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Kinderrechte und Kinderschutz
Was sind Kinderrechte und warum sind Kinderrechte wichtig?
Kinderrechte sind Menschenrechte. Sie gelten speziell für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Kinder haben besondere Bedürfnisse. Sie brauchen mehr Schutz, Fürsorge und Unterstützung als Erwachsene. Denn sie können sich noch nicht selbst verteidigen und für ihre Rechte einstehen.
Kinderrechte sichern alles, was junge Menschen für ein gutes Aufwachsen brauchen. Dazu gehören Schutz für Kinder vor Gewalt, Zugang zu Bildung und Gesundheit, Mitbestimmung und die Chance, sich frei zu entwickeln. Sie machen deutlich: Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten. Sie haben eigene Bedürfnisse, Meinungen und Interessen. Kinderrechte gelten für jedes Kind. Herkunft, Hautfarbe, Religion, Sprache, Geschlecht oder Behinderung spielen keine Rolle.

Die UN-Kinderrechtskonvention
Die Kinderrechte sind in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Sie wurde 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet. Bis heute ist sie das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz von Kindern. Die Konvention umfasst 54 Artikel. Sie legen verbindlich fest, welche Rechte allen Kindern weltweit zustehen. Fast alle Staaten haben sie ratifiziert. Damit haben sie sich verpflichtet, Kinderrechte weltweit umzusetzen und zu schützen.
Die 10 wichtigsten Kinderrechte
Alle Kinder sind gleich viel wert und haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf ausgegrenzt oder schlechter behandelt werden – ganz gleich, woher es kommt oder wie es lebt.
Kinder müssen sicher aufwachsen können. Sie haben ein Recht darauf, vor körperlicher und seelischer Gewalt, vor sexuellem Missbrauch und vor ausbeuterischer Kinderarbeit geschützt zu werden.
Kein Kind darf hungern oder krank werden, weil sauberes Wasser fehlt. Kinder brauchen gesunde Nahrung und sicheres Trinkwasser, um wachsen, lernen und sich gut entwickeln zu können.
Wenn Kinder krank sind, müssen sie medizinisch versorgt werden. Sie haben ein Recht darauf, in einer sauberen und gesunden Umwelt zu leben, die ihre Entwicklung nicht gefährdet.
Bildung eröffnet Zukunftschancen. Alle Kinder haben das Recht, zur Schule zu gehen und Zugang zu Wissen und Informationen zu erhalten, um die Welt zu verstehen. Nur so können sie ihr Leben selbstbestimmt gestalten.
Kinder haben das Recht, ihre Meinung zu sagen. Wenn Entscheidungen sie betreffen, muss ihre Stimme gehört und ernst genommen werden – passend zu ihrem Alter.
Kinder haben das Recht, bei ihren Eltern oder in einer Familie aufzuwachsen, die für sie sorgt. Sie brauchen Liebe, Schutz und ein sicheres Zuhause, in dem sie nicht vernachlässigt, gefährdet oder allein gelassen werden.
Spielen ist kein Luxus. Kinder haben ein Recht darauf, zu lachen, sich zu bewegen und einfach Kind zu sein. Sie brauchen Zeit zum Ausruhen, Träumen und kreativ sein – denn das stärkt ihre Entwicklung und macht sie stark fürs Leben.
Kinder mit Behinderung haben die gleichen Rechte wie alle anderen Kinder. Sie haben Anspruch auf besondere Förderung und Unterstützung, um ihre Fähigkeiten zu entfalten. Sie sollen gleichberechtigt lernen, spielen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Kein Kind darf unter Krieg und bewaffneten Konflikten leiden. Wenn Kinder fliehen müssen, haben sie Anspruch auf besonderen Schutz, sichere Unterkünfte und grundlegende Versorgung.
Warum werden Kinderrechte verletzt?
Obwohl sie weltweit gelten, werden Kinderrechte täglich verletzt. Armut und Ausbeutung gefährden Millionen Kinder. Auch Krieg, Hunger, Flucht und der Klimawandel rauben ihnen Sicherheit.
Viele Kinder müssen arbeiten, statt zur Schule zu gehen. Mädchen werden benachteiligt oder früh verheiratet. Andere wachsen in Gewalt, Unsicherheit oder ohne medizinische Versorgung auf. Besonders in Krisen werden ihre Rechte verletzt.
Auch in Deutschland sind Kinderrechte nicht für alle selbstverständlich. Kinder aus ärmeren Familien, mit Flucht- oder Migrationsgeschichte oder mit Behinderung haben oft schlechtere Chancen und weniger Schutz.
Kinderrechte scheitern nicht am Wissen. Sie scheitern daran, dass sie nicht konsequent umgesetzt werden.
Don Bosco schützt Kinder und stärkt ihre Rechte
Don Bosco setzt sich in über 130 Ländern für Kinder ein. Für eine Zukunft, in der Kinderrechte weltweit geachtet und gelebt werden. Das ist gelebter Kinderschutz international und bei uns in Deutschland. Wir unterstützen Kinder und Jugendliche dabei, ihre Rechte zu kennen, zu erleben und einzufordern.
Unser Einsatz gegen Kinderarbeit weltweit

Kinderarbeit weltweit
Weltweit müssen rund 160 Millionen Mädchen und Jungen arbeiten, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen. Viele schuften täglich in der Landwirtschaft, auf Märkten, in Fabriken oder in Haushalten. Statt zu spielen und zur Schule zu gehen, sind sie täglich körperlich stark belastet. Kinderarbeit nimmt ihnen Bildung, Gesundheit und Kindheit.
In den schlimmsten Fällen leiden Kinder unter sexueller Ausbeutung, moderner Sklaverei oder Zwangsarbeit. Einige werden als Kindersoldatinnen und Kindersoldaten in bewaffneten Konflikten missbraucht. Andere geraten in die Fänge von Menschenhandel und organisierter Ausbeutung. Sie erleben Gewalt, Angst und Zwang. Viele tragen schwere seelische Verletzungen davon. Diese extremen Formen von Kinderarbeit müssen konsequent bekämpft werden.

Schutz bei Don Bosco
Don Bosco setzt genau dort an, wo Kinderarbeit weltweit entsteht: bei Armut, fehlender Bildung und verlorenen Perspektiven. Damit Eltern ihre Kinder nicht arbeiten schicken müssen, unterstützen wir Familien mit Selbsthilfegruppen, Kleinkrediten und Weiterbildungen. Schulstipendien, kostenlose Lernmaterialien und ein warmes Schulessen helfen, damit Kinder regelmäßig zur Schule gehen.
Gleichzeitig finden Kinder und Jugendliche, die von Kinderarbeit betroffen sind, bei uns sichere Orte. Dort können sie Unterricht nachholen, zur Ruhe kommen und wieder unbeschwert spielen und lachen. Wer schwere Ausbeutung und Gewalt erlebt hat, erhält psychosoziale Unterstützung, Lernangebote und berufliche Ausbildung.
So arbeitet Don Bosco daran, Kinderarbeit zu stoppen: Wir schützen Kinder. Wir stärken ganze Gemeinschaften. Und wir eröffnen jungen Menschen echte Perspektiven.
Schutz von Kindern im Krieg und auf der Flucht
Über 470 Millionen Kinder leben laut UNICEF in Konflikt- oder Kriegsgebieten. Das ist fast jedes fünfte Kind weltweit. Über Jahre erleben sie Gewalt, Verlust, Hunger, Angst und Unsicherheit.
Krieg und Flucht nehmen Kindern und ihren Familien das Zuhause, die Lebensgrundlage und jegliche Stabilität. Schulen werden zerstört, medizinische Versorgung bricht zusammen. Und vertraute Bezugspersonen gehen verloren. Viele Kinder verlernen, zu spielen, zu lernen oder einfach Kind zu sein. Viele leiden ein Leben lang unter den seelischen Folgen.
Wir schaffen sichere Orte, wo Kinder Zuflucht finden, lernen und lachen dürfen. So setzt sich Don Bosco weltweit dafür ein, dass Kinderrechte auch unter den schwierigsten Bedingungen gelten. Kinder sollen nicht nur überleben, sondern ihre Kindheit, ihre Bildung und ihre Zukunftschancen zurückgewinnen.
Gleiche Rechte für alle – ohne Diskriminierung
Nicht alle Kinder haben die gleichen Chancen. Mädchen, Kinder mit Behinderung oder aus benachteiligten Gruppen erleben häufig Ausgrenzung. Sie haben weniger Chancen auf Bildung, Gesundheitsversorgung oder Freizeitangebote. Diese Ungleichheit verletzt ihre grundlegenden Kinderrechte.
Kinderrechte verstehen, leben und mitgestalten
Viele Mädchen und Jungen wissen nicht, welche Rechte sie haben. Das gilt weltweit und auch für Kinderrechte in Deutschland. Wer seine Rechte nicht kennt, kann sich nicht einbringen oder Hilfe einfordern.
Deshalb setzen wir auf Aufklärung und Bildung zu Kinderrechten. Wir organisieren Kinderrechte-Workshops, Schulprojekte und Gruppenangebote. Hier lernen Kinder und Jugendliche, was ihre Rechte bedeuten und wie sie im Alltag gelebt werden können. Sie sprechen über Themen wie Schule, Ausgrenzung, Arbeit, Gesundheit oder Mitbestimmung – altersgerecht, praxisnah und auf Augenhöhe.

Gleichzeitig schafft Don Bosco Räume für echte Partizipation von Kindern. Für Projekte im Globalen Süden und für die Bildungs- und Jugendarbeit in Deutschland gilt: Kinder und Jugendliche bringen ihre Perspektiven ein. Sie übernehmen Verantwortung und erfahren, dass ihre Stimme zählt. So erleben Kinder ihre Rechte und echte Teilhabe.

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Häufige Fragen zum Thema Kinderrechte & Schutz
Spenden braucht Vertrauen. Don Bosco Mission Bonn, über welche deine Spende verwaltet wird, unterzieht sich als Einrichtung der Salesianer Don Boscos jedes Jahr freiwillig der unabhängigen Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und hat als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit das DZI-Spendensiegel zuerkannt bekommen (Don Bosco Mission Bonn auf der Website des DZI). Don Bosco Mission Bonn lässt seit Jahren zudem eine jährliche externe Prüfung einschließlich Belegprüfung durchführen.
Die Rechte von Kindern und Jugendlichen sind seit 1989 in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriegen. Doch schon im 19. Jahrhundert begann die Menschheit, Kindern bestimmte Rechte zuzusprechen, so wie ein Verbot von Kinderarbeit in Großbritannien 1833 und ein Verbot von Gewalt gegen Kinder in Detuschland im Jahr 1896.
Die vier Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) sind:
- Nichtdiskriminierung: Kinderrechte gelten für ALLE Kinder, ohne Ausnahme.
- Vorrang des Kindeswohls: Bei gerichtlichen Entscheidungen (zum Beispiel beim Thema Sorgerecht) muss das Wohl des Kindes den Ausschlag geben.
- Leben und Entwicklung: Jeder Staat hat das Überleben und die Entwicklung von Kindern "im größtmöglichen Maß" zu sichern.
- Berücksichtigung der Meinung und Beteiligung: Kinder haben das Recht, sich in allen sie betreffenden Angelegenheiten zu äußern, gehört zu werden und beteiligt zu werden
Der Gründer der Salesianerbewegung, der Heilige Don Bosco, erkannte schon vor 150 Jahren, dass Kinder und Jugendliche jeder Herkunft ein Anrecht auf Bildung und Wertschätzung haben. So widmete er sein Leben dem Schutz und der Förderung der armen Straßenkinder von Turin. Aus seiner Arbeit ist heute ein weltweites Netzwerk geworden, das unermüdlich für Kinderrechte einsteht.
Don Bosco setzt sich als Anbieter von Schul- und Ausbildung in über 130 Ländern besonders für das Recht auf Bildung ein. Durch den einzigartigen Ansatz der Don Bosco Pädagogik erhälten Kinder Stärke, Selbstwertgefühl und einen ausgeglichenen Lebensalltag. Außerdem betreibt Don Bosco weltweit Wohnheime, Schutzunterkünfte, in denen Jugendliche Gewalt und Ausbeutung in ihrem Alltag entkommen können.
Don Bosco ist eine große Gemeinschaft und bietet viele Möglichkeiten, mitzumachen und sich für die Rechte von Kindern einzusetzen. Der einfachste Weg ist durch eine Spende. Jede Hilfe trägt dazu bei, das Leben von Millionen Jugendlichen etwas besser zu machen! Erfahre hier, wie Du sonst noch aktiv werden kannst.
Häufige Fragen zu Don Bosco
Don Bosco ist der Name des italienischen Seelsorgers und Pädagogen Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für Straßenkinder einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.
Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als eine der größten kirchlichen Initiativen des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 14.000 Salesianer Don Boscos gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ehrenamtlich Engagierten in über 1.900 Niederlassungen in mehr als 130 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig.
In der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos gibt es 25 Einrichtungen an mehr als 30 Standorten. Von Notschlafstellen für Jugendliche bis hin zu Förderschulen und Ausbildungsstätten bietet Don Bosco ein breites Angebot, um benachteiligte junge Menschen auf ihrem Weg in ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben zu begleiten. Sitz der Verwaltung der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, ist das Provinzialat in München. Alle Einrichtungen verschreiben sich den Grundprinzipien der Don Bosco Pädagogik.
Don Bosco arbeitet weltweit mit Kindern und Jugendlichen jeden Alters. Ein besonderer Schwerpunkt liegt jedoch auf Jugendlichen, da sie oft weniger Unterstützung und Hilfe erhalten als jüngere Kinder und besonders anfällig für Risiken sind. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen, die von Armut, Ausgrenzung oder Perspektivlosigkeit betroffen sind. Bildung, Berufsausbildung, psychosoziale Begleitung und Schutzräume gehören zu den zentralen Arbeitsfeldern.
Die Arbeit von Don Bosco kombiniert professionelle Sozialarbeit, präventive Ansätze und christliche Werte. Wesentliche Merkmale sind:
- Aufsuchende Präsenz: Fachkräfte sind nah an den Jugendlichen – im Alltag, im Wohnumfeld, auf der Straße oder im Gefängnis.
- Ganzheitlicher Blick: Es geht nicht nur um Schulabschluss oder Ausbildung, sondern um die gesamte Lebenssituation: Familie, psychische Stabilität, soziale Kompetenzen und Werteorientierung.
- Verlässliche Beziehung: Langfristige Begleitung schafft Vertrauen. Fachkräfte agieren als Assistent:innen, die den jungen Menschen unterstützen, während dieser selbst Subjekt seines Handelns bleibt.
- Christliche Werte: Die Arbeit basiert auf dem christlichen Menschenbild Don Boscos. Grundannahme ist, dass jeder junge Mensch von Gott geliebt ist – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Lebensgeschichte.
- Option für Benachteiligte: Der Fokus liegt bewusst auf jungen Menschen, die sonst kaum Unterstützung erhalten.
Noch Fragen? Unser Team hilft dir gerne weiter!


























