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Pater Christian Vahlhaus SDB: Das Leben teilen – mit den Jugendlichen und in der Gemeinschaft

Durch einen Zeitungsartikel ist Pater Christian Vahlhaus erstmals auf die Salesianer Don Boscos aufmerksam geworden. Da  stand er kurz vor dem Abitur. Heute, mit Anfang 40, leitet er das Jugendhilfezentrum des Ordens im hessischen Sinntal-Sannerz. Er gehört dem Provinzialrat an und ist immer noch begeistert von der Idee Don Boscos, mitten unter den Kindern und Jugendlichen zu leben, in der Gemeinschaft mit Mitbrüdern und Mitarbeitern für die jungen Menschen da zu sein.

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"Es ist nicht so, dass ich als Kind und Jugendlicher kirchlich riesig engagiert gewesen bin. Es war eher im normalen Rahmen dessen, was man damals als Schüler im katholischen Milieu mitmachte: Sonntagsgottesdienst mit der Familie, Messdiener, eine Zeit lang war ich Gruppenleiter. In der Oberstufe des Gymnasiums stellte sich dann irgendwann die Frage, wie es nach dem Abitur weitergehen könnte. Für mich kamen zwei Möglichkeiten in Frage, zum Einen die pädagogische Richtung, zum Anderen die Theologie. Ich hatte darüber nachgedacht, eventuell Bistumspriester zu werden und mir auch das Priesterseminar in Münster angeschaut. Das war ganz interessant, aber für mich nicht das Richtige.

Durch Zufall bin ich dann auf einen Artikel in der Regionalzeitung gestoßen, in dem über die Straßenkinderarbeit der Salesianer Don Boscos in Südamerika berichtet wurde. Den habe ich mir ausgeschnitten und zur Seite gelegt. Und irgendwann habe ich gedacht, jetzt informierst du dich mal weiter! Salesianer Don Boscos kannte man damals bei uns nicht. Und auch über Don Bosco wusste ich kaum etwas. 

Mit 17 habe ich mir Informationsmaterial zukommen lassen. Und dann hat mir das keine Ruhe mehr gelassen. Ich habe Kontakt aufgenommen. Und eine Woche später saß ein Pater bei uns zu Hause im Wohnzimmer, um die Salesianer vorzustellen.

Dann ging es weiter mit Orientierungstagen für Interessierte am Ordensleben und Mitarbeit bei der Betreuung von Schulklassengruppen. Im Alter von 19 Jahren habe ich das Aspirantat in unserer damaligen Niederlassung in Berlin-Wannsee begonnen. Dass wir dort das Leben mit den Jugendlichen und zugleich in der Gemeinschaft geteilt haben, hat mich sehr angesprochen. Ich  hatte das Gefühl, das ist es, das ist genau mein Weg!

Es folgten das Noviziat, das Noviziatspraktikum und die erste Profess. Dann das Studium der Sozialpädagogik und der Theologie in Benediktbeuern mit zwei Praxisjahren. Nach dem Abschluss des Studiums habe ich die Leitung unserer Einrichtung in Jünkerath übernommen. Eine sehr herausfordernde Aufgabe, denn es ging damals um eine Neuausrichtung der Arbeit dort. Wir haben es schließlich geschafft, das Haus, das vorher eine reine Jugendbildungsstätte war, so aufzugliedern, dass es dort heute auch zwei Jugendwohngruppen gibt, Schulsozialarbeit in Schulen außerhalb und zwischenzeitlich auch eine Offene Tür.

Seit fast drei Jahren bin ich jetzt in Sannerz. Persönlich hätte ich mir zwar auch gut vorstellen können, nach den Jahren im ländlichen Jünkerath mal wieder in den städtischen Bereich zu gehen. Auf der anderen Seite lag mir die Heimarbeit, also die Langzeitpädagogik, immer sehr am Herzen. Und wir konnten in den letzten Jahren schon viel bewirken! Natürlich gab es auch schwierige Situationen. Aber wir sind auf einem guten Weg.

Was unsere Arbeit als Salesianer auszeichnet, ob hier in Sannerz oder anderswo: dass wir genau wie die Jugendlichen hier leben. Dass wir das Leben mit den Kindern und Jugendlichen ganz intensiv teilen. Das ist es, was mich bis heute an Don Bosco begeistert.“

Foto: Christina Tangerding

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Die verlinkten Audio-Dateien wurden von Sprecherinnen und Sprechern des St. Michaelsbunds, München, eingesprochen.

Der heilige Johannes Bosco
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Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin geboren. Sein berühmtes Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die Grundhaltung seines Lebens und seiner erzieherischen und pastoralen Tätigkeit. Dabei hat Don Bosco, selbst aus einer ärmlichen Familie stammend, mit seiner „Pädagogik der Vorsorge“ besonders die benachteiligten und ausgegrenzten jungen Menschen im Blick.

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"Habt Mut, fröhlich zu sein." Maria Mazzarello war es immer wichtig, anderen die Freude am Leben und am Glauben zu vermitteln. Sie wollte jungen Mädchen eine wirtschaftliche und religiöse Grundlage mitgeben. Später gründete Don Bosco mit ihr das Institut "Töchter Mariä, Hilfe der Christen", im deutschsprachigen Raum kurz "Don Bosco Schwestern" genannt. Maria Mazzarello wird heute wegen ihres Einsatzes für junge Frauen als Heilige verehrt. Ihr Beispiel zeigt, dass jeder, egal, aus welchen Verhältnissen er stammt, Großes bewirken kann.

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