungsstätte einen Beruf. So erwerben Straßenkinder wichtige Fähigkeiten für ein eigenständiges Leben.

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Häufige Fragen zum Thema Straßenkinder & Soziale Arbeit

„Youth at Risk“ bezeichnet junge Menschen, deren Entwicklung durch schwierige Lebensumstände erheblich gefährdet ist. Dazu zählen Armut, Gewalt, fehlender Zugang zu Bildung, Flucht, Diskriminierung oder Konflikte mit dem Gesetz. Der Begriff beschreibt nicht die Persönlichkeit der Jugendlichen, sondern die Risiken ihrer Lebenssituation.

Straßenkinder sind Kinder und Jugendliche, die zeitweise oder dauerhaft ohne festen Wohnsitz leben und den größten Teil ihres Alltags im öffentlichen Raum verbringen. Sie sind häufig auf sich allein gestellt, arbeiten oft informell, um zu überleben, und sind besonders gefährdet durch Armut, Ausbeutung, Gewalt oder fehlenden Schutz. Straßenkinder gibt es weltweit – auch in Deutschland – und sie benötigen gezielte Unterstützung, um Sicherheit, Bildung und Perspektiven zu erhalten.

Schätzungen zufolge leben rund 100 Millionen Kinder ganz oder zeitweise auf der Straße. Verlässliche Zahlen sind schwer zu erheben. Häufige Gründe sind extreme Armut, familiäre Gewalt, Vernachlässigung, Krieg, Flucht oder der Verlust der Eltern. Straßenkinder sind besonders gefährdet durch Ausbeutung, Missbrauch und fehlenden Schutz.

Ja. Auch in Deutschland leben Minderjährige zeitweise ohne festen Wohnsitz oder halten sich überwiegend im öffentlichen Raum auf. Die Ursachen liegen meist in familiären Konflikten, Gewalt oder Überforderung im Elternhaus. Die Betroffenen wechseln häufig zwischen Notunterkünften, Bekannten und der Straße.

Als „schwer erreichbar“ gelten junge Menschen, die von bestehenden Bildungs- und Hilfesystemen kaum erreicht werden. Oft leben sie in instabilen Verhältnissen, haben negative Erfahrungen mit Institutionen gemacht oder sind bereits aus Schule, Ausbildung oder Jugendhilfe herausgefallen.

Nein, der Begriff ist nicht auf Deutschland beschränkt. Weltweit gibt es junge Menschen, die durch Armut, Gewalt, fehlenden Zugang zu Bildung, Flucht oder instabile Lebensverhältnisse kaum erreicht werden. International wird dafür häufig der Begriff „hard-to-reach“ oder der Fachbegriff Youth at Risk verwendet.

Eine genaue Zahl gibt es nicht, in Deutschland sind aber zehntausende Jugendliche schwer erreichbar. Häufige Gründe sind Armut, familiäre Konflikte, psychische Belastungen, Gewalterfahrungen, Suchterkrankungen, Schulabbrüche oder fehlendes Vertrauen in staatliche Hilfesysteme. Auch weltweit stehen Millionen Jugendliche vor ähnlichen Herausforderungen. In vielen Ländern fehlen jedoch ausreichende Unterstützungsangebote.

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Zwei lächelnde Frauen mit grauen Haaren, eine mit schulterlangen Wellen, die andere mit kurzen, stacheligen Haaren.
Tanja Kabon & Inés Bautz