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Streetwork in Nairobi
Schritt für Schritt in eine neue Zukunft
In Nairobi leben Tausende Straßenkinder unter extremen Bedingungen. Die meisten stammen aus armen Familien. Viele Familien wohnen in großen Slums am Stadtrand. Armut bestimmt den Alltag dieser Familien. Der ständige Überlebenskampf führt oft zu Vernachlässigung oder Gewalt. Manche Eltern sehen keinen Ausweg mehr. Um diesem Leben zu entkommen, fliehen viele Kinder auf die Straße. So werden sie zu Straßenkindern in Kenia – ohne Schutz und ohne Perspektive.
Der raue Alltag als Straßenkind in Kenia
Der Alltag als Straßenkind in Kenia ist hart. Viele Kinder schlafen auf Kartons am Straßenrand. Die Nächte sind kalt und gefährlich. Sicherheit gibt es nicht. Straßenkinder in Kenia sind im Stadtbild oft unerwünscht. Sie werden vertrieben, manchmal auch von der Polizei. Gewalt und Missbrauch gehören für viele zum Alltag. Hunger ist ein ständiger Begleiter. Straßenkinder arbeiten oft als Tagelöhner, betteln oder stehlen. Viele sind unterernährt oder krank. Manche greifen zu Drogen, um Hunger und Schmerz kurz zu vergessen. Medizinische Hilfe fehlt fast immer.
Straßenkindern helfen: Sozialarbeit in Nairobi
Straßenkindern helfen heißt, aktiv auf sie zuzugehen. Das Team von Don Bosco besucht regelmäßig die Slums von Nairobi. So erreichen sie Straßenkinder direkt vor Ort. Die Sozialarbeiter:innen sprechen die Kinder an und hören zu. Sie nehmen Ängste, Nöte und Hoffnungen ernst. Oft bringen sie Essen oder Kleidung mit. So entsteht Vertrauen. Im Gespräch erfahren die Kinder, wie Don Bosco Straßenkinder in Kenia unterstützt. Einige entscheiden sich, die Straße zu verlassen. Diese Kinder finden im Don Bosco Zentrum Schutz und Stabilität.
Kinder von der Straße retten: Ein neues Zuhause
Kinder von der Straße zu retten bedeutet mehr als ein Dach über dem Kopf. Im Don Bosco Zentrum in Nairobi erhalten Straßenkinder klare Strukturen. Sie bekommen regelmäßige Mahlzeiten und medizinische Betreuung. Die Rehabilitation dauert etwa sechs Monate. In dieser Zeit gewinnen die ehemaligen Straßenkinder neues Vertrauen. Viele erleben zum ersten Mal Gemeinschaft. Sport, Spiel und gemeinsame Aktivitäten stärken das Selbstbewusstsein. Pädagogische Fachkräfte begleiten jeden Schritt aufmerksam und individuell.
Familienzusammenführung: Zurück in ein sicheres Umfeld
Wo immer es möglich ist, setzt sich Don Bosco für die Rückkehr in die Familie ein. Hierbei arbeitet Don Bosco eng mit staatlichen Institutionen zusammen. Die Teams suchen Angehörige der Straßenkinder auf. Sie prüfen sorgfältig, ob eine sichere Rückkehr möglich ist und beraten die Familien in ihrer Lebenssituation. Manchmal gelingt die Familienzusammenführung. Dann kehren die Kinder gestärkt zurück. Wenn eine Rückkehr nicht sicher ist, können die Kinder dauerhaft bei Don Bosco bleiben.
Bildung für Straßenkinder
Bildung ist der Schlüssel für eine selbstbestimmte Zukunft für Straßenkinder in Kenia. Deshalb betreibt Don Bosco in Nairobi eine Grund- und weiterführende Schule sowie eine Ausbildungsstätte. Rund 350 Jungen und Mädchen lernen hier gemeinsam. Viele kommen aus den angrenzenden Slums. Auch rehabilitierte Straßenkinder besuchen den Unterricht und holen versäumten Lernstoff nach. Ältere Jugendliche erlernen in der Ausbildungsstätte einen Beruf. So erwerben Straßenkinder wichtige Fähigkeiten für ein eigenständiges Leben.
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Häufige Fragen zum Thema Straßenkinder & Soziale Arbeit
Die Gründe sind vielfältig und häufig sozial bedingt. Dazu gehören Armut, fehlende Bildung, Leben auf der Straße oder mangelnde familiäre Unterstützung. Viele Jugendliche geraten wegen Diebstählen, im Umfeld von Banden oder im Zusammenhang mit Drogenhandel und Kinderprostitution mit dem Gesetz in Konflikt. Hinter den Straftaten stehen oft Perspektivlosigkeit und soziale Notlagen.
Weltweit befinden sich mehrere hunderttausend Minderjährige in Haft – in Untersuchungshaft, Strafvollzug oder geschlossenen Einrichtungen. Die Bedingungen unterscheiden sich stark je nach Land. In vielen Regionen leben gefangene Jugendliche unter unwürdigen Bedingungen. Es fehlen Bildungsangebote, rechtliche Unterstützung und eine angemessene Betreuung.
Bereits Johannes Bosco setzte sich im 19. Jahrhundert für Jugendliche im Gefängnis ein. Er war überzeugt, dass junge Menschen Begleitung und Bildung benötigen, um ihr Leben neu auszurichten. Don Bosco führt dieses Engagement weltweit fort, insbesondere im Bereich Jugendstrafvollzug und Resozialisierung.
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