Gedenkjahr für P. Rudolf Lunkenbein und Simão Bororo feierlich beendet

Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl (M.) und Provinzial P. Reinhard Gesing (r.) schlossen mit einem Festgottesdienst das Gedenkjahr zum 50. Todestag von P. Rudolf Lunkenbein und Simão Bororo ab.

Mit einem feierlichen Festgottesdienst, zelebriert von Erzbischof Herwig Gössl, einem gemeinsamen Mittagessen und einem bewegenden Theaterstück über Pater Rudolf Lunkenbein feierten am 25. Oktober 2026 das Dorf Döringstadt, die Familie Lunkenbein, die Salesianer Don Boscos und die Erzdiözese Bamberg den Abschluss des Gedenkjahres zum 50. Jahrestag des Martyriums von Pater Rudolf Lunkenbein und Simão Bororo.

„Mission ist, die Liebe Gottes weiterzusagen“ – diese Botschaft ist heute so aktuell wie eh und je. Pater Rudolf Lunkenbein lebte sie durch sein eigenes Handeln und ist damit für uns alle ein Vorbild. Dies betonte Erzbischof Herwig Gössl in seiner Predigt. „Wo die Liebe Gottes präsent ist, bleibt man nicht allein“, hob er hervor. Besonders deutlich wird dies im Leben P. Lunkenbeins durch seine Freundschaft mit Simão Bororo, mit dem er heute gemeinsam verehrt wird.

Grundschüler bringen Leben des Missionars auf die Bühne

Ein besonderer Höhepunkt des Tages war der zweite Teil der Feierlichkeiten: Zahlreiche Familien mit Kindern waren in die Kirche gekommen, um das von Daniela Haas, Lehrerin an der Pater-Lunkenbein-Grundschule in Ebensfeld, selbst verfasste Theaterstück über P. Rudolf Lunkenbein zu erleben. Die Schülerinnen und Schüler brachten das Leben und Wirken des Missionars eindrucksvoll auf die Bühne. Mit großem Applaus und liebevollen Geschenken wurden die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler für ihre Darbietung belohnt.

Dank für alle Beteiligten und Hoffnung auf Seligsprechung

Zum Abschluss des Festgottesdienstes wurde den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern sowie allen, die zum Gelingen der Feierlichkeiten beigetragen hatten, gedankt – insbesondere der Musikkapelle, den Ministrantinnen und Ministranten sowie dem Pfarrgemeinderat, der für die Bewirtung der Gäste gesorgt hatte. 

Herzlichen Dank an Familie Lunkenbein für das Mitwirken bei den zahlreichen Veranstaltungen zum Gedenkjahr, und an Domkapitular Martin Emge sowie P. Johannes Kaufmann SDB. 

In seinen abschließenden Worten würdigte Provinzial P. Reinhard Gesing die bleibende Bedeutung des Missionars: „Wie gut, dass es den Missionar P. Lunkenbein gab, der diesem Volk als Zeuge des Evangeliums Lebensmut und neue Hoffnung schenkte! Ohne ihn würde es all diese jungen Menschen nicht geben und das Volk der Bororos wäre ausgestorben. Um wie viel ärmer wäre die Menschheit heute doch!“

Zugleich bat P. Gesing darum, das Gebet für die Seligsprechung von P. Rudolf Lunkenbein und Simão Bororo fortzuführen.

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