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Armut in Sierra Leone Patricia aus Freetown
Rettung von der Straße
In Sierra Leone haben viele Mädchen kein Zuhause, keine Bildung und keine Perspektive. Kinderarmut ist weit verbreitet. Tausende Mädchen landen in den Elendsvierteln von Freetown. Um zu überleben, müssen sie ihren Körper verkaufen. Gewalt, Hunger und Krankheiten gehören zu ihrem Alltag. So ging es auch der 15-Jährigen Patricia (Name geändert).
Überleben als Mädchen auf der Straße
Patricia ist erst 13 Jahre alt, als sie in den Slums von Freetown landet. Die Umgebung ist geprägt von Müll, Armut und Hoffnungslosigkeit.Viele Straßenkinder leben hier ohne Schutz. Um zu überleben, sehen manche keinen anderen Ausweg.
Ich verkaufte meinen Körper für einen Euro.

ehemaliges Straßenmädchen aus Sierra Leone
20 Leone, umgerechnet knapp einen Euro, hat sie von ihren Freiern erhalten, erinnert sich Patricia. Oft spricht man von „Kinderprostitution“ in Sierra Leone. Tatsächlich handelt es sich um sexuelle Ausbeutung von Kindern. Die Mädchen entscheiden sich nicht freiwillig dafür. Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit lassen ihnen keine Wahl.
Unterstütze mit deiner Spende unsere Straßensozialarbeit und Mädchenförderung in Sierra Leone!
Hilfe für Straßenmädchen in Sierra Leone
Viele Straßenkinder in Sierra Leone misstrauen Erwachsenen. Zu oft wurden sie enttäuscht oder ausgenutzt. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter von Don Bosco gehen deshalb direkt dorthin, wo die Straßenkinder in Sierra Leone leben: in die Slums von Freetown. Behutsam nehmen sie Kontakt auf.
Aufsuchende Straßensozialarbeit
Die Don Bosco-Teams sind jede Woche mit einem Truck unterwegs. Sie sprechen vor allem Mädchen an, hören zu und bauen Vertrauen auf. Das ist oft der erste Schritt.
Denn Hilfe kann nur wirken, wenn die Mädchen auf der Straße bereit sind, sie anzunehmen. Die Arbeit ist gefährlich und erfordert viel Geduld. Doch sie rettet jeden Tag Leben.
Zurück ins Leben
Auch Patricia lebt heute in der Don Bosco-Einrichtung. Sie ist erst seit wenigen Monaten dort, hat aber schon große Fortschritte gemacht. Sie absolviert eine Ausbildung zur Schneiderin und blickt vorsichtig in die Zukunft.
Vor zwei Monaten hätte ich mich noch nicht getraut, ein Interview zu geben. Doch jetzt spreche ich voller Stolz.

ehemaliges Straßenmädchen aus Sierra Leone
Gemeinsam Armut in Sierra Leone überwinden
Patricias Geschichte zeigt, wie eng Armut, Straßenleben und Ausbeutung zusammenhängen. Noch immer leben tausende Mädchen in Freetown auf der Straße. Viele von ihnen haben keine Chance, diesem Kreislauf allein zu entkommen.
Die Hilfe von Don Bosco setzt genau hier an: direkt vor Ort, bei den gefährdeten Straßenmädchen in Sierra Leone.
Mit deiner Unterstützung können noch mehr Straßenmädchen in Sierra Leone erreicht und vor Ausbeutung geschützt werden.
Sie brauchen Geborgenheit, medizinische Hilfe, Bildung und eine Perspektive.
Du willst mehr erfahren?
Häufige Fragen zum Thema Straßenkinder & Soziale Arbeit
„Youth at Risk“ bezeichnet junge Menschen, deren Entwicklung durch schwierige Lebensumstände erheblich gefährdet ist. Dazu zählen Armut, Gewalt, fehlender Zugang zu Bildung, Flucht, Diskriminierung oder Konflikte mit dem Gesetz. Der Begriff beschreibt nicht die Persönlichkeit der Jugendlichen, sondern die Risiken ihrer Lebenssituation.
Straßenkinder sind Kinder und Jugendliche, die zeitweise oder dauerhaft ohne festen Wohnsitz leben und den größten Teil ihres Alltags im öffentlichen Raum verbringen. Sie sind häufig auf sich allein gestellt, arbeiten oft informell, um zu überleben, und sind besonders gefährdet durch Armut, Ausbeutung, Gewalt oder fehlenden Schutz. Straßenkinder gibt es weltweit – auch in Deutschland – und sie benötigen gezielte Unterstützung, um Sicherheit, Bildung und Perspektiven zu erhalten.
Schätzungen zufolge leben rund 100 Millionen Kinder ganz oder zeitweise auf der Straße. Verlässliche Zahlen sind schwer zu erheben. Häufige Gründe sind extreme Armut, familiäre Gewalt, Vernachlässigung, Krieg, Flucht oder der Verlust der Eltern. Straßenkinder sind besonders gefährdet durch Ausbeutung, Missbrauch und fehlenden Schutz.
Ja. Auch in Deutschland leben Minderjährige zeitweise ohne festen Wohnsitz oder halten sich überwiegend im öffentlichen Raum auf. Die Ursachen liegen meist in familiären Konflikten, Gewalt oder Überforderung im Elternhaus. Die Betroffenen wechseln häufig zwischen Notunterkünften, Bekannten und der Straße.
Als „schwer erreichbar“ gelten junge Menschen, die von bestehenden Bildungs- und Hilfesystemen kaum erreicht werden. Oft leben sie in instabilen Verhältnissen, haben negative Erfahrungen mit Institutionen gemacht oder sind bereits aus Schule, Ausbildung oder Jugendhilfe herausgefallen.
Nein, der Begriff ist nicht auf Deutschland beschränkt. Weltweit gibt es junge Menschen, die durch Armut, Gewalt, fehlenden Zugang zu Bildung, Flucht oder instabile Lebensverhältnisse kaum erreicht werden. International wird dafür häufig der Begriff „hard-to-reach“ oder der Fachbegriff Youth at Risk verwendet.
Eine genaue Zahl gibt es nicht, in Deutschland sind aber zehntausende Jugendliche schwer erreichbar. Häufige Gründe sind Armut, familiäre Konflikte, psychische Belastungen, Gewalterfahrungen, Suchterkrankungen, Schulabbrüche oder fehlendes Vertrauen in staatliche Hilfesysteme. Auch weltweit stehen Millionen Jugendliche vor ähnlichen Herausforderungen. In vielen Ländern fehlen jedoch ausreichende Unterstützungsangebote.
Die Gründe sind vielfältig und häufig sozial bedingt. Dazu gehören Armut, fehlende Bildung, Leben auf der Straße oder mangelnde familiäre Unterstützung. Viele Jugendliche geraten wegen Diebstählen, im Umfeld von Banden oder im Zusammenhang mit Drogenhandel und Kinderprostitution mit dem Gesetz in Konflikt. Hinter den Straftaten stehen oft Perspektivlosigkeit und soziale Notlagen.
Weltweit befinden sich mehrere hunderttausend Minderjährige in Haft – in Untersuchungshaft, Strafvollzug oder geschlossenen Einrichtungen. Die Bedingungen unterscheiden sich stark je nach Land. In vielen Regionen leben gefangene Jugendliche unter unwürdigen Bedingungen. Es fehlen Bildungsangebote, rechtliche Unterstützung und eine angemessene Betreuung.
Bereits Johannes Bosco setzte sich im 19. Jahrhundert für Jugendliche im Gefängnis ein. Er war überzeugt, dass junge Menschen Begleitung und Bildung benötigen, um ihr Leben neu auszurichten. Don Bosco führt dieses Engagement weltweit fort, insbesondere im Bereich Jugendstrafvollzug und Resozialisierung.
Noch Fragen? Unser Team hilft dir gerne weiter!


















