Tomorrow has a Pulse Internationale Jugendbegegnung

Eine internationale Jugendbegegnung vereint Performance, Begegnung, Kreativität und junge Stimmen zu Mut und Hoffnung aus der ganzen Welt.

Eine Jugendbegegnung verbreitet Mut und Hoffnung

Wie bleiben junge Menschen hoffnungsvoll in einer Welt, die so oft hoffnungslos erscheint? Was macht Mut? Und wie wollen wir Zukunft gestalten? Diese Fragen standen im Zentrum der internationalen Jugendbegegnung „Tomorrow has a Pulse“ vom Erzbistum Köln, Don Bosco und dem Akija e.V..

George aus Palästina fallen die Antworten darauf nicht leicht. Der 18-Jährige hat sich trotz der herausfordernden Situation in seinem Land für die Teilnahme an der internationalen Jugendbegegnung in Bonn und Köln beworben. „Die meisten verbinden Palästina mit Hoffnungslosigkeit. Ich möchte den Menschen zeigen, dass wir trotz allem Hoffnung haben und diese Hoffnung verbreiten,“ sagt er. Neben seiner Tenor-Trommel brachte George ein anschauliches Hoffnungszeichen mit nach Deutschland. In einem kleinen Film sind die Freizeitaktivitäten zu sehen, die George mit anderen Freiwilligen bei Don Bosco in Bethlehem organisiert, um den jüngeren Kindern Hoffnung in schweren Zeiten zu schenken.

„Für uns war es wichtig, gerade jungen Menschen aus Krisengebieten einen Raum zu geben, um über Hoffnung zu sprechen“, erläutert Friederike Worth, ausgebildete Theaterpädagogin, Bildungsreferentin bei Don Bosco Mission Bonn und Teil der künstlerischen Leitung des Projekts. Die Jugendbegegnung behandelte Hoffnung nicht nur oberflächlich. Auch Angst, Unsicherheit, Verlust und Konflikte fanden bewusst Platz im gemeinsamen künstlerischen Prozess. Die Teilnehmenden konnten Erlebtes reflektieren und Erfahrungen eindringen, über die sie zuvor noch nie gesprochen hatten.

Das war "Tomorrow has a Pulse"

Einblicke in die kraftvolle Bühnenshow

Die 18 Teilnehmenden der Jugendbegegnung brachten ihre künstlerische Performance am Samstag, den 3. Oktober mit ganz viel Herzblut und Lebensfreude auf die Bühne.

Mit Tanz, Musik, Theater, Poetry und persönlichen Geschichten berührten die jungen Menschen die rund 200 Gäste im Publikum und vermittelten ihre kraftvolle Botschaft von Mut und Hoffnung.

Die Aufregung und Freude bei den jungen Bühnenkünstlerinnen und -künstlern war groß – wie  auch die Begeisterung des Publikums nach der mitreißenden Show.

Ein internationales Projekt für ein pulsierendes Morgen

Bei der internationalen Jugendbegegnung „Tomorrow has a Pulse” kamen 18 Jugendliche aus Ägypten, Deutschland, Indien, Jordanien, Kolumbien, dem Libanon, Palästina und Sambia zusammen. Sie alle sind in ihren Heimatländern in Jugendzentren, Pfarreien und Schulen bei Don Bosco und der Caritas aktiv.

Für die Jugendbegegnung haben sich die 18 bis 25-Jährigen Anfang des Jahres 2026 aktiv beworben – mit einem Motivationsschreiben bzw.- video und einem künstlerischen Talent, mit dem sie die gemeinsame Abschluss-Performance bereichern wollten.

„Wir arbeiten für die Aufführung mit einer Mischung unterschiedlicher Kunstformen, wie Poetry, Theater, Musik und Choreografie. Damit bringen wir unsere Botschaft von Hoffnung und Mut auf die Bühne,“ erläutert Kessius Mutale, Poet, Performer und Jugendleiter bei Don Bosco in Lusaka, Sambia. Gemeinsam mit Friederike Woth übernahm er die die künstlerische Leitung von „Tomorrow has a Pulse“ und wählte die Teilnehmenden aus acht Ländern aus. Beide begleiteten die 18 jungen Menschen eng in ihrem kreativen Prozess.

Die Highlights unserer Jugendbegegnung "Tomorrow has a Pulse" im zeitlichen Verlauf

Auftakt in Ägypten 1. - 8. Juni 2026

Den Auftakt der Jugendbegegnung bildete ein erstes Treffen Ägypten. In Kairo und Alexandria kam ein Teil der internationalen Gruppe zusammen, um sich kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und die gemeinsame Arbeit zu beginnen. In Workshops, Gesprächen und kreativen Einheiten tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen, Zukunftsvorstellungen und die Fragen aus, die junge Menschen weltweit bewegen. 

Schnell wurde deutlich: Trotz unterschiedlicher Hintergründe teilen viele junge Menschen ähnliche Wünsche, Herausforderungen und Zukunftsfragen. Die Begegnung in Ägypten legte den Grundstein für Vertrauen, Zusammenarbeit und internationale Freundschaften.

Laufende Vorbereitungen Mitte Juni bis Mitte September 2026

Nach dem gelungenen Auftakt in Ägypten bereiteten die Teilnehmenden viel eigenständig vor – je nach Talenten und Neigungen. Amanda aus Kolumbien choreografierte einen Tanz für die Gruppe. Valentina aus Deutschland schrieb einen eigenen Song über die gemeinsame Zeit in Ägypten und das Vermissen danach. Alle Teilnehmenden überlegten, wie sie ihre Kultur und Traditionen aus der Heimat in die gemeinsame künstlerische Performance einbringen können und welche Hoffnungszeichen und -botschaften sie mitbringen wollen.

Intensive Proben in Bonn und Köln 18.09.2026 bis 05.10.2026

Zwei Wochen vor der großen Bühnenshow kamen die 18 Teilnehmenden für die letzte intensive Probenarbeit in Deutschland zusammen. Die jungen Erwachsenen wuchsen schnell zu einer harmonischen Gruppe zusammen. Schon nach kurzer Zeit entstand eine besondere Energie: Gemeinsam wurde ausprobiert, diskutiert, gelacht und an den Ideen für die Performance weitergearbeitet. Alle brachten sich aktiv in den gemeinsamen Prozess ein.

Neben der intensiven Probenarbeit standen auch gemeinsame Ausflüge in die Region auf dem Programm. So lernten die Teilnehmenden nicht nur einander, sondern auch ihre Gastgeber und die Umgebung besser kennen.

Kreativworkshop mit Aktionskünstler Mika Springwald Sonntag, 27.September 2026

Im Rahmen ihres zweiwöchigen Aufenthalts im Rheinland widmeten sich die 18 Teilnehmenden der Jugendbegegnung einen Tag lang der bildenden Künste. Gemeinsam mit Aktionskünstler Mika Springwald wurde gemalt, gebastelt, gesprayt, gesägt und gestaltet.

Das Ergebnis war eine vielseitige Kunstausstellung zum Thema Mut und Hoffnung, die am Tag des Jugendevents in der Kirche St. Michael zu bestaunen war. Die jungen Menschen arbeiten mit Formen, Farben und persönlichen Zitaten und luden mit interaktiven Mitmach-Angeboten zum gemeinsamen gestalten ein. Der Kunstworkshop ermutigte die Teilnehmenden, sich auszudrücken, ihre Talente zu entdecken und die gemeinsame Botschaft von Mut und Hoffnung selbst künstlerisch zum Ausdruck zu brinegn.

Jugendevent zu 50 Jahre Weltkirche Samstag, 3. Oktober 2026

Am Samstag, den 3. Oktober fand anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Weltkirchliche Zusammenarbeit im Erzbistum Köln“ unter dem Motto „Mutig unterwegs“ ein Jugendevent in der Eventkirche St. Michael am Brüsseler Platz in Köln statt. Gestaltet wurde es gemeinsam vom Erzbistum Köln und Don Bosco. Das Highlight des Abends war die öffentliche Vorführung der künstlerischen Performance „Tomorrow has a Pulse“ aus Tanz, Musik, Theater, Poetry und persönlichen Geschichten. Davor und danach standen kreative Mitmachangebote, die von den jungen Erwachsenen gestaltete interaktive Ausstellung zu Mut und Hoffnung, gemeinsames Essen und ein stimmungsvoller Lobpreis-Abend mit Markus Fackler und Band auf dem Programm.

Das Event lud dazu ein, sich mit den Themen Mut, Hoffnung und Zukunft auseinanderzusetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen. „Ich wollte die junge und lebendige Weltkirche hier haben, die Hoffnung und Mut auf die Bühne bringt“, erläutert Nadim Ammann, Bereichsleiter der Diözesanstelle Weltkirche & Dialog des Erzbistums Köln, den Zusammenhang zwischen der Jugendbegegnung und dem Jubiläum der Weltkirche in Köln. Der gemeinsame Abend voller junger Stimmen und kreativer Energie machte gelebte Weltkirche und internationale Begegnung ganz konkret erfahrbar.

Künstlerische Performance Samstag, 3. Oktober 2026

Von feurigen Salsa-Rhythmen über eine Zirkusnummer, bei der ein Diabolo in hohem Bogen durch den Kirchenraum flog, bis hin zu tief berührenden, selbst komponierten Musikstücken: Die kraftvolle Performance der 18 jungen Menschen aus acht Ländern spielte mit den unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Lebensrealitäten der Teilnehmenden und verband Tanz, Musik, Theater, Poetry und persönlichen Geschichten zu einer gemeinsamen, mutmachenden Botschaft.

Stühle auf der Bühne wurden zu einem Symbolbild dafür, wie sich unterschiedliche Ziele vereinen und Kompromisse schließen lassen, wenn Menschen zusammenarbeiten, einander zuhören und Vertrauen entwickeln. Positive und negative Zukunftsszenarien standen unmittelbar nebeneinander – vorgetragen auf Deutsch, Arabisch, Englisch, Spanisch und Tamil. Die jungen Erwachsenen suchten auf der Bühne nicht nach schnellen KI-Antworten, sondern nach den konkreten Spuren von Mut und Hoffnung im eigenen Leben.

Die vielschichtige Performance bewegte mehr als 200 Gäste, die mit tosendem Applaus und Standing Ovations reagierten.

Die Bühnenshow "Tomorrow has a Pulse" Eindrücke von Samstag, den 03. Oktober 2026

Eine Jugendbegegnung die nachhaltig prägt

Nach der künstlerischen Performance waren die 18 Teilnehmenden tief bewegt. Freude, Mut, Stolz, tiefe Verbundenheit und ganz viel Hoffnung – diese Gefühle und die besondere Stimmung des Abends werden die jungen Menschen auf der Bühne wie auch die rund 200 Gäste im Publikum noch weit über den Abend der Bühnenshow hinaus begleiten.

„Es fühlt sich richtig toll an, bei ‚Tomorrow has a Pulse‘ in Köln dabei zu sein, Menschen kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und Kulturen zu entdecken,“ fasst die 19-jährige Lisa aus dem Don Bosco Zirkus Bamberg ihre Erfahrungen bei der internationalen Jugendbegegnung zusammen. Durch Austausch, gemeinsames Lernen und kreative Zusammenarbeit entstanden neue Perspektiven, internationale Freundschaften und die Erfahrung, Teil einer vielfältigen Weltkirche zu sein.

Der 24-jährige Tony aus dem Libanon ergänzt: „Für mich ist ‚Tomorrow has a Pulse‘ mehr als nur ein Projekt, es ist eine gemeinsame Mission. Alle haben einen ganz anderen kulturellen Hintergrund, andere Einstellungen und Herangehensweisen. Als wir zum ersten Mal zusammenkamen, war das herausfordernd. Aber schon am zweiten Tag sind wir zu einer richtigen Familie zusammengewachsen. Wir motivieren und ermutigen uns gegenseitig“.

Was von der Begegnung bleibt, ist damit mehr als die gemeinsame Bühnenerfahrung: Die jungen Menschen haben erlebt, wie aus sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten und Perspektiven etwas Gemeinsames entstehen kann. Sie haben eigene Ideen entwickelt, Verantwortung übernommen, sich künstlerisch ausprobiert, voneinander gelernt und erfahren, dass Unterschiede nicht trennen müssen, sondern Ausgangspunkt für neue Ideen und gemeinsames Handeln sein können.

Für uns stehen genau diese Erfahrungen im Fokus unserer internationalen Jugendbegegnungen. Durch solche Projekte schaffen wir Räume, in denen junge Menschen nicht nur teilnehmen, sondern selbst mitbestimmen, sich entfalten, anderen begegnen und ihre Zukunft aktiv gestalten können.

„Tomorrow Has a Pulse" hat gezeigt, dass Hoffnung kein abstrakter Begriff ist. Hoffnung entsteht in Begegnungen, in gemeinsamen Erfahrungen, im Zuhören, und im Mut, neue Wege zu gehen. Hoffnung ist kein Gefühl, das man hat, sondern eine Kraft, die man lebt.

Unser gemeinsames Projekt

„Tomorrow has a Pulse” war ein gemeinsames Projekt vom Erzbistum Köln, Don Bosco und dem AKIJA e. V. anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Weltkirchliche Zusammenarbeit im Erzbistum Köln“ unter dem Motto “Mutig unterwegs”, finanziert vom Erzbistum Köln sowie dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP). Höhepunkt ist das Jugendevent am 3. Oktober 2026 in Köln. „Tomorrow has a Pulse“ schafft Raum für Begegnung, Kreativität und globale Perspektiven.

 

 

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Eine blonde Frau mit blauen Augen lächelt, trägt ein blaues Oberteil und eine kleine Halskette vor grünem Hintergrund.
Friederike Worth Referentin für Bildung