Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos

Erzbischof Schick besucht Don Bosco Schule in Istanbul

Veröffentlicht am: 02. September 2016

Bonn/Istanbul - Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), hat am 2. September 2016 seine Reise in die Türkei beendet. Sechs Tage lang hatte er verschiedene Orte besucht - darunter auch die Don Bosco Schule der Salesianer in Istanbul.

Während seines Aufenthaltes ist Erzbischof Schick mit dem neuen Erzbischof von Izmir, Lorenzo Piretto OP, dem neuen Apostolischen Vikar für Istanbul, Bischof Rubén Tierrablanca Gonzalez OFM, und mit dem Patriarchalvikar der chaldäischen Kirche in der Türkei, Francois Yakan, zusammengetroffen. Zusammen mit dem ebenfalls neuen Apostolischen Vikar für Anatolien, Paolo Bizetti SJ, dem Oberhaupt der armenischen Katholiken, Levos Boghos Zekiyan, sowie dem Patriarchalvikar der syrisch-katholischen Kirche Yusuf Sag bilden sie die Türkische Bischofskonferenz.

„Man kann die kleine katholische Kirche in ihrer historisch gewachsenen Vielfalt für ihr mutiges Zeugnis in der zunehmend islamisch geprägten Türkei nur bewundern“, sagte Erzbischof Schick zum Abschluss seines Besuchs, der neben der Bischofskonferenz auch den in Istanbul ansässigen katholischen Ordensgemeinschaften und insbesondere den Projekten der katholischen Flüchtlingshilfe galt. „Mit großem Gottvertrauen“, so der Erzbischof Schick weiter, „sät diese Kirche immer neu kleine Samenkörner, die trotz schwieriger Umstände immer wieder aufgehen und unerwartet reiche Frucht bringen“.

Dies gelte etwa für syrische und irakische Flüchtlingskinder, die Erzbischof Schick in der Schule der Salesianer Don Boscos mit einem auf Englisch gesprochenen Gebet begrüßten. Nach dem zweiten Golfkrieg begannen die Salesianer, in Istanbul eine Schule für Flüchtlinge aufzubauen. Bei diesen handelt es sich fast ausschließlich um Christen, weil sich die Kirche unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht um muslimische Flüchtlinge kümmern kann und weil die christlichen Flüchtlinge in noch weit höherem Maße auf die Hilfe der Kirche angewiesen sind, die sie woanders nicht erhalten. In der Don Bosco Schule geht es zunächst darum, die Kinder und Jugendlichen nicht der Straße zu überlassen, wie die selbst als Flüchtling gekommene Lehrerin erklärte. Zweitens dient die Schule als Ankerpunkt für ganze Familien, die zum Teil mehrstündige Busfahrten auf sich nehmen, um wenigstens ab und zu die Solidarität und Gemeinschaft der Christen zu erfahren. Obwohl ferienbedingt kein Unterricht staatfindet, kommen die Kinder täglich zu Sport und Spiel zusammen und können wenigstens dabei ihr oft dramatisches Schicksal vergessen. Schließlich lernen die Kinder hier neben den anderen üblichen Fächern vor allem Englisch, denn an die Rückkehr in ihre Heimat ist nicht zu denken. Sie alle werden, so die Einschätzung der Lehrer, nur im Ausland eine Zukunft haben, vor allem in den USA und in Australien. Auch die Caritas der Türkei konzentriert sich zurzeit weitgehend auf die Hilfe für Flüchtlinge.

Wichtiger Bestandteil der Reise waren auch die Besuche in den Pfarreien, die vor allem in Istanbul wachsen. Es kommen neue Gruppen aus Afrika und Asien, aber auch aus Polen und Spanien hinzu. Sie bringen Veränderungen und neue Impulse in das Pfarreileben, was als Bereicherung erfahren wird.

Ökumenischer Höhepunkt des Aufenthaltes in der Türkei war die von Herzlichkeit und Freundschaft geprägte Begegnung mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios. Auf persönliche Einladung des Patriarchen nahm Erzbischof Schick im Anschluss an die Begegnung an der feierlichen Vesper teil, die der Patriarch am Vorabend des Beginns des neuen orthodoxen Kirchenjahrs (1. September), zelebrierte. Dieser Tag wird auch als „Tag der Schöpfung“ begangen.

 

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